(openPR) Eröffnung in der Galerie Schwind Leipzig
Samstag, den 11. September 2010, um 16 Uhr
Es erscheint ein Katalog.
Ausstellungsdauer: 11. September – 13. Oktober 2010
Vom 11. September bis 13. Oktober 2010 präsentiert die Galerie Schwind Leipzig fast 30 Gemälde des Bildermachers Wolfgang Mattheuer. Zu sehen sind Landschafts- und Gartenbilder aus den Jahren 1959 bis 1996.
Die Landschaftsdarstellung nimmt im Werk Wolfgang Mattheuers eine bedeutende Sonderstellung ein, ist sie doch Ausgangspunkt und Konstante des gesamten Oeuvres. Im Fokus der Ausstellung stehen sowohl die Landschaften der frühen Schaffensjahre, in denen der Künstler mit diversen Wirkungsmöglichkeiten der Malerei experimentierte, als auch die späteren, imposanten Natur- und Gartenszenen, die den gereiften, charakteristischen Mattheuer-Stil bezeugen. Mond- und Nebellandschaften, Sonnenuntergänge, sowie die farbenprächtigen Gartenbilder dokumentieren Mattheuers existenzielle Beschäftigung mit dem Thema der Naturerscheinungen.
Reisen an die Ostsee und ans Schwarze Meer, der heimische Reichenbacher Garten, sowie die kontinuierliche Durchwanderung der mitteldeutschen Umgebung bilden die Inspirationsquelle für zahlreiche Naturstudien der 1960er Jahre. Auffällig ist die suchende, spontane Malweise Mattheuers, in der er zumeist panoramatische Landschaftsausschnitte modelliert.
Im Laufe seines Schaffens werden die konkret zu verortenden Landschaftsporträts durch komponierte Symbollandschaften ergänzt. Auch die Malweise erfährt eine Entwicklung, der Farbauftrag wirkt glatter, Details werden großen Formen untergeordnet. Die seit den späten 1980er Jahren gesteigerte Größe vieler malerischer Arbeiten, verleiht besonders den Landschaften eine überwältigende Monumentalität, die unmittelbar und imposant auf den Betrachter wirkt.
Galerie Schwind
Springerstraße 5
04105 Leipzig
Email:
www.galerie-schwind.de
Über das Unternehmen
Die Galerie Schwind wurde 1989 in Frankfurt am Main gegründet. Der Geschäftsführer, Karl Schwind, pflegte bereits zuvor Kontakt zur jungen Kunstszene in Leipzig und Dresden, weshalb von Beginn an Leipziger Künstler durch die Galerie vertreten sind.
Nach der Wende intensivierte sich dieser Austausch, besonders im Hinblick auf die ältere Künstler-Generation der sogenannten Leipziger Schule, wobei vor allem die Freundschaft mit Wolfgang Mattheuer (1927-2004) prägend gewesen ist. Im Jahr 2000 kam mit Werner Tübke (1929-2004) der zweite Protagonist der Leipziger Schule hinzu und verdichtete mit seinem künstlerischen Beitrag das Programm der Galerie.
Der enge Kontakt mit der Stadt und der lebendige Dialog mit ihren Künstlern ließen schon früh die Idee reifen, auch in Leipzig Geschäftsräume einzurichten - so dass Karl Schwind, als sich nach dem Tod Werner Tübkes die Möglichkeit ergab, dessen Villa zu erwerben, kurzerhand den Hauptsitz der Galerie Schwind nach Leipzig verlegte. Damit platzierte er den eigenen Handels- und Wirkungsraum im unmittelbaren Entstehungsumfeld der Kunst, die er vertritt.
Heute beherbergt das geschichtsträchtige Künstlerhaus in der Springerstraße 5 die Ausstellungsräume der Galerie im Erdgeschoss und im Dachgeschoss die Tübke-Stiftung. Die Räumlichkeiten in Frankfurt am Main wurden erweitert und bleiben als Dependance bestehen.
Neben der Betreuung der künstlerischen Nachlässe von Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer werden auch weitere bedeutende Leipziger Künstler wie Arno Rink, Ulrich Hachulla, Michael Triegel, Wolfgang Peuker, Günter Thiele, Gero Künzel und Markus Matthias Krüger durch die Galerie Schwind in Leipzig und Frankfurt am Main vertreten. Überregionale Künstler wie Willi Sitte, Werner Stötzer, Fritz Cremer, Volker Blumkowski und Shinji Himeno ergänzen mit ihren Arbeiten das Programm um den kritischen Realismus.