(openPR) Malerei und Zeichnung von Nikola Irmer
Auf der Suche nach neuen Bildwelten schlägt Nikola Irmer immer wieder ungewöhnliche Wege ein. So hat sie ihr Gespür für Skurriles zu Teilen einer Sammlung von Tierpräparaten und Pflanzenmodellen im Depot des Museums für Naturkunde in Berlin geführt, die der Öffentlichkeit schon lange nicht mehr zugänglich sind. Eine unüberschaubare Vielzahl an Präparaten oft bunter Vögel aus aller Herren Länder, die während der Forschungsreisen im 19. Jahrhundert im Dienste der Wissenschaft nach Deutschland gebracht wurden, drängt sich dort in hohen Regalen und hinter Vitrinenglas. Irmer hat dort im Museum Stunden mit Zeichnen und Fotografieren verbracht und ihr Skizzenmaterial später im Studio malerisch umgesetzt. So ist die Werkgruppe SHELF LIFE mit Gesamtansichten von Regalen und Kabinettschränken voller ausgestopfter Vögel und Skelette in veränderten Perspektiven, Ausschnitten und Fokussierungen auf Details einzelner Tiere entstanden. Auch Modelle verschiedenster Pilzsorten, zu Lehr- und Anschauungszwecken fein und detailgenau nachgebildet, haben den Blick der Künstlerin auf sich gezogen.
Irmer bedient sich einer an die Figur gebundenen, aber dennoch deutlich abstrahierten und schematisierten Malerei. Die realitätsnahe Farbigkeit des Dargestellten wird durch Verwischungen und einen zum Teil gestischen Duktus relativiert.
Die Ausstellung SHELF LIFE zeigt erstmals Leinwandbilder und Zeichnungen auf Papier der Berliner Künstlerin in Hamburg.
Nikola Irmer wurde 1970 in Starnberg geboren. 1992 begann sie ihr Studium am San Francisco Art Institute, das sie 1993 an der Glasgow School of Art fortsetzte und mit dem Bachelor of Fine Arts abschloss. Ein im Anschluss daran absolviertes Studium am Hunter College New York City schloss sie mit dem Master of Fine Arts ab. 2003 erhielt Irmer ein Stipendium der Stiftung Kulturfonds. Seit 1995 werden ihre Arbeiten im In- und Ausland in Einzel- und Gruppenausstellungen und auf Kunstmessen gezeigt. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Vernissage am Freitag, 27. August 2010, 18 - 21 Uhr
Ausstellung 27. August bis 11. September 2010
Mi-Fr 14-19 Uhr, Sa 11-16 Uhr u.n.V.
Ab 13. September nach Vereinbarung.













