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Sexualität und Liebesfähigkeit: bei Persönlichkeitsstörungen häufig eingeschränkt

03.11.200911:23 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) "Die Fähigkeit zum positiven Erleben von Sexualität setzt eine ausreichend integrierte, gleichzeitig stabile und genügend durchlässige, autonome Persönlichkeit voraus - fähig zur Selbstregulation und Selbstfürsorge." In diesen Bereichen führen Persönlichkeitsstörungen zu schweren Defiziten - und damit zu Einschränkungen des Sexuallebens, berichten Prof. Dr. Uwe Hartmann und PD Dr. Torsten Passie in dem aktuellen Lehrbuch "Persönlichkeitsstörungen im therapeutischen Alltag".

"Beziehungs- und Bindungsfähigkeit, ein positives Selbst- und Körperbild, Hingabefähigkeit und die Möglichkeit, intensiven Kontakt und Nähe angstfrei erleben zu können" - diese Voraussetzungen einer gelingenden Sexualität sind wesentlich beeinträchtigt.

"Grob vereinfacht kann man feststellen, dass bei Persönlichkeitsstörungen die Sexualität sehr häufig im Dienste anderer, nicht-sexueller Motive oder Ich-Leistungen ´funktionalisiert´ wird (sehr häufig für Zwecke der Abwehr oder des Selbstschutzes). Sie wird gebraucht und eingesetzt, um Funktionsdefizite zu kompensieren oder Struktur-Lücken zu füllen."

Wie die Autoren präzisieren, "beeinträchtigen Persönlichkeitsstörungen oftmals die sexuellen Funktionen im eigentlichen Sinn weniger, sondern die Liebesfähigkeit sowie die Fähigkeit, Intimität zuzulassen und stabile Bindungen aufzubauen. Die bei vielen Persönlichkeitsstörungen manifest oder latent vorhandene Furcht vor Ich- oder Kontrollverlust schränkt zudem die Hingabefähigkeit ein und führt zu Angst vor Kontrollverlust, die das Erleben von hoher sexueller Erregung und Orgasmus zur Gefahr werden lässt und behindert ..."

Horst Haltenhof, Gerhard Schmid-Ott, Udo Schneider (Hrsg.):
Persönlichkeitsstörungen im therapeutischen Alltag
Pabst, Lengerich/Berlin, 2009, 356 Seiten
ISBN 978-3-89967-517-7

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