(openPR) Wie Farbe das Leistungsvermögen und die Konzentrationsfähigkeit von Schulkindern beeinflusst
In vielen Schulen ging oder geht es in diesen Sommerferien alles andere als ruhig zu. Grund dafür sind die zahlreichen Sanierungsarbeiten, die zur Zeit mit den Mitteln aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung durchgeführt werden. „Bei der Sanierung von Schulen kommt dem Thema Farbe ein immer höherer Stellenwert zu“, stellt Michael Bross fest, Ge-schäftsführer des Deutschen Lackinstituts in Frankfurt/Main. „Denn wir wissen heute, dass Farbe das Lernverhalten und die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler nachhaltig beeinflusst. Deshalb sollte man bei der Gestaltung der Klassenräume und des Schulgebäudes insgesamt darauf achten, Farben zu wählen, die dem Verwendungszweck der jeweiligen Räume angepasst sind.“
Farben fördern Leistungsfähigkeit
Das traditionelle Klassenzimmer mit weißen Wänden und dunkelgrüner Tafel ist heute aus verschiedenen Gründen out. Denn durch den starken Kontrast ermüden erwiesenermaßen die Augen schneller. Die Folge: Die Konzentrationsfähigkeit lässt nach. Insgesamt sind grelle Farben, starke Kontraste oder eine übermäßige Buntheit für Klassenräume nicht geeig-net. Sie lenken ab und überfordern die Kinder ebenso wie zu viele Zeich-nungen oder Bilder an den Wänden. Jede Farbe hat eine psychologische und auch eine physiologische Wirkung. Sie kann die Konzentration fördern oder stören. In Klassenräumen schaffen helle pastellige Gelb- oder Blau-töne ein ausgewogenes und angenehmes Lernklima.
Farben geben Orientierungshilfe
Die Schülerinnen und Schüler verbringen heute oftmals den größten Teil des Tages in der Schule. Demzufolge muss sie auch Raum für soziale und spielerische Interaktion der Schülerinnen und Schüler bieten, als not-wendigen Ausgleich zum konzentrierten Arbeiten im Unterricht. „Die Be-reiche wie Pausenhalle, Cafeteria oder Aufenthaltsräume vertragen durchaus farbige Akzente“, weiß Bross. „Hier darf mit knalligen, aber nicht zu dunklen Farben gearbeitet werden. Überdies können in Fluren, Gängen oder Treppenhäusern kräftige Farben als Orientierungshilfen und Leitsys-teme eingesetzt werden. Dies ist insbesondere für jüngere und neue Schüler hilfreich, die mit der Umgebung noch nicht vertraut sind.“ Auch die Fassadengestaltung signalisiert durch ein harmonisches Farbbild, dass es sich um ein Gebäude handelt, in das man gerne geht, wo nicht stumpf gepaukt wird, sondern wo helle Köpfe in einer anregenden Umgebung Spaß am Lernen haben.
Unterstützung durch Farbberater
Der Bedarf für die Sanierung von Schulen ist gewaltig. Nur ein kleiner Teil davon wird zur Zeit mit den Mitteln aus dem Konjunkturpaket II bewältigt. Schon seit einigen Jahren engagieren sich deshalb viele Eltern und helfen mit, in Eigenarbeit die Lernumgebung ihrer Kinder zu verbessern und zu verschönern. „Mit Farbe geht dies natürlich am einfachsten und schnells-ten“, so Bross. „Jedoch sollte man bei allem gut gemeinten Engagement nicht einfach drauflospinseln, sondern sich den Rat eines Farbberaters einholen. So kann man Fehler bei der Gestaltung der Klassenräume ver-meiden, die es den Kindern möglicherweise schwer machen, sich ange-messen zu konzentrieren und ihr Leistungspotenzial auszuschöpfen.“












