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Institut50plus: »Geburtstagssaison der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern geht erfolgreich zu Ende«

13.09.201014:39 UhrKunst & Kultur
Bild: Institut50plus: »Geburtstagssaison der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern geht erfolgreich zu Ende«
Trompeter Gábor Boldoczki, Budapest
Trompeter Gábor Boldoczki, Budapest

(openPR) „Im 20. Jubiläumsjahr der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern war es mir eine besondere Ehre, Preisträger in Residence zu sein. Als Mitgestalter des Programmes hatte ich hierbei die wunderbare Möglichkeit, zahlreiche Konzerte mit einem bunten Repertoire der Trompetenliteratur gestalten zu können und in unterschiedlichen Besetzungen präsentieren zu dürfen. Hierbei war es mir immer wieder eine besondere Freude, unmittelbar mit dem Festspielpublikum kommunizieren und in Kontakt treten zu können. Des Weiteren möchte ich mich ganz herzlich bei dem Festspielteam bedanken, mit dem mich eine wunderbare Zusammenarbeit verband“, unterstreicht Gábor Boldoczki am Ende seiner Residence.



16 Konzerte waren mit ihm in diesem Sommer bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern zu erleben – Konzerte, die in ihrer Vielseitigkeit Gabor Boldoczki insbesondere als Künstler, aber auch sein Instrument, die Trompete, immer wieder in ein neues Licht rückten. Ein abschließender Höhepunkt seiner Residence ist das Konzert mit dem Konzerthausorchester Berlin unter Lothar Zagrosek in der St. Georgen-Kirche in Wismar. Dort wird das Trompetenkonzert op. 31 des türkischen Komponisten und Pianisten Fazil Say den Kirchenraum mit strahlendem Klang erfüllen.

Bereits im Mai gab Gábor Boldoczki einen Vorgeschmack dessen, was in der Sommersaison zu erwarten war. Zum Geburtstagskonzert der Festspiele MV begeisterte er unter anderem mit Werken von Händel und Neruda und eröffnete damit die Jubiläumssaison 2010. Eine besondere Prägung erhielt die Jubiläumssaison ebenfalls durch den Künstlerischen Partner der Festspiele MV, Daniel Hope, der mit der Reihe „Hopes Music“ unter anderem eine neue, feste Brücke nach Amerika schlug und betont: „Ich bin überglücklich, dass es den Festspielen gelungen ist, die wichtigsten Institutionen Amerikas zu uns nach Meckpomm zu locken. Dieser Austausch war nicht nur ein voller Erfolg, sondern beflügelt auch unsere Preisträger und gibt ihnen die Chance, eines Tages in New York aufzutreten. Die Brücke steht, und wird in den kommenden Jahren ausgebaut!“

Unser Künstlerischer Partner Daniel Hope hat für die Festspiele MV seine vielfältigen Kontakte zur internationalen Künstlerszene eingesetzt. Die Künstler aus den führenden amerikanischen Kultur-Institutionen Lincoln Center und Carnegie Hall haben zusammen mit Preisträgern der Festspiele MV die Konzertprogramme für sechs einzigartigen Konzerte zusammen gestaltet. Ganz im Sinne des Brückenschlags standen neben Werken großer europäischer Komponisten wie Dvorák, Schostakowitsch und Prokofiev vor allem klassische und moderne Werke amerikanischer Tonkünstler wie Bruce, Gershwin, Gottschalk und Barber im Mittelpunkt. Im Jahr 2011 soll der „Brückenschlag“ weiter ausgebaut werden und es erwarten den Besucher wieder spannende Konzertereignisse. Auf Einladung von Daniel Hope waren unter anderem die Ausnahmesänger Mark Padmore und Thomas Quasthoff neben vielen anderen Künstlern zu Gast.

Nicht nur die Konzerte des Preisträgers in Residence waren sehr gut besucht: Das Programm der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete im Jahr 2010 generell hohe Publikumszahlen. „Inspiriert von unserem 20-jährigen Geburtstag haben wir in diesem Sommer 129 Konzerte gewagt um den Ausnahmecharakter dieser Jubiläumssaison herauszustellen“, betont der Intendant Dr. Matthias von Hülsen. Dadurch erreichten die Festspiele MV zwischen dem 13. Juni und 12. September rund 72.000 Besucher. Besuchermagneten waren unter anderem das Kleine Fest im großen Park in Ludwigslust, das Jubiläumswandelkonzert und das große Benefiz-Konzert „Tu Was!“ in Ulrichshusen, Max Raabe im Land Fleesensee und der „Karneval der Preisträger“ in Redefin. Die durchschnittliche Auslastung lag wie im Vorjahr bei 88 Prozent. Über 90 Spielstätten führten die Besucher des Flächenfestivals von Rügen bis Ulrichshusen und von Wismar bis Usedom. Außerdem gab es zwei „auswärtige“ Gastspiele, einmal im Bucerius Kunstforum in Hamburg sowie im Schloss Charlottenburg in Berlin. 28 neue Orte gab es zu entdecken, so etwa das Kloster Rühn, den Hafen in Wieck a. Darß, die Kirche in Fincken sowie die fünf Schlösser Penkun, Varchentin, Rossewitz, Retzow und Ludwigsburg im Rahmen der erfolgreichen Konzertreihe „Sleeping Beauties“. Jedes dieser Konzerte barg gleich mehrere Höhepunkte: Neben den musikalischen Bravourleistungen verblüffte vor allem die Kulisse dieser vergessenen Gemäuer, die – trotz der augenscheinlich jahrzehntelang vernachlässigten Bausubstanz – die Grandeur schlafender Schönheiten ausstrahlte.

Die Festspiele MV überraschten darüber hinaus mit Konzertprojekten außerhalb des vorgegeben programmatischen Rahmens und „enterten“ Anfang August das ehemalige Hochseefischereifabrik- und -kühlschiff „Stubnitz“ in Rostock für die erste „Festspiel-Jamboree“. Unter dem Motto „classic clubbing“ versetzten Daniel Hope und seine Barockband, Pianist Fazil Say sowie DJ Canisius (Yellow Lounge Berlin) das Schiff in Schwingungen. Ende August dann realisierten sie zusammen mit ihrem Künstlerischen Partner Daniel Hope das klimaneutrale Konzert „Tu was!“ in Ulrichshusen und ließen mit dem Erlös des Konzerts über 1000 Bäume für Klimawälder in Mecklenburg-Vorpommern pflanzen. Künstler wie Thomas Quasthoff, die NDR Bigband, Sebastian Knauer und David Orlowsky sorgten für den musikalischen Rahmen, der ein voller Erfolg wurde.

So faszinierte auch in diesem Jahr ein Programm, in dem sich wie nirgends sonst in Deutschland die großen Namen mit dem herausragenden Nachwuchs verbinden. „Gerade die Konzerte mit den Preisträgern der Festspiele, die längst die internationalen Podien dieser Welt erobert haben, sind Publikumsmagneten geworden“, resümiert Dr. Matthias von Hülsen.
Mit den neu im Programm aufgenommenen Konzerteinführungen wurde bei 16 Veranstaltungen den Besuchern zum ersten Mal die Gelegenheit geboten, sich vor dem Konzert durch einen musikwissenschaftlichen Vortrag einzustimmen. Weitere Informationen: www.festspiele-mv.de und www.institut50plus.de

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