(openPR) das Freiburger BlickLabor lädt Sie hiermit ganz herzlich zu seinem Tag der offenen Tür am Sonntag, den 24. Oktober 2010, zwischen 10 und 16 Uhr, in die Hans-Sachs-Gasse 6 in Freiburg ein.
Beim „Blick hinter die Lernprobleme“ werden Sie erfahren, dass es beim Lernen nicht ausreicht, dass wir überhaupt etwas hören oder sehen. Entscheidend ist, dass unser Gehirn die Seh- und Höreindrücke zuverlässig und korrekt verarbeitet.
Beim Lesen müssen beispielsweise die schnellen Blicksprünge von einem Wort zum nächsten mit der gerade ablaufenden Worterkennung im Gehirn synchronisiert werden. Beim Diktatschreiben müssen Gleichlaute wie "m" und "n" oder "b" und "p" richtig unterschieden werden. Wenn Entwicklungsrückstände in diesen Funktionen auftreten werden die Lernprozesse erschwert.
Das Freiburger BlickLabor wurde 1997 an der Universität Freiburg gegründet und beschäftigt sich, unter der Leitung von Prof. Dr. B. Fischer, mit grundlegenden Wahrnehmungs- und Blickfunktionen, welche bei fast allen Lernprozessen benötigt werden, insbesondere beim schulischen Lernen.
Mit Hilfe der entwickelten Diagnose- und Trainingsverfahren können Wahrnehmungsdefizite bei Kindern und Jugendlichen mit Legasthenie, Dyskalkulie, ADHS oder allgemeinen Lernstörungen erkannt und verbessert werden mit nachweislich positiven Auswirkungen auf die Schulleistungen.
Neuheiten 2010:
Für Kinder die das Wahrnehmungstraining schon erfolgreich absolviert haben stehen nun zwei Versionen eines weiterführenden LeseLernProgramms zur Verfügung.
Entwicklungsrückstände können eventuell schon im Vorschulalter erkannt werden.
Programm zum Tag der offenen Tür von 10 bis 16 Uhr: "Lernen mit Köpfchen“
· Um 11 und 14 Uhr findet jeweils ein kurzer Vortrag statt:
Prof. Dr. Burkhart Fischer:
“Hören, Sehen, Blicken, Zählen: Voraussetzungen für Lernerfolge“
· Hilfen bei Legasthenie, Dyskalkulie und ADS sowie die Diagnostik und das Training grundlegender Wahrnehmungsfunktionen werden vorgestellt.
· Die neu entwickelten Versionen des LeseLernProgramms READ können getestet werden.
· Für die kleinen Besucher wird es in unserem "Sinnesparcours" wieder viel zu entdecken und basteln geben.
BlickLabor
Hans-Sachs-Gasse 6
79098 Freiburg
Tel: +49 761 38 41 95 13
Fax: +49 761 38 41 95 19
www.BlickLabor.de
Ansprechpartner: Dipl. Biol. Andrea Köngeter
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Über das Unternehmen
Von der Grundlagenforschung zur Anwendung
Das BlickLabor entstand zur Anwendung der Erkenntnisse der 30-jährigen wissenschaftlichen Erforschung von Wahrnehmung und Blicksteuerung im Gehirn. Es basiert auf Arbeiten der Arbeitsgruppe Optomotorik der Universität Freiburg und anderen Forschungsgruppen.
Das BlickLabor wurde vom Freiburger Hirnforscher Prof. Dr. B. Fischer im Jahr 1997 als eine Nonprofit Einrichtung der Universität Freiburg gegründet, um die neu entwickelten Diagnose- und Trainingsverfahren für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei werden praktische Erfahrungen gemacht, die es erlauben, die Hilfsmaßnahmen weiter zu verbessern.
Ursprung
Seit 1991 wurden in der Arbeitsgruppe Optomotorik auch die Augenbewegungen von legasthenischen Kindern und Jugendlichen untersucht, um herauszufinden, ob sie eventuell schon bei der Steuerung des Blicks von Wort zu Wort entlang der Zeile Probleme haben. Nach 6-jähriger Forschung war dabei ein routinemäßiges Verfahren entstanden, das der Öffentlichkeit dann auch zur Verfügung stehen sollte.
Mit seiner Emeritierung hat Prof. Fischer das BlickLabor im Jahr 2006 in ein privates Institut überführt.
Das BlickLabor hat sich ursprünglich aufgrund seiner Geschichte hauptsächlich um Kinder mit Legasthenie (Dyslexie) gekümmert. In den folgenden Jahren sind auch Menschen (meist Kinder im Schulalter) mit anderen Problemen gekommen, bei denen auch die Blicksteuerung und das dynamische Sehen untersucht werden sollte.
Die Forschung ist auch in den letzten Jahren weiter gegangen und die neuen Ergebnisse der Wahrnehmungsforschung sind vom BlickLabor teils selbst durchgeführt, teils aufgenommen worden. Nachdem gerade bei Legasthenie (Dyslexie) auch die Hörwahrnehmung immer bedacht werden muss, wurden auch für diesen Bereich neue Tests entwickelt, normiert und angewandt.
Ähnliches gilt für eine andere Sehleistung: die Simultanerfassung, also die Fähigkeit, die Anzahl mehrerer Dinge mit EINEM Blick zu erfassen. Diese Fähigkeit könnte beim Rechnenlernen eine Rolle spielen und eine Schwäche in diesem Bereich wäre dann eventuell bei rechenschwachen Kindern zu finden.
Angebot
Heute steht daher im BlickLabor eine ganze Batterie von Wahrnehmungstests zur Verfügung. Sie setzen alle voraus, dass die Sinnesorgane gesund sind. Sie sollten eingesetzt werden, wenn der Verdacht auf Wahrnehmungsschwächen oder -störungen vorliegt. Diese zeigen sich manchmal erst im Schulalter und werden oft als solche nicht erkannt.
Zu all diesen Untersuchungen von Sinnesfunktionen hat das BlickLabor auch das nötige Training entwickelt und erprobt.
In regelmäßigen Fortbildungen (für Therapeuten, Lehrer, Ärzte, ...) informiert Prof. Fischer über die Anwendung und die wissenschaftlichen Grundlagen unserer Test- und Trainingsverfahren.