(openPR) Ein meist dunkel gekleideter Mann, etwas abseits der Menge stehend, tauscht hektisch ein paar Tickets gegen Bargeld. Das ist das klassische Bild eines Schwarzmarkthändlers, wie wir es an jedem großen Event vorherrschte. Heute ist das Bild ein anderes. Es steht kein dunkel gekleideter Mann mehr vor der Halle, dieser Mann sitzt heute vor einem Bildschirm. Mit dem Beginn der „Generation Internet“ verlagerte sich auch der Schwarzmarkt auf das World Wide Web. Für diejenigen, die verzweifelt nach Tickets suchen oftmals ein Segen, für die Veranstalter hingegen ein Ärgernis. „Das Problem des Schwarzhandels basiert auf der unzureichenden deutschen Gesetzgebung“, beklagen zahlreiche Veranstalter. Rechtlich gesehen kann jede Person Tickets für ein bestimmtes Event erwerben und diese dann zu einem Preis nach eigenem Gutdünken weiter veräußern, da sogenannter Wucher nur bei Ausnutzung einer Notsituation juristisch angekreidet werden kann. Diesem rechtlichen Vakuum folgen eine schlechte Presse und das Misstrauen der Öffentlichkeit gegenüber dem Weiterverkauf von Tickets.
Dieses schlechte Image haftet auch den offiziellen und ehrlich wirtschaftenden Zweithändlern an. Durch die Verlagerung des Ticketverkaufs auf online Plattformen, verlor der Weiterverkauf von Tickets Weites gehend den faden Beigeschmack des illegalen. Jedoch existieren nach wie vor schwarze Schafe, die ernstzunehmenden Weiterverkäufern gegenüber rufschädigend handeln. Geschäftsführer der Ticketbande Frank Laurini stimmt in den Grundtenor ehrlicher Händler mit ein, indem er den „ Zweitmarkt nach wie vor als einen stigmatisierten Nischen-Dienstleistungsmarkt, trotz vieler ehrlicher und hart arbeitender Händler und dem stetigen Marktwachstum“ bezeichnet.“Die einzige Möglichkeit das Vertrauen der Menschen für unser Gewerbe zu gewinnen ist einen Service anzubieten, der jedwede Zweifel an der Seriosität unseres Geschäftszweiges zerstreut“.













