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Tragetücher – das Beste für Babys und ihre Eltern!

10.09.201015:20 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Tragetücher – das Beste für Babys und ihre Eltern!
AMAZONAS Tragetücher
AMAZONAS Tragetücher

(openPR) In unserer zukunfts- und fortschrittsorientierten Zeit erscheint es dem Ein oder Anderen möglicherweise absurd, dass man ausgerechnet beim Thema Babybetreuung von der Vergangenheit und den Traditionen der Naturvölker lernen kann, was das Beste für alle Babys in den ersten Lebensmonaten ist: Getragen werden, eng bei der Mutter am Körper sein, ihre Nähe, ihre Bewegungen und Wärme spüren, ihre Stimme hören und sie immer sehen. „Trag mich!“ - wenn Babys sprechen könnten, wären dies mit Sicherheit ihre ersten Worte und wer aufmerksam hinschaut, kann genau diese Bitte in allen Babyaugen lesen.




Wissenschaftliche Studien, jahrelange Erfahrungen von Ärzten, Hebammen und Eltern bestätigen: Babys müssen getragen werden...

Man mag es kaum glauben, dass es erst zu Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts (wieder) die ersten Tragetücher in Deutschland gegeben hat. Und man mag es kaum glauben, dass auch im Jahre 2010 noch soviel Unwissenheit und Unsicherheit zum Thema Tragetuch herrscht, obwohl es mittlerweile wissenschaftlich untersucht und zigtausendfach von Ärzten, Hebammen und Eltern belegt ist, dass es für die körperliche als auch geistige Entwicklung des Babys, deren Vertrauen in sich und die Welt und für die Bindung der Eltern zum Kind nichts besseres gibt, als das Baby möglichst lange und möglichst oft am Körper zu tragen. Unbestritten unter allen Experten ist auch, dass von allen Tragesystemen das Tragetuch die beste Alternative ist, da es ein ergonomisch vorteilhaftes Tragen sowohl für den kleinen Babykörper, als auch für den erwachsenen Rücken bedeutet.

...aber bitte unbedingt richtig!

Tragen ist leider nicht gleich tragen. Von den meisten populären Tragesystemen ist leider abzuraten: Meist wird nur der Rücken des Babys durch einen Stoff gestützt, dünne Stege und Träger halten es am Körper des Erwachsenen. Das Baby sitzt dabei fast mit seinem ganzen Gewicht auf einem zu schmalen Steg, besonders mit den Genitalien, die Beinchen hängen senkrecht herunter, die für die gesunde Ausformung der Hüfte wichtige Anhock-Spreiz-Stellung ist nicht gegeben. Der Rücken wird nur von hinten gehalten, das Baby kann seitlich in der Wirbelsäule abknicken. Das Baby kann Atemprobleme bekommen, wenn es zusammengesackt sitzt, die Wirbelsäule kann dadurch zusammengestaucht werden, da das Gewicht nur am Gesäß gehalten wird. Der natürlich gekrümmte Babyrücken wird unnatürlich gerade gedrückt, jeder Schritt oder Stoß der Trägerin überträgt sich direkt auf die gerade gedrückte Wirbelsäule des Kindes. Schließlich haben Kopf und Nacken in dieser Art von Tragesystemen überhaupt keinen Halt.

Doppelt hinschauen lohnt sich: Tragetücher sind gesünder fürs Kind
Es lohnt sich also, bei der Auswahl eines Tragesystems unbedingt genau hinzuschauen und sich nicht gleich von der scheinbar einfacheren Handhabung und drolligen Namen und Designs vom wahren Nutzen ablenken zu lassen. Wenn es auch aufwendiger sein sollte, ein Tragetuch zu benutzen, so lohnt es sich angesichts der Vorteile für ihr Baby allemal:


Tragetücher: Die Vorteile für das Baby

1. Getragen werden ist ein menschliches Grundbedürfnis und macht Babys „stark“

Babys sind anthropologisch gesehen sogenannte Traglinge, deren Überleben von der Anwesenheit der Mutter abhängig ist. Wird diese am Körper gespürt, fühlt sich das Kind in Sicherheit. Über Jahrtausende hinweg wurden die Babys ganz natürlich von der Mutter eng am Körper getragen, während diese ihrer Alltagsbeschäftigung nachging. Diese Haltung stillt das Grundbedürfnis der Babys nach Nähe und Geborgenheit und ist somit für das Wohlbefinden extrem wichtig. Alle Eltern werden bestätigen, dass Kinder die weinen, meist sofort damit aufhören, wenn man sie in den Arm nimmt, trägt, drückt und tröstet, also genau diese körperliche und emotionale Nähe herstellt, die sie zum gesunden Aufwachsen brauchen. Getragene Kinder haben mehr Vertrauen in sich und die Welt und sind, weil immer und überall dabei, schnell ein ganz normaler Teil der Familie und des Familien-Alltags. Also Schluss mit dem vor uns her und von uns wegschieben der Babys im Kinderwagen, rann an den Babyspeck: Tragen statt schieben!

Die Angst, das Kind durch Tragen zu sehr zu verwöhnen ist unbegründet, im Gegenteil wird sich ein vielgetragenes und dadurch selbstbewusstes Kind wahrscheinlich eher schneller auf Entdeckungsreise „weg von Mami und Papi“ begeben als andere Kinder und nicht etwa ständig an Mamis Rockzipfel hängen... Generell kann ein Baby ab dem ersten Tag im Tragetuch getragen werden. Wichtig ist dabei, dass das Kind eng am Körper getragen wird und der Rücken, Po und Köpfchen optimal gestützt sind.

2. Gekrümmter Rücken als Baby – gesunder Rücken als Erwachsener!

Wenn die Babys im Tragetuch getragen werden, ist der Rücken gekrümmt, wobei die natürliche Lage aus dem Mutterleib, nämlich genau dieser gekrümmte Rücken, weitergeführt wird, was für die Ausbildung eines gesunden, geraden Rückens sehr vorteilhaft ist. Klingt widersprüchlich, ist es aber nicht. Denn der Mensch, so heißt es in der orthopädischen Fachsprache, ist eigentlich eine „Physiologische Frühgeburt“, d.h. das Skelett besteht bei Geburt zu einem großen Teil aus Knorpel, der erst nach und nach „verknöchert“. Die Wirbelsäule befindet sich zur Geburt in der sogenannten Totalkyphose (Krümmung). Die Doppel-S-Form der Wirbelsäule bildet sich erst in einem Zeitraum von einem Jahr in drei Schritten aus. Zunächst lernt das Baby das Köpfchen alleine zu heben, d.h. die Halswirbel strecken sich. Im weiteren Verlauf der motorischen Entwicklung wird der Rücken stark genug, dass es alleine aufrecht sitzen kann, weil sich die Brustwirbel strecken, bis sich dann schließlich nach etwa 1-2 Jahren auch die Lendenwirbel soweit gestreckt haben, dass sie das Baby tragen können, wenn es zu stehen und zu laufen beginnt. Wenn die Wirbelsäule vor Ablauf dieser motorischen Entwicklung zu oft mutwillig gestreckt wird, z. B. durch zu langes Liegen in Rücken- oder Bauchlage, kann das später sogar zu Haltungsschäden oder schlimmeren Rückenproblemen führen.

3. Anhock-Spreiz-Stellung für gesunde Hüften: Beine breit, Popo tief, Knie hoch!

Was für die Wirbelsäule des Babys gilt, gilt auch für die Hüftgelenke, die gleichfalls oft bei Geburt noch nicht ausgereift sind. Im Bauch der Mutter sind die Beine der Babys extrem angezogen, was für die Ausbildung der Hüftpfannen und der richtigen Lage des sog. Hüftkopfes in den Pfannen besonders vorteilhaft ist. Diese gebeugte Beinhaltung wird beim Tragen im Tragetuch durch die sogenannte „Anhock-Spreiz-Stellung“ beibehalten. Solange, bis die Hüftgelenke stark genug sind, den gestreckten Körper zu tragen. Wenn die Beine beim Tragen vor diesem Zeitpunkt herunterhängen würden, entsteht ein für die weitere körperliche Entwicklung des Babys äußerst ungünstiges Hohlkreuz. Vereinfacht gesprochen heißt „Anhock-Spreiz-Stellung“ nichts anderes, als das der Baby-Popo tiefer hängt als die Knie und die Beine leicht gespreizt sind, eine Haltung, die sich beim Tragen „Bauch an Bauch“ ganz natürlich ergibt. Das ständige bewegt werden des Kindes beim Tragen wirkt sich außerdem positiv auf die Entwicklung der Bewegungs- und Gleichgewichtsorgane aus.


Tragetücher: Vorteile für die Eltern

1. Tragetücher sind gut für Geist...

Was gut ist fürs Kind, ist doppelt gut für die Eltern! Ein viel getragenes Kind ist in der Regel glücklicher, zufriedener und schreit weniger. Das bestätigen unzählige Eltern, Hebammen und Kinderärzte. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein zufriedenes Kind gibt den Eltern, gerade „neuen“ Eltern, Sicherheit und das Gefühl, „alles richtig zu machen“, was sich wiederum positiv auf das Kind auswirkt, welches dieses Gefühl durch die ständige Nähe zu den Eltern erfühlt und erlebt. Für die emotionale Bindung der Eltern zum Kind tut die Nähe ein übriges. Problematische Situationen, etwa nach schwierigen Geburten oder Krankheiten des Kindes können womöglich schneller kompensiert werden und dem Vater hilft das Tragetuch dabei, vom ersten Tag an auch eine enge und körperliche Beziehung zum Baby aufzubauen. Kurz: Baby getragen im Tragetuch ist das, was im Manager-Deutsch eine klassische „win-win“ Situation heißt!

2. ... und Körper

Auch körperlich ist das Nutzen eines Tragetuches für die Eltern von Vorteil. Das Gewicht des Kindes hängt nicht nur an zwei dünnen Trägern, wie bei anderen Tragesystemen, sondern wird vom gesamten Tuch gleichmäßig auf den tragenden Erwachsenen-Körper verteilt. Rückenschmerzen wird so effektiv vorgebeugt, denn Tragen baut die Rückenmuskeln der Eltern mit auf, ersetzt quasi das Fitness-Studio. Außerdem, so berichten viele Mütter, unterstützt ein richtig gebundenes Tragetuch den durch die Geburt weicher gewordenen Beckenboden. Auch die Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind wird durch die unmittelbare Nähe gefördert.

3. ... und die Bewegungsfreiheit und Mobilität der Eltern!

Ob zu Hause oder unterwegs, ein im Tragetuch getragenes Baby schafft Freiräume und Beweglichkeit. Ohne Kinderwagen ist man nun mal mobiler und ohne Grenzen wie z.B. Treppen, zu enge Türen, fehlende Aufzüge etc. unterwegs. Man hat immer beide Hände frei, sei es zum Arbeiten, sei es zum Spielen mit den Geschwisterkindern oder für welche Aktivitäten auch immer. Das bei manchen Eltern verbreitete (negative) Gefühl, durch ein Neugeborenes eingeschränkt zu sein, kann dadurch vermindert werden.


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