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Mobile Broadband in Schweden: Betreiber bremsen ihren eigenen Markterfolg

13.08.201017:02 UhrMedien & Telekommunikation
Bild: Mobile Broadband in Schweden: Betreiber bremsen ihren eigenen Markterfolg
In den wichtigsten europäischen Märkten liegt die Marktdurchdringung für Mobile Broadband bei mehr als 10% der Bevölkerung.
In den wichtigsten europäischen Märkten liegt die Marktdurchdringung für Mobile Broadband bei mehr als 10% der Bevölkerung.

(openPR) Im internationalen Vergleich ist Schweden eines der Länder mit der höchsten Marktdurchdringung von Mobile Broadband. Die Zahl der Anschlüsse steigt jedes Jahr um ca. fünf Prozent, und bereits jeder fünfte Schwede nutzt das mobile Breitband als Hauptanschluss oder als Ergänzung. Der Markt für mobiles Breitband ist sicherlich noch als neu und ungesättigt zu definieren, doch er wächst in einem Maße, das die Betreiber vor große Herausforderungen stellt. Einerseits haben sie so viele Kunden wie möglich dazu animiert, sich einen mobilen Breitbandanschluss zu beschaffen. Jetzt aber, wo die Marktsättigung zunimmt, fangen sie an den Datenverkehr abzubremsen. Betreiber haben in Ihrer Angebotsplanung nicht berücksichtigt, dass die Nutzer alle Funktionen und Anwendungen, die über das mobile Breitband möglich sind, auch tatsächlich nutzen: Spotify, Youtube, Facebook, SVT Play etc.


Um das Geschäft in Schwung zu bringen, müssen sich Telekommunikationsbetreiber auf dem schwedischen Markt unserer Meinung nach mit zwei Problemen auseinandersetzen:

Problem 1: Deckelung der Nutzung

Das erste Problem besteht darin, dass bestimmte Betreiber die Nutzung deckeln und eine Begrenzung der Bandbreite setzen. Unsere Berechnungen zeigen, dass 90 Prozent der mobilen Nutzer als „normale“ Nutzer definiert werden. 10 Prozent können als „Heavy User“ oder „Piraten“, wie einige Betreiber sie definieren, bezeichnet werden. Aber dieselben Personen könnten ebenso „Goldkunden“ oder „Early Adopters“ sein – und stellen somit eher eine Chance als eine Bedrohung dar. Die Betreiber befürchten, dass ihnen die Kosten ins Unermessliche steigen und die Rentabilität langfristig abnehmen wird. Eine Besorgnis, die unserer Ansicht nach völlig unbegründet ist. Wir behaupten, dass das Problem spezifisch auf Nutzerebene und anhand der individuellen Datenlast, und nicht mit generellen Begrenzungen gehandhabt werden sollte.

Problem 2: Wieviel ist eigentlich ein Gigabyte?

Das zweite Problem ist, dass Nutzer des mobilen Breitbands nicht einschätzen können, wie viel ein Gigabyte ist. Den Betreibern sollte diese Situation bewusst sein, aber sie verwenden bei ihrer Kommunikation trotzdem Begriffe wie „Gigabyte“ zur Leistungsbeschreibung. Für Privatpersonen wie auch Unternehmer ist die dahinter steckende Datenmenge schwer zu erfassen und ruft deshalb Unsicherheit hervor: Wie lange kann ich eigentlich surfen? Kann ich mir einen Film ansehen? Kann ich mir ein Fußballspiel in voller Länge und ohne Unterbrechung anschauen? Wie viel wird das kosten? Was passiert, wenn ich eine bestimmte Grenze überschreite? Als Konsequenz wird sich die Beziehung zwischen Nutzer und Betreiber deutlich verschlechtern; etwas überspitzt könnte man sagen, dass das Kundenverhältnis eher auf der Kenntnis des Kleingedruckten im Vertrag als auf dem Angebot des grenzenlosen Surfens basiert.

Marktentwicklung geschickt nutzen

Das mobile Breitband bringt großes Potenzial mit sich. Die Industrie sollte jetzt weiterhin zu einer positiven Marktentwicklung beitragen, statt Kaufhindernisse zu schaffen. Es gibt sowohl technische als auch vertragliche Möglichkeiten (Stichwort: Traffic Management), die besser dazu geeignet sind die Datenlast zu steuern, als bei der Datenmenge eine Obergrenze zu setzen.

Auf dem Privat- und Geschäftskundenmarkt in Schweden wird heute von den Telekommunikationsbetreibern ein Festpreis für den Anschluss verwendet. Ein überlegenes Instrument, um auf kurze Sicht ein Maximum an neuen Kunden und Einnahmen zu generieren. Auf lange Sicht wird es allerdings komplizierter. Wenn die Marktsättigung zunimmt und die Nutzer anspruchsvoller werden, sollten Betreiber eine Differenzierung hinsichtlich der Datengeschwindigkeit einführen und den Markt segmentieren, unter anderem mit zeitbezogenen Dienstleistungen. Hier bestehen durchaus Möglichkeiten, zum Beispiel bei Kunden, die frühzeitig eingestiegen sind und jetzt eine schnellere Verbindung und neue Dienstleistungen wünschen, eine höhere Zahlungsbereitschaft abzurufen. Das passiert zu einem gewissen Grad bereits heute schon, aber keinesfalls in einem für die Weiterentwicklung des Marktes erforderlichen Ausmaß.

Die wichtigste Herausforderung für die Mobilfunkbranche in Schweden ist jetzt, so viele Teilnehmer wie möglich in das mobile Breitband einzubinden, um anschließend das Geschäft durch Zusammenarbeit und das Schnüren von Anwendungspaketen wachsen zu lassen. Lästige technische Beschränkungen, die den Kunden verunsichern, sollten aufgehoben werden und durch technische und marktorientierte Lösungen ersetzt werden. Für die Industrie wird das ein Gewinn sein.

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