(openPR) Das vergangene Geschäftsjahr schliesst die BERGISCHE mit einem Einnahmen-Überschuss von rund 4,3 Millionen Euro ab. Diese Summe stabilisiere nicht nur die ohnehin gute Vermögens- und Liquiditätslage der BERGISCHEN, sondern mache auch Mut für dieses und kommendes Jahr, sagte Vorstand Joachim Wichelhaus am heutigen Donnerstag. „Unter der Voraussetzung, dass das Reformpaket zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung umgesetzt wird, bin ich sehr zuversichtlich, dass die BERGISCHE bis Ende 2011 auf die Erhebung von Zusatzbeiträgen gänzlich verzichten kann.“
Einnahmen, Ausgaben
Knapp 115,3 Millionen Euro hat die BERGISCHE im vergangenen Jahr insgesamt eingenommen. Davon stammen zirka 113,1 Millionen Euro aus dem Gesundheitsfonds, etwa 1,1 Millionen Euro aus dem Risiko-Struktur-Ausgleich, rund 122.000 Euro aus Zinseinnahmen sowie aus Erstattungsansprüchen etwa 509. 000 Euro. Unter die Rubrik „Sonstiges“ fallen noch einmal rund 536.000 Euro. Den Gesamteinnahmen von etwa 115,3 Millionen Euro stehen zirka 111 Millionen Euro als Ausgaben gegenüber. Die größten Posten sind Zahlungen für Krankenhaus-Behandlungen (27,1 Millionen Euro) und für Arzthonorare (18,5 Millionen Euro) .
Versorgung des Einzugsgebiets
Den Einnahmen-Überschuss von mehr als vier Millionen gebe die BERGISCHE an ihre Versicherten weiter, sagte Wichelhaus. Um das Einzugsgebiet besser abdecken zu können, seien unter anderem zwei neue Kundenzentren geplant, eines in der Solinger Innenstadt, eines im Zentrum von Bergisch Gladbach. Mehr als die Hälfte der rund 70.000 Versicherten der BERGISCHEN stammen aus dem Bergischen Land. Ballungsgebiete sind zum Beispiel Solingen und Wuppertal mit jeweils mehr als 10.000 sowie Köln mit mehr als 6.500 Kunden. Im Kreis Mettmann sind mehr als 4.700 Menschen bei der BERGISCHEN versichert. Das Verhältnis von Frauen zu Männern ist ausgeglichen, das Durchschnittsalter beträgt 35 Jahre, zudem ist der Anteil an Familien sehr hoch.
Ausweitung der Leistungen
In punkto Leistungen investiert die BERGISCHE seit Kurzem besonders in die individuelle Gesundheitsförderung ihrer Mitglieder. Kürzlich hob sie beispielsweise ihren Zuschuss zu Präventions- und Gesundheitskursen (z. B. Bewegung, Entspannung, Suchtmittel- Entwöhnung) von 160 auf jährlich 500 Euro an. Neu ist auch ein bisher einmaliger Kooperationsvertrag mit dem Berufsverband der Heilpraktiker in NRW: Auf alle Leistungen aus dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker(GebüH) erhalten BERGISCH Versicherte Sonderkonditionen und zahlen nur noch 85 Prozent des Ursprungspreises. Darüber hinaus hat die Krankenkasse ihre Angebote aus den Bereichen Homöopathie, Anthroposophie und Phytotherapie erweitert, um ihren Schwerpunkt „Naturheilverfahren“ weiter zu festigen. „Das nehmen unsere Kunden sehr gut an“, sagt Wichelhaus.
Bestnoten in Umfragen
Besonders stolz ist der Vorstand darauf, dass seine vergleichsweise kleine Kasse mit den großen problemlos mithalten kann. Das bestätigen Umfragen verschiedener unabhängiger Tester. So erhielt die BERGISCHE im Sommer die Bewertung „beste Kasse für Anspruchsvolle" vom Magazin Focus Money und dem Portal www.gesetzlichekrankenkassen.de. Das Portal krankenkassen-kompass vergab ihr in den Kategorien „Leistung“ und „Service“ Platz 3 in NRW sowie Platz 4 bundesweit. Wichelhaus: „Das zeigt, dass wir auf einem sehr guten Weg sind und ihn konsequent weitergehen können.“ Das bestätigte jüngst auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. In seiner Prüfung zur Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Krankenkassen erhielt die BERGISCHE das Prädikat „unbedenklich“.
Wünsche an die Politik
Trotz der guten eigenen Ergebnisse lässt das aktuelle Gesundheitssystem aus der Sicht von Joachim Wichelhaus zu Wünschen übrig. Zur Gesundheitsreform hat er eine klare Position. Er wünsche sich, dass gesetzliche Krankenkassen mehr Handlungsspielraum gewinnen, um nicht zuletzt die Versicherten von besseren Konditionen profitieren zu lassen: „Dazu braucht es Vertragsfreiheit, die Abschaffung von Kollektivsystemen wie zum Beispiel BKK Landesverbände und ein freieres Gesundheitswesen ohne staatliche Reglementierung.“











