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Hamburg-Preis Persönlichkeitsstörungen 2010 verliehen

06.09.201014:31 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Hamburg-Preis Persönlichkeitsstörungen 2010 verliehen
Dr. Weidenhammer, Geschäftsführer der Asklepios Medical School, und Prof. Doering überreichten Preisgelder und Urkunden.
Dr. Weidenhammer, Geschäftsführer der Asklepios Medical School, und Prof. Doering überreichten Preisgelder und Urkunden.

(openPR) Münchner und Freiburger Forscher für herausragende Arbeiten ausgezeichnet

Hamburg, 05. September 2010. Zum Abschluss des 7. Hamburger Symposiums Persönlichkeitsstörungen "Von Lust und Wollust“ wurde gestern zum fünften Mal der aus zwei Kategorien bestehende "Hamburg-Preis Persönlichkeitsstörungen" verliehen. Mit einem Preisgeld von insgesamt 15.000 Euro gehört er zu den bundesweit höchstdotierten Wissenschaftspreisen in der Psychiatrie.


Den mit 10.000 Euro dotierten "Hamburger Preis Persönlichkeitsstörungen 2010" erhielt PD Dr. med. Martin Sack, Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Technischen Universität München für seine Arbeit „Prävalenz von Traumafolgestörungen bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung - Ergebnisse einer Multizenterstudie“. Sack überprüfte erstmals mit einer aufwändigen Interviewmethodik an einem großen Patientenkollektiv, inwieweit sich Traumafolgestörungen (einfache und komplexe Post-traumatische Belastungsstörung) und Borderline-Persönlichkeitsstörung überschneiden bezie-hungsweise gemeinsam auftreten. Dabei fanden sich hohe Überschneidungen von Borderline-Persönlichkeitstörung und komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung (55%) beziehungsweise einfacher posttraumatischer Belastungsstörung (79%). Darüber hinaus berichteten die Autoren von einer hohen Lebenszeitprävalenz von Traumatisierungen (sexueller Missbrauch, physischer Missbrauch, Vernachlässigung) in ihrer Stichprobe (96%). Die Ergebnisse dieser Untersuchung bringen Licht in eine lang anhaltende Debatte über die Frage, ob die Borderline-Persönlichkeitsstörung als Traumafolgestörung anzusehen ist oder nicht. Kindliche Traumatisierungen spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Borderline-Persönlichkeitsstörung und führen häufig zu komorbiden Traumafolgestörungen. Darauf ist in der klinischen Diagnostik und Behandlung der betroffenen Patientinnen und Patienten zu achten. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung kann allerdings nicht per se als Traumafolgestörung aufgefasst werden.

Das mit 5.000 Euro dotierte „Hamburger Fellowship Persönlichkeitsstörungen 2010“ ging an Dr. phil. Dipl.-Psych. Gitta Jacob, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsambulanz der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Institut für Psychologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für ihre Arbeit „Ein Gruppentherapiemodul zur Verbesserung des Selbstwertes bei Patientinnen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung: Konzept und Evaluation“. Sie hat ein Therapiemodul mit sechs Therapieeinheiten entwickelt, das in Form einer Gruppenthe-rapie das Thema Selbstwert zum Inhalt hat. Dieses Modul wird ergänzend zur Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) der Borderline-Störung eingesetzt, lässt sich aber auch mit anderen Therapieformen kombinieren. Die Gruppe um Dr. Jacob hat in einer kontrollierten Studie die Wirksamkeit des Moduls überprüft und eine nachhaltige Verbesserung des Selbstwertes bei Borderline-Patientinnen nachgewiesen. Die Arbeit ist von sehr hoher klinischer Relevanz, bereits jetzt wird dieses Modul in einigen Kliniken eingesetzt. Das Fellowship ist mit einem Studienaufenthalt in einem renommierten internationalen Institut verknüpft, das sich mit der Erforschung von Persönlichkeitsstörungen befasst.

Der von der Gesellschaft zur Erforschung und Therapie von Persönlichkeitsstörungen (GePs) e.V. und der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH ausgeschriebene Preis wird jährlich für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Persönlichkeitsstörungen verliehen und soll vor allem die klinische Forschung fördern. "Für die Grundlagenforschung gibt es genügend Förderung, dieser Preis soll direkt der patientenorientierten Forschung zu gute kommen und insbesondere auch junge Forscher fördern", so Kongresspräsident Dr. Birger Dulz. Eine fünfköpfige Preisjury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Stephan Doering (Münster) hatte die beiden Arbeiten aus zahlreichen Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt.

Dr. Jörg Weidenhammer, Geschäftsführer der Asklepios Medical School, und Prof. Doering überreichten Preisgelder und Urkunden während des heutigen Abschlussplenums an die Preisträger.

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