(openPR) Die Ukraine bereitet sich auf die Fußball-Europameisterschaft vor – und muss Milliarden in die Infrastruktur investieren. Wirtschaftsexperten sehen eine Chance für den Export, denn deutsches Know-how ist gefragt. Mit einem Vermarktungshilfeprogramm soll die ostdeutsche Exportwirtschaft belebt werden.
Der Investitionsbedarf ist gewaltig: Über sechzehn Milliarden Dollar werden bis zur Fußball-Europameisterschaft 2012 in den Ausbau der ukrainischen Infrastruktur fließen. „Es sind dringende Investitionen nötig, damit die Euro 2012 wie vorgesehen in den ukrainischen Austragungsorten stattfinden kann“, sagte UEFA-Präsident Michel Platini.
Der Spitzenverband der deutschen Wirtschaft sieht Chancen für den Export. „Besonders kleine und mittelständische Unternehmen sollten die Möglichkeiten in der Ukraine nutzen“, sagt Karin Rau, Delegierte der Deutschen Wirtschaft in der Ukraine. Trotz Wirtschaftskrise sei das Land gezwungen, in wichtige Bereiche zu investieren. „Vor allem in der Infrastruktur und im gesamten Baubereich gibt es Nachholbedarf“, erklärt Karin Rau.
Bis zur Fußball-Europameisterschaft sollen in Kiew nicht nur Sportstätten auf Vordermann gebracht werden. Geplant sind auch zwei neue Müllverbrennungsanlagen, der Ausbau des U-Bahn-Netzes, die Modernisierung von Straßen und Flughäfen sowie der Bau von zwei Brücken über den Dnepr. Ähnlichen Investitionsbedarf gibt es in den Städten Donetsk, Lviv und Charkow. Diese müssen bis zum 30. November ihre Tauglichkeit als Austragungsorte vorweisen. Großer Nachholbedarf besteht insbesondere in der Gastronomie: Bis zur EM sollen in Kiew siebenundzwanzig Hotels entstehen, darunter zwölf Luxushotels. Für die Finanzierung der Euro-2012 sind knapp vier Milliarden Euro im Staatsbudget vorgesehen. Der Rest soll von privaten Investoren und Organisationen wie der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung kommen.
Zur Exportförderung bietet das Bundesministerium für Wirtschaft über die Delegation der Deutschen Wirtschaft ein Vermarktungshilfeprogramm an. Gefördert werden ostdeutsche Unternehmen aus den Branchen Bau und Infrastruktur, technische Ausrüstungen sowie Kommunalwirtschaft. „Damit wollen wir kleinen und mittelständischen Firmen den Einstieg in die Ukraine erleichtern“, sagt Karin Rau.








