(openPR) 36,1 Millionen Euro Investitionen für Neuzugänge hat Trainer Felix Magath zusammen mit dem Vorstand des FC Schalke 04 zu Beginn der Saison veranlasst. Demgegenüber stehen erhaltene Ablösesummen aus Spielerabgängen in Höhe von rund 17 Millionen Euro. Die Transfermarktaktivitäten vom FC Schalke 04 weisen unter dem Strich ein Minus von rund 19 Millionen Euro auf. Einzig und alleine der VFL Wolfsburg bewegte in der aktuellen Saison noch höhere Transfersummen bei einem Minus von rund 16,5 Millionen Euro. (Quelle: transfermarkt.de)
Die Ausgaben der Königsblauen, die wohl jeden Wall-Street-Händler ins Schwitzen bringen würden, wurden von Magath und Co. jedoch anfangs nicht zu sehr auf die Goldwaage gelegt, schließlich sollten Verpflichtungen wie Raul oder Klaas-Jan Huntelaar den langfristigen Erfolg der Blau-Weißen sichern und konstante Einnahmen in Millionenhöhe durch die Präsenz in der europäischen Königsklasse, der Champions-League, garantieren. Zudem sollte auch das Projekt Meisterschaft durch die hohen Investitionen konsequenter angegangen werden.
Doch der Soll-Zustand ist wohl noch weit entfernt und nach fünf Spieltagen in der Fußball Bundesliga und einem Spieltag in der Champions-League ist zunächst fraglich, ob die teuren Neuverpflichtungen tatsächlich als langfristige Investitionen betrachtet werden können. Zwar erkämpfte sich der FC Schlalke 04 nicht zuletzt durch gute Einzelaktionen einen 2:1 Sieg in Freiburg und sicherte sich dadurch nach dem fünften Spieltag die ersten Tabellenpunkte, doch ein meisterliches Auftreten oder eine internationale Klasse war auch beim ersten „Dreier“ der Königsblauen nicht zu erkennen. Auch in der Bevölkerung macht sich die Skepsis im Bezug auf die zu Beginn der Saison noch hoch gehandelten Schalker breit. Über 60% der Bevölkerung beurteilen die Einkaufspolitik von Felix Magath als bescheiden bis schlecht und immerhin über 2% haben die Königsblauen zu diesem frühen Saisonzeitpunkt auf der Abstiegsliste – eine Prognose, die es in der monatlichen Umfrage von promit bislang noch nie gegeben hat.
Wenn auch mit dem Sieg gegen Freiburg ein Stück von dem tonnenschweren Druck, der auf den Schultern der Spieler und Felix Magath lastet, beseitigt werden konnte, so ist es für die Königsblauen noch ein weiter Weg um die angestrebten Ziele zu erreichen. „Das waren gegen Freiburg die ersten drei Punkte. Das kann nur ein Anfang gewesen sein. Wir wollen jetzt gegen Gladbach nachlegen. Wir spielen zuhause, da wollen wir natürlich mit unseren Fans im Rücken den zweiten Sieg folgen lassen“, erklärte Innenverteidiger Benedikt Höwedes unmittelbar nach dem Sieg gegen den SC Freiburg in einem Interview mit schalke04.de. Ob die Gelsenkirchener dem Soll-Zustand wieder ein wenig näher kommen, wird sich am kommenden Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach und am darauffolgenden Mittwoch beim zweiten Champions-League Spiel gegen Benfica Lissabon zeigen.











