(openPR) Dresden/München, 31. August 2010 – Wissenschaftler des Universitätsklinikums Dresden untersuchen in einer Studie unter der Leitung von Privatdozent Dr. Uwe Platzbecker und Dr. Martin Wermke ein neues, vielversprechendes Medikament, das eine Form der Knochenmarkserkrankungen (MDS) effektiver behandeln soll. Ziel ist es, den möglichen Übergang von einer Knochenmarkserkrankung zu einer Leukämie zu verhindern.
Die José Carreras Leukämie-Stiftung fördert das auf zwei Jahre angelegte Forschungsprojekt mit 136.788 Euro.
„In unserer Studie untersuchen wir den Einfluss des Medikaments auf die Abwehrzellen des Immunsystems“, erklärt Privatdozent Dr. Uwe Platzbecker. Mit diesen Untersuchungen versprechen sich die Leukämieforscher neue Erkenntnisse über die Wirkungsweise des Medikaments bei Patienten mit Knochenmarkserkrankungen. Zudem erhoffen sich die Wissenschaftler, anhand der Untersuchungen die Ursachen für Knochenmarkserkrankungen besser verstehen zu können und die Therapiemöglichkeiten für die betroffenen Patienten zu verbessern.
Bei Knochenmarkserkrankungen ist der Blutbildungsprozess gestört. In fortgeschrittenen Stadien dieser Erkrankungen werden immer mehr unreife Blutzellen produziert. Knochenmarkserkrankungen werden daher auch als Vorstufe der Leukämie angesehen. Die Patienten leiden unter einer Armut des Blutes an roten Blutkörperchen, Blutplättchen oder weißen Blutkörperchen. Dadurch sind sie wenig belastbar, chronisch müde und stark gefährdet durch Blutungen oder Infektionen.










