(openPR) Chimbarongo/Owen, September 2010
Als erstes Weingut aus Südamerika, und weltweit als drittes, erhielt das chilenische Weingut Cono Sur, Chimbarongo, die ISO 14064-1:2006 Zertifizierung für “Nachhaltigkeit“.
Wer einen Wein des Weinguts Cono Sur aus Chile in Deutschland kauft, braucht bezüglich des Transportes kein schlechtes Gewissen mehr zu haben. Der gesamte Treibhausgas*-Ausstoß aller Unternehmensabläufe - vom Traubenanbau, über den Einkauf von Flaschen und Korken, bis hin zum Verkauf und Versand der Weine - wird durch die Cono Sur Mitarbeiter gemäß der ISO-Norm erfasst und überwacht.
Das chilenische Weingut verantwortet sich für seine Treibhausgas-Emissionen und muss entsprechende Pläne zur Verringerung und zur Neutralisierung der Gesamtemissionen des Betriebes vorlegen und realisieren.
Wie vorbildlich “nachhaltig“ das Weingut Cono Sur arbeitet, belegt neben dem Erhalt der ISO 14064-1:2006 Zertifizierung die chilenische Zeitschrift “Capital“. Sie erstellte kürzlich zusammen mit dem Verband “Chile Foundation“ eine Rankingliste mit den in Chile ansässigen Unternehmen, die am “nachhaltigsten“ arbeiten. Cono Sur steht von 101 untersuchten Betrieben an elfter Stelle, um dem Klimawandel Paroli zu bieten.
Die ISO 14064-1:2006 Zertifizierung entspricht einer Quantifizierung, Überwachung und Berichterstattung von Treibhausgas-Emissionen der gesamten operativen Unternehmensprozesse.
Zusätzlich verpflichtet sich Cono Sur durch Einhaltung der CEMARS-Richtlinie (Certified Emissions Measurement and Reduction Scheme) der neuseeländischen Firma carboNZero zur Senkung des CO2-Ausstoßes auf Gesamtunternehmensebene.
Eine akkurate Kalkulation zur Treibhausgas-Emission des Unternehmens lässt sich nur durchführen, wenn alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen und ihre Arbeitsabläufe strikt protokollieren und transparent darlegen. Die Bereitschaft zu dieser Transparenz ist bei den Cono Sur Mitarbeitern sehr groß, denn schließlich wollen alle für ihr Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil schaffen und weltweit zum Klimaschutz beitragen.
Bereits 1998 startete Adolfo Hurtado (38), Direktor und Erster Kellermeister von Cono Sur, mit einer Qualitätsoffensive in Richtung Umwelt, als er den Weinbau im Unternehmen vom konventionellen zum integrierten Anbau umstellte. Künstliche Dünger sowie synthetische Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel waren von da an im Unternehmen verboten. Natürliche Alternativen werden seither genutzt: Gänse spazieren zur Schädlingsbekämpfung durch die Weinberge, in den Reben leben nützliche Insekten und diverse Pflanzen wachsen zur Düngung und Auflockerung des Bodens zwischen den Rebzeilen. Anfangs waren es nur 40 Hektar im Colchagua Valley, die auf biologischen Anbau umgestellt wurden. Heute werden im Colchagua Valley und im San Antonio Valley bereits über 300 Hektar von der deutschen BCS Öko-Garantie GmbH, einer privaten Kontrollstelle zur Durchführung der EG-Bio-Verordnung, überprüft.
2002 ließ sich Cono Sur als erstes Weingut in Südamerika zeitgleich für ISO 9001 (Qualität) und ISO 14001 (Umwelt) zertifizieren. Die Einhaltung der Anforderungen wird jährlich vom deutschen TÜV Rheinland kontrolliert. Doch das genügte Adolfo Hurtado nicht. Er will kontinuierlich mehr für die Umwelt tun.
2006 erhielt das Weingut die “Clean Production Agreement“-Zertifizierung, eine Auszeichnung durch eine Initiative der chilenischen Regierung und der Weinerzeuger Chiles. Nur ein Jahr später neutralisiert Cono Sur als weltweit erstes Weingut den CO2-Ausstoß, der durch eigene Warenauslieferungen entsteht. Die CO2-Emission aller Warenlieferungen wird gemessen und mit CO2-neutralen Projekten, wie Projekten für erneuerbare Energien, aufgewogen.
2008 startete Cono Sur in Zusammenarbeit mit dem IBE (Ecology and Biodiversity Institute) in Chile das landwirtschaftliche Forschungsprojekt “Wein, Klimawandel und Artenvielfalt“. Durch neue Praktiken in der Landwirtschaft sollten in diesem Projekt die Vermehrung der natürlich vorkommenden Flora und Fauna im Weinberg angeregt und das ökologische Gleichgewicht erhalten werden, während die Schäden des Klimawandels gelindert werden sollten.
Seit 2009 setzt das chilenische Weingut, um Energie und Material zu sparen, für seine Einstiegsweine leichtere Flaschen ein.
Bereits ein Jahr vor der ISO 14064-1:2006 Zertifizierung erfassten gemäß den weltweit standardisierten “Carbon Footprint“-Protokollmethoden die Mitarbeiter von Cono Sur ihre Arbeitsprozesse beziehungsweise den Ausstoß der Treibhausgase, die bei der Weinerzeugung und innerhalb des Gesamtunternehmens entstehen.
*Als Treibhausgase gelten Gase, die wesentlich zum “durch den Menschen verursachten Treibhauseffekt“, also zur Erwärmung des Klimas, beitragen. Hierzu zählen CO, CO2, CH4, FCKW, O3, N2O.










