(openPR) Persönlichkeitsstörungen zählen zu den häufigsten psychischen Störungen. Aktuell unterscheidet man ein knappes Dutzend unterschiedliche Persönlichkeitsstörungen. Bei der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung orientieren sich Ärzte und Therapeuten zum einem am ICD (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme), zum anderen am DSM (Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen).
Derzeit arbeitet die "Amerikanische Psychiatrische Vereinigung" an der neuen, fünften Version des DSM. Im DSM-V, dessen Veröffentlichung 2013 erfolgen soll, gibt es bei der Diagnose von Persönlichkeitsstörung erhebliche Veränderungen:
Weiterhin geben wird es die ängstliche, die Borderline-, die dissoziale, die schizotypische und die zwanghafte Persönlichkeitsstörung.
Alle weiteren bisher diagnostizierten Persönlichkeitsstörungen werden nach dem DSM-V nicht mehr diagnostiziert: So entfallen z. B. die abhängige, die histrionische, die narzistische, die paranoide, die passiv-aggressive sowie die schizoide Persönlichkeitsstörung. Unter den Menschen mit diesen Persönlichkeitsstörungen macht sich nun Unruhe breit.
Doch für die entfallenden Persönlichkeitsstörungen wird es neue, deutlich differenzierte Diagnosen geben, die unter dem Oberbegriff "Persönlichkeitsstörung durch besondere Persönlichkeitsmerkmale spezifiziert zusammengefasst werden. Diese Persönlichkeitsmerkmale sind negative Emotionalität, Entfremdung, Antagonismus, Enthemmung, Zwanghaftigkeit und Schizotypie.
Darüber hinaus wird die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung künftig auch Angaben dazu enthalten, wie sehr ein Betroffener dem Bild der verschiedenen Persönlichkeitsstörungen entspricht. Ebenso wird festgehalten, wie sehr ihn die Persönlichkeitsstörung bei seiner Lebensgestaltung beeinträchtigt.
Die Aussagekraft der Diagnosen soll so erheblich verbessert werden. Weitere Infos zum Thema finden Sie im Internet unter:
http://www.schizoide-persönlichkeitsstörung.de/dsm-v/






