(openPR) Mit 4,1 Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr verzeichnet die Hansestadt eine ungebrochene Wachstumsdynamik seit 2001. Für das Gesamtjahr 2010 prognostiziert Alexander Trobitz, Leiter Hotel der Dr. Lübke GmbH, im aktuellen Hotelmarktbericht Hamburg rund 8,9 Millionen Übernachtungen, was einem Anstieg von 85 Prozent innerhalb dieser Dekade gleich käme. Der ausgewogene Mix an Geschäfts- und Freizeitreisenden schafft ein stabiles Auslastungspotenzial über alle Tage der Woche. Durch diverse Großprojekte, darunter die Hafencity, Elbphilharmonie oder das neue Kreuzfahrtterminal, gelingt es der Stadt, sich dauerhaft unter den deutschen Top-3-Destinationen zu positionieren.
Die wirtschaftliche Belebung hat sich überdurchschnittlich positiv auf das Übernachtungsaufkommen in Hamburg ausgewirkt, das im ersten Halbjahr ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem stabilen Krisenvorjahr ausmacht. Der Städtetourismus bleibt ein Dauerbrenner und zieht vermehrt ausländische Gäste in die Elbmetropole. Mit einem Zuwachs von 21 Prozent ist Großbritannien wieder zum wichtigsten Auslandsmarkt geworden. Hamburg wird noch heute als „die allerenglischste Stadt des Kontinents“ wahrgenommen und die Briten schätzen neben der anglophilen Lebensart insbesondere das deutsche Bier und den Fußball.
Bettenwachstum drückt auf Auslastungsquote
Der zunehmende Städtetourismus der letzten Jahre hat die Expansionspläne vor allem der Kettenhotellerie befeuert. Seit Ende 2000 sind rund 17.000 zusätzliche Betten auf den Markt gekommen. Seit 2007 kann das Nachfragewachstum dieser Entwicklung nicht Stand halten. Dies drückt auf die Zimmer- und Bettenauslastung. Hamburg musste als einzige Stadt unter den Top-8-Hoteldestinationen einen Rückgang der Zimmerauslastung um 3,3 Prozent hinnehmen – allerdings von einem hohen Niveau kommend. Die durchschnittliche Bettenauslastung ist von 56 Prozent in 2007 auf 53,2 Prozent in 2009 zurück gegangen.
Silber für den Zimmerpreis – Bronze für den RevPar
Mit durchschnittlich 111,83 Euro konnten die Hamburger Kettenhotels im ersten Halbjahr einen Preisanstieg von 9,2 Prozent durchsetzen und positionieren sich an zweiter Stelle nach Frankfurt. Der durchschnittliche Zimmerertrag konnte somit um 5,6 Prozent auf 73,04 Euro gesteigert werden und hat mit den traditionell ertragsstarken Herbstmonaten für das Gesamtjahr gute Chancen wieder das Niveau von 2007 zu erreichen.
Projektpipeline ist prall gefüllt
Mit den Eröffnungen von zwei Motel One Hotels sowie einem Holiday Inn Express Hotel sind im laufenden Jahr bereits 1.023 Zimmer neu hinzugekommen. Bis 2012 stehen elf Projektierungen mit weiteren 1.890 Zimmern zur Disposition, davon befinden sich neun Projekte bereits im Bau. Die Auslastungsquote könnte in Folge nochmals leicht zurückgehen. „Durch die konsequente Expansionsstrategie der Kettenhotellerie geraten schlecht gemanagte, unprofilierte Hotelbetriebe immer stärker unter Druck. Häufig fehlen selbst die Ressourcen, um eine Nischenlösung auf Machbarkeit zu prüfen“, resümiert Alexander Trobitz.
Hansestadt bleibt einer der Lieblingsmärkte auch für Investoren
Hamburg ist neben München einer der stabilsten Hotelmärkte und die erfreuliche Wachstumsdynamik lässt viele Investoren weiterhin gute Renditen erwarten. Waren in der Vergangenheit vorwiegend gehobene Sternekategorien gefragt, fokussieren diverse Käufer mittlerweile das Budget- bis Midprice-Segment. Die bleibende Preissensibilität vieler Übernachtungsgäste lässt hier weitere Potenziale erahnen. Die Investitionsbereitschaft hat sich im ersten Halbjahr erhöht. „Fast jeder dritte unserer Suchkunden will in Hamburg investieren und wir sind ständig auf der Suche nach guten Produkten“, so Alexander Trobitz. Wesentliche Transaktionen waren der Verkauf des 2-Sterne B&B Hotels in Hamburg Altona auf dem Areal der „Kühnehöfe“ an die LB Immo Invest sowie der Verkauf des Meininger-Budget-Hotels der Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklung an eine internationale Fondsgesellschaft.








