(openPR) Hannover /München, 31. August 2010 – Für Kinder und Jugendliche mit Leukämie, die einen Rückfall der Erkrankung erleiden, suchen Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dirk Reinhardt von der Medizinischen Hochschule Hannover nach einer wirkungsvolleren Therapie.
Die José Carreras Leukämie-Stiftung fördert die auf drei Jahre angelegte Studie mit 267.143 Euro.
„Unser primäres Ziel ist, mehr Kinder mit Leukämie zu retten“, erklärt Prof. Dr. med. Dirk Reinhardt. Die Leukämieexperten wollen ihr Ziel mittels einer sogenannten „antikörperbasierten“ Therapie erreichen: „Das Medikament, das die Leukämiezellen zerstört, wird durch gekoppelte Antikörper direkt zu den Leukämiezellen gebracht, um so gezielt wirken zu können. Dadurch können bei hoher Wirksamkeit gegen die Leukämie Nebenwirkungen vermindert werden“, ergänzt Prof. Dr. med. Dirk Reinhardt.
In den letzten Jahren wurden die Therapien für Kinder und Jugendliche, die an einer bestimmten Leukämieform, der akuten myeloischen Leukämie, leiden, stetig verbessert. Trotz dieser Verbesserungen erleiden immer noch rund 25 Prozent der Patienten einen erneuten Ausbruch der Leukämie nach der ersten Behandlung. Bei weiteren fünf Prozent kann durch die Erstbehandlung kein ausreichendes Verschwinden der Leukämiezellen erreicht werden. Mit den bisherigen Therapiemöglichkeiten können von diesen Kindern lediglich etwa ein Drittel geheilt werden, während die Mehrzahl der Kinder an der Leukämie verstirbt.










