(openPR) (hob) In jeweils 40 Unterrichtsstunden pauken die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer Ausbildung zum diätetisch geschulten Koch/Köchin/Fachkraft (DGE) auch die Anatomie und Pathophysiologie. „Diese Fächer sind Grundvoraussetzung für das spätere Fach Diätetik“, sagt Dozentin Nadine Junkert. Damit es in diesem von delphi gastro-weiterbildung durchgeführten Lehrgang nicht bei der trockenen Theorie bleibt, gehört eine Exkursion in das Anatomische Institut der Universität Köln zum Unterrichtsinhalt. Und das ist in dieser Form wohl einmalig in Deutschland.
Gemeinsam mit ihrer Anatomiedozentin Dr. Andrea Grandoch durften die Lehrgangsteilnehmer einen Blick in das Heiligtum des Anatomischen Instituts werfen. „Die anatomische Sammlung mit ihren rund 500 Exponaten hier in Köln zählt zu den ältesten und wertvollsten, die es in Deutschland gibt“, weiß die Ärztin. „Einige Exponate sind über 250 Jahre alt.“ Und entsprechend verursachen sie bei den Betrachtern eine Mischung aus Faszination und Schaudern, denn bei den Schaustücken handelt es sich um Teile von menschlichen und tierischen Körpern. „Das Studium der Anatomie in der Theorie ist eine Seite des Lehrplans“, so die 28-Jährige weiter. „Viel interessanter ist aber praktischer Anschauungsunterricht. Das schafft Verständnis, bringt Sicherheit und öffnet Horizonte. Wer schon einmal einen menschlichen Körper in dieser Form gesehen hat, begegnet ihm mit mehr Respekt und Verantwortung.“
Begeistert zeigte sich auch Lehrgangsteilnehmerin Nicola Völker aus Essen. „Erst die plastische Abbildung eines menschlichen Körpers hat bei mir den Aha-Effekt ausgelöst“, berichtet die gelernte Köchin von ihren persönlichen Exkursionserlebnissen. „Jetzt habe ich auch eine bildliche Vorstellung von dem, was in meinem Körper vorgeht. Das hilft mir sicherlich weiter, den noch ausstehenden theoretischen Unterrichtsstoff besser zu verstehen. Das war für uns alle eine tolle, praxisorientierte Erfahrung.“
Nadine Junkert freut sich nun auf die nächsten Theoriestunden: „Die Exkursion ist eine glänzende Erweiterung unseres Unterrichtes. Nur so können die Zusammenhänge im menschlichen Körper anschaulich nachvollzogen werden. Die meisten der Teilnehmer haben sich im Biologieunterricht in der Schule das letzte Mal mit diesem Thema auseinandergesetzt. Um die Vorgänge in unserem Körper verstehen zu können, ist es wichtig, dass man die Lage der Organe auch mal an einem echten Anschauungsobjekt erleben kann.“
Das in Köln ansässige Unternehmen delphi gastro-weiterbildung ist ein Geschäftsbereich der delphi Lebensmittelsicherheit GmbH. Geschäftsführer Dipl.-Ing. Armin Wenge hat bereits 1995 Hygienesicherungskonzepte wie das papierlose Eigenkontrollsystem entwickelt. Vor 14 Jahren gründete der 42-Jährige den Kölner Küchen HACCP-Zirkel. Seitdem ist das Unternehmen stetig gewachsen. Die 2002 gegründete delphi Lebensmittelsicherheit GmbH beschäftigt acht Mitarbeiter und fünf Stammreferenten. Für die delphi gastro-weiterbildung arbeiten zehn Dozenten und eine Mitarbeiterin in der Administration. 2009 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 540.000 Euro. Davon entfielen 80 Prozent auf den Bereich Lebensmittelsicherheit und 20 Prozent auf die delphi gastro-weiterbildung.
Information: www.gastro-weiterbildung.de
Bildunterzeile: Gemeinsam mit den Teilnehmern erkundete Dr. Andrea Grandoch (vorne, m.) das Anatomische Institut der Uni Köln.












