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Deutsche Wirtschaft könnte bis 2013 um 4,9 Milliarden Euro wachsen

15.09.201017:06 UhrIT, New Media & Software
Bild: Deutsche Wirtschaft könnte bis 2013 um 4,9 Milliarden Euro wachsen
Effekte einer Senkung der Software-Piraterie
Effekte einer Senkung der Software-Piraterie

(openPR) Aktuelle Studie von IDC und BSA analysiert Potenzial durch Senkung der Software-Piraterie:

München, 15.09.2010 - Die aktuelle IDC Impact Study von BSA und IDC hat die wirtschaftlichen Auswirkungen von Software-Piraterie in 42 Ländern analysiert. Grundlage der Studie sind die Piraterie-Raten aus dem Jahr 2009. Demnach würde Deutschland erheblich profitieren, wenn es gelingen würde, den Anteil raubkopierter Programme bis zum Jahr 2013 von 28 auf 18 Prozent zu senken: es könnten mehr als 12.000 neue Arbeitsplätze entstehen, 1,7 Milliarden Euro an zusätzlichen Steuereinnahmen und ein Umsatzplus von 6,3 Milliarden Euro erzielt werden. Da 78 Prozent dieser Umsätze in Deutschland bleiben würden, könnte die deutsche Wirtschaft zusätzliche 4,9 Milliarden verbuchen.



Deutschland wäre im internationalen Vergleich einer der größten Gewinner von sinkenden Piraterieraten und würde auf dem vierten Platz rangieren. Nur die USA, China und Frankreich könnten bei der Reduzierung der Softwarepiraterie mit größeren Umsatzzuwächsen rechnen. Weltweit könnten durch eine Senkung der Piraterierate um zehn Prozentpunkte 99 Milliarden Euro zusätzliche Umsätze, rund 22 Milliarden Euro an Steuereinnahmen und 491.000 neue Stellen geschaffen werden.

Georg Herrnleben, Director Zentral-, Osteuropa, Naher Osten und Afrika der BSA, resümiert: „Der Kampf gegen Software-Piraterie ist eine effektive Maßnahme zur Belebung der Wirtschaft. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern für nahezu alle Länder. Dabei bleibt der größte Teil der zusätzlichen Umsätze, die durch den Schutz geistigen Eigentums entstehen, im jeweiligen Land selbst. Denn Handel, Vertrieb und Dienstleistungen werden in großem Maß von einheimischen Unternehmen geleistet. Sie profitieren direkt von einer höheren Nachfrage, mehr Arbeitsplätzen und Steuermehreinnahmen.“

Ralf Beckmann, Arbeitsmarktexperte bei der Bundesagentur für Arbeit, beurteilt die Lage am Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte positiv: „Der Arbeitsmarkt für IT hat sich schon in den letzten Jahren günstiger entwickelt als der anderer Berufsfelder. Wir schätzen, dass er auch in Zukunft gute Beschäftigungschancen bietet und eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Vor allem die Nachfrage nach Informatikern mit Fach- und Hochschulabschluss ist hoch. Mit vielfachen Angeboten wirkt die Bundesagentur für Arbeit deshalb darauf hin, junge Menschen, vor allem auch mehr junge Frauen, für einen MINT-Beruf (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern.“

Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Hightech-Verbands BITKOM ergänzt: „Für die Zukunft der IT-Branche wie für alle Branchen, die auf geistigem Eigentum basieren, ist es entscheidend, ein Verständnis für den Wert der Angebote zu schaffen. Wenn es für Unternehmen und für Gründer nicht rentabel ist, mit ihren innovativen Ideen neue Produkte zu schaffen, werden ganze Wirtschaftszweige beschädigt. Umgekehrt können wir mit dem Schutz kreativer Leistungen die Weichen für ein lebendiges Kulturangebot und eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung stellen.“

Je früher desto besser für die Wirtschaft

Noch besser sehen die Berechnungen aus, wenn es gelingen würde, die Piraterie-Rate bis Ende 2011 deutlich zu reduzieren: bei einem Rückgang um zehn Prozentpunkte würden Umsätze und Steuereinnahmen noch einmal um 37 Prozent beziehungsweise 38 Prozent steigen.

Deutschland hat guten Grund, das Thema forciert voranzutreiben, denn hierzulande ist die Kopierrate nicht gesunken, sondern sogar leicht angestiegen und belief sich Ende 2009 auf 28 Prozent. Dass es anders geht, zeigen die USA und Luxemburg, wo mit 20 beziehungsweise 21 Prozent weitaus bessere Werte erzielt wurden.

Weltweit ergeben sich für das 2-Jahres-Szenario 134 Milliarden Euro an zusätzlicher Wirtschaftsleistung und 30,3 Milliarden Euro an Steuermehreinnahmen. Die größten Nutznießer sind hier die USA, China, Frankreich und Deutschland in dieser Reihenfolge.

Strategien im Kampf gegen Softwarepiraterie

Die BSA empfiehlt den Regierungen weltweit folgende Schritte zur effektiven Bekämpfung von Softwarediebstahl:

- Verstärkte Bildung und Aufklärung über den Wert geistigen Eigentums sowie über die geschäftlichen Prozesse zur Verwaltung und Optimierung von Software mit Hilfe von Software Asset Management (SAM).
- Umsetzung des World Intellectual Property Organization (WIPO) Urheberrechts-Vertrags, um effektiven rechtlichen Schutz des Urheberrechts online und offline zu schaffen.
- Einrichtung starker und unbürokratischer Schutzmechanismen für geistiges Eigentum, wie im TRIPS (Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights)-Abkommen der WIPO vereinbart. Dies umfasst auch die Ahndung widerrechtlicher Verwendung und Missbrauch neuer Software-Innovationen wie etwa Cloud Computing.
- Bereitstellung von Mitteln zur Verfolgung von Verletzungen des geistigen Eigentums (Intellectual Property, IP), etwa durch spezielle IP-Einheiten und verbesserte grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaften.
- Verpflichtung der Regierungen und Verwaltungen zu legaler Software durch den Einsatz von SAM-Prozessen und Forderungen zum Einsatz ausschließlich legaler Software durch alle Behörden, staatliche Einrichtungen sowie als Ausschreibungskriterium für alle Dienstleister und Anbieter.


Die Studie “The Economic Benefits of Reducing Software Piracy” basiert auf dem IDC Piracy Impact Modell, welches Marktforschungsdaten aus dem Bereich der globalen IT-Ausgaben und der Softwarepiraterie sowie Daten zum IT-Arbeitsmarkt und Steuereinnahmen im Zusammenhang mit IT verwendet. Die vollständige Studie mit weiteren Informationen und der vollständigen Methodologie steht unter http://www.bsa.org/piracyimpact zum Download zur Verfügung.

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