(openPR) Der Leipziger Künstler Sebastian Gögel und der Berliner Künstler Miron Schmückle erzeugen mit CALIGULA unter unmittelbarer Bezugnahme der jeweils anderen Position ein spannungsreiches Zusammenspiel durch elaborierte Finesse und aggressives Ausloten der künstlerischen Möglichkeiten. Gögels monumentale Mixed-media-Skulptur trifft auf Schmückles artifiziell floral-insektoide Konstruktionen als Farbtuschearbeiten auf Papier.
Gögels Formenvokabular lebt von einer opulenten Überfülle, die alle denkbaren Extreme berücksichtigt. Seine Skulptur 'Kassierer' erscheint als verführerische Metapher für eine am Rande der Selbstzerstörung befindliche Welt voller machtbesessenem Übermaß. Radikale Gegensätze wie Geben und Nehmen, Erhabenheit und Schrulligkeit werden konkret und sinnbildlich zugleich thematisiert: satte kraftstrotzende Voluten kontrastieren mit sperrigen schlaffen Sklulpturenfragmenten. Und so eröffnen sich im übertragenen Sinne zahllose Gründe weshalb sich Dinge nicht halten und warum Zivilisationen zu Grunde gehen.
Gleichermaßen ziehen Schmückles barocke Farbtuschearbeiten ihre Energie aus überbordendem Formenreichtum in sinnlicher Überfülle, der Verfall und Zerstörung bereits in sich trägt. Als erotisch aufgeladene Kompositionen künden sie von Körpergefühlen, Wünschen und Träumen, die im hochstilisierten, phantastischen Geflecht zwischen angeblicher Naturdarstellung und idealisierter, beinahe abstoßender Künstlichkeit ihre Ambivalenz bewahren.
CALIGULA steht somit als Synonym für eine Macht, die einerseits Künstlerisch-philosophisches umfasst und andererseits die hässliche Fratze des Bedrohlichen beschwört.
Sebastian Gögel, geboren 1978 in Sonneberg/Thüringen, lebt und arbeitet in Leipzig. 1997-2002: Studium der Malerei/Grafik, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig; 2002-2005: Meisterschüler bei Prof. Sighard Gille, ebd.; seit 2005: HAGEL - künstlerische Zusammenarbeit mit Paule Hammer.
Stipendien, Auszeichnungen, etc.: 2007 Preisträger der 14. Leipziger Jahresausstellung; 2009 Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Ausstellungen (Auswahl): 2010 'THE DISASTERS OF PEACE', Berlin; EMMANUEL POST, Leipzig; Galerie Adler, Frankfurt/Main; Kunsthalle der Sparkasse Leipzig; 'Lubok bei Bongout !', Bongout, Berlin; 176, Zabludowicz Collection, London; 2009 Cobra Museum of Modern Art, Amstelveen, Niederlande; 'Das Kabinett des Doktor Celsius', POST FINE ARTS, Freiburg i. Br.; 2008 GEM, Museum of Contemporary Art, Den Haag, Niederlande; EMMANUEL POST, Leipzig; 'Past-Forward', 176, London; 2007 'DLD Collection', Gemeentemuseum, Den Haag, Niederlande; 2006/07 Replacing Mashkov. Recent acquisitions by the Gemeentemuseum Den Haag, Gemeentemuseum, Den Haag, Niederlande.
Publikationen (Auswahl): Zick Zack Tattoo Flash Vol. 1 - Die Zwickmühle, Lubok Verlag Leipzig, 2010; HAGEL - Nightmare Express, Lubok Verlag Leipzig, 2010; Sebastian Gögel. Du hast drei Wünsche frei, Rocksbooks, Portland/Leipzig, 2008; Sebastian Gögel. Frequenzer, 2006.
Sammlungen (Auswahl): Arario Collection, Korea; Gemeentemuseum, Den Haag; Kulturstiftung des Freistaates Sachsen; Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam; Sammlung Hildebrand, Leipzig; Sparkasse Leipzig; Zabludowicz Art Trust.
Miron Schmückle, geboren 1966 in Sibiu, Rumänien, lebt und arbeitet in Berlin. 1988: Umzug nach Deutschland. 1991-1996: Muthesius-Kunsthochschule Kiel, Prof. Renate Anger; 1994: Hochschule für Bildende Künste Hamburg, Prof. Marina Abramovic; 1998-2008: Atelier in Hamburg.
Preise, Stipendien (Auswahl): 2003 Stipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn, Arbeitsaufenthalt in Havanna/Kuba; 2005 Barkenhof Stipendium, Worpswede; Villa Concordia Stipendium, Bamberg.
Ausstellungen (Auswahl): 2010 Galerie Dörrie*Priess, Hamburg; 'BEAUTY | FLOWERS IN PHOTOGRAPHY', kuratiert von Matthias Harder, Kurator der Helmut Newton Stiftung/Museum für Fotografie, Staatliche Museen zu Berlin, ALEXANDER OCHS GALLERIES, Beijing, China; 10 Jahre Kunstverein Glückstadt, Kunstverein 'Palais für aktuelle Kunst', Glückstadt; 2009 Brukenthal Museum, Hermannstadt/Sibiu, Rumänien; 2008 POST FINE ARTS; Freiburg i. Br.; 2007 EMMANUEL POST, Leipzig; Gallery Rena Bransten, San Francisco; 2004 Galerie Anita Beckers, Frankfurt am Main; 2002 Hamburger Kunsthalle; 2001 Kunstverein, Bergen, Norwegen; Stadtgalerie Espoo, Finnland; Ursula-Blickle-Stiftung, Kraichtal; 2000 Kunsthalle, Rostock; Contemporary Art Centre, Vilnius; Museum Ostdeutsche Galerie, Regensburg.
Publikationen (Auswahl): sleek. magazine for art and fashion, FLORA/FAUNA, # 26, Sommerausgabe 2010; Miron Schmückle. Im Garten des Priapus (Hg. Kulturstiftung Stormarn der Sparkasse Holstein), Hamburg, 2007; art 8/1998.
Sammlungen (Auswahl): Isobe Collection, Tokyo, Kunsthalle zu Kiel; Ludwig Forum Aachen, Museum Ostdeutsche Galerie Regensburg, Stadtgalerie Kiel.













