(openPR) Die Landesmitgliederversammlung des Liberalen Mittelstands Hessen (LMH) in Egelsbach war außergewöhnlich. Dies zeigte sich schon in der hohen Präsenz. Fast die Hälfte der Mitglieder aus ganz Hessen war persönlich anwesend oder durch Stimmübertragung vertreten. Schließlich stand mit dem Punkt „Neuwahl des Landesvorstands“ eine kleine Zeitenwende auf der Tagesordnung. Gabriele Müller, die den Verband fast zehn Jahren als Landesvorsitzende geleitet hatte, trat nicht mehr zur Wiederwahl an. Mit ihr verzichteten auch ihre Stellvertreter Franz-Gerd Richarz (Lich), Volker Gottwald (Waldems) und Roland von Hunnius (Rimbach) auf eine erneute Kandidatur. Zum neuen Landesvorsitzenden wurde der 45-jährige Unternehmensberater Dorian Hartmuth aus Erzhausen (Kreis Darmstadt-Dieburg) gewählt. Ihm stehen künftig als stellvertretende Landesvorsitzende Herbert Füller (Liederbach), Richard Meier-Sydow (Birkenau) und Dr. Martina Daubenthaler (Einhausen) sowie als Landesschatzmeister Ulf Stiller (Niederwalgern) zur Seite. Zu Beisitzern wurden gewählt: Dr. Astrid Nitz, Tillmann Weber, Herbert May, Siegbert Körner, Maria Merz, Manfred de Vries, Daniel Quack und Dr. Philipp Wiesenecker.
Ein Zeichen für die gute Vernetzung des LMH mit der Politik war die Anwesenheit von liberaler Polit-Prominenz aus Bund und Land. Der Vorsitzende der Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand (BLM) und ehemalige parlamentarische Staatssekretär Dr. Heinrich Kolb MdB war als Gast nach Egelsbach gekommen und leitete die Versammlung. Kolb ist sozialpolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. Die Landespolitik war mit Nicola Beer, Staatssekretärin für Europa im Hessischen Justizministerium, und dem wirtschaftspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jürgen Lenders, vertreten. Beide gehören selbst seit Langem dem LMH als Mitglieder an. Unisono lobten alle anwesenden Politiker die wertvollen Anregungen und Impulse des LMH für ihre Arbeit und stellten insbesondere die Rolle der scheidenden Landesvorsitzenden positiv heraus. Gabriele Müller präsentierte in ihrem Rechenschaftsbericht eine beeindruckende Erfolgsbilanz ihrer Tätigkeit. Eckpunkte waren die überaus gute Entwicklung der Mitgliederzahl, öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen mit landes- und bundesweiter Ausstrahlung, die Etablierung von sieben Regionalverbänden, die inhaltliche Arbeit in Projektgruppen und der Unternehmerpreis „Fokus für Exzellenz“, der jährlich verliehen wird. Die Versammlung würdigte ihre Leistungen mit anhaltendem Beifall und standing ovations.
Mit großer Mehrheit wurde ein Antrag des Landesvorstands mit dem Titel „In Hessens Zukunft investieren, statt immer mehr Geld für Zinsen auszugeben“ verabschiedet. Der LMH fordert das Ende der jährlichen Neuverschuldung Hessens, bekennt sich zum Grundsatz „Privat vor Staat“ und fordert, mit dem Abbau staatlicher Bürokratie ernst zu machen. In zehn Punkten konkretisiert er seine Vorstellungen von einer zukunftsgerichteten Haushaltspolitik des Landes. Dazu gehören: die dauerhafte Senkung des Ausgabenniveaus, eine kritische Überprüfung aller staatlichen Aufgaben, der Verkauf der Landesbeteiligungen an der FRAPORT AG, der Messe Frankfurt GmbH und den Hessischen Staatsweingütern, die kritische Überprüfung des Flugplatzvorhabens Kassel-Calden, die Abschaffung aller Erhaltungssubventionen und eine verstärkte Kooperation im Beschaffungswesen über Landesgrenzen hinweg.










