(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölpreise verloren heute weiter an Boden und zwar mehr als einen US-Dollar je Barrel. Dafür sorgten schwache US-Wirtschaftsdaten und einbrechende Aktienkurse in Europa sowie eine geringere Nachfrage aus China. Heizölverbraucher in Deutschland konnten sich das erste Mal seit drei Tagen wieder über sinkende Preise freuen.
Die Rohölpreise gaben heute weiter nach. Sowohl US-Leichtöl (WTI) als auch Nordseeöl (Brent) verloren jeweils mehr als 1 US-Dollar je Barrel und sind damit so günstig wie seit 6 Wochen nicht mehr.
Ausschlaggebend für die seit gestern anhaltenden massiven Preisverluste sind die Lagerbestände in den USA, die seit Führen der Statistik im Jahre 1990 ihren nunmehr höchsten Wert erreichen. Diese überversorgte Marktlage trifft auf eine schwache Nachfrage, insbesondere aus China, aber auch in den USA. Die gestern veröffentlichten Zahlen zur US-Arbeitslosenstatistik fielen deutlich schlechter aus als erwartet und schüren bei Anlegern Rezessionsängste. Zusammen mit den Aktienkursen aus Europa, die heute ebenfalls ins Minus drehten, führte dieser Mix zu einem wahren Verkaufssturm.
„Über Nacht dürfte der WTI-Ölpreis jedoch wieder steigen, denn heute Abend kommt es zum Kontraktwechsel“, erwartet Analyst Eugen Weinberg von Commerzbank Commodity Research einen Richtungswechsel zumindest bei der Entwicklung an der Warenterminbörse in New York. Dieser bezieht sich auf die auf zukünftigen Preiserwartungen gründenden Lieferverträge. „Der Oktober-Kontrakt handelt ca. 0,4 Dollar über dem September-Future.“ Deswegen wird es hier eine Anpassung der tagesaktuell gehandelten Preise nach oben geben. Ob diese allerdings die Verluste der beiden vergangenen Tage ausgleichen kann, ist fraglich, da sich an der generellen Marktlage nichts geändert hat.
Heizölverbraucher in Deutschland konnten sich zum ersten Mal seit drei Tagen wieder über sinkende Preise freuen. 100 Liter Heizöl EL kosteten heute – bei einer Liefermenge ab 3.000 Litern –bundesdurchschnittlich 66,36 Euro – das sind 62 Cent weniger als gestern, aber 11 Cent mehr als zu Wochenbeginn. Ein schwächerer Euro, der heute für weniger als 1,27 US-Dollar gehandelt wurde und damit den tiefsten Wert seit 5 Wochen erreichte, verhinderte noch größere Preissenkungen. Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website www.brennstoffspiegel.de.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.








