(openPR) Nachhaltige Hightech-Materialien für das Bekleidungskonzept im Deutschen Pavillon
Unter dem Motto „Bessere Stadt, besseres Leben“ lockt seit dem 1. Mai die Weltausstellung Expo 2010 täglich zigtausende Menschen nach Shanghai. Neben vielen Themen zur städtischen Entwicklung und nachhaltigen Ansätzen zeigt das Erfurter Unternehmen novanex den Blick in die Zukunft besserer Kleidung. Die 240 Mitarbeiter im Deutschen Pavillon tragen während der spektakulären Schau nämlich erstmals ein nachhaltiges Hightech-Outfit made in Thüringen.
Hinter der Idee dieser innovativen Bekleidung steckt die Designerin Alexandra Baum. Seit vielen Jahren schon beschäftigt sich die Erfurterin mit zukunftsweisenden Technologien und Stoffen für textile Produkte. Nun hat sie für die EXPO in Shanghai gemeinsam mit Partnern Shirts entwickelt, die nach der Weltausstellung kompostiert werden, während aus Hosen, Röcken und Jacken neue Produkte entstehen. „Das Bewusstsein für nachhaltige Mode und Ökologie wird sicher als wichtiger Bestandteil der EXPO viele Menschen ansprechen. Ich will zeigen, was in einigen Jahren vielleicht auch in unserem Kleiderschrank ganz normal ist“, erzählt Alexandra Baum.
Was die Firma novanex in Shanghai zeigt, sieht auf den ersten Blick eher gewöhnlich aus: die orangeroten Outfits mit einer kleinen Borte mit einem schwarz-rot-goldenen Logo wirken schick, bequem, modern und sollen mit ihrer Farbe natürlich den Besuchern im Pavillon auffallen. Über diesen ersten Eindruck hinaus steckt eine ganze Menge mehr in der Bekleidung. Denn die strapazierfähigen Polyesterfasern, die einigen Stoffen zugrunde liegen, lassen sich komplett recyceln und enden nicht wie sonst üblich als Füllmaterial. Heißt konkret: die weißen Shirts der Pavillon-Outfits werden nach der EXPO auf dem Gelände des Deutschen Pavillons untergepflügt und mit Hilfe einer Bakterienkultur kompostiert und vollständig abgebaut. Damit beschreitet die junge Thüringer Designerin Neuland und setzt das Konzept der Nachhaltigkeit auf dieser Schau der Superlative in China entsprechend auch für die Bekleidung erstmals ganz konsequent um. „Ich hatte mich vor acht Jahren bei meinem Diplom mit dem Thema beschäftigt, damals noch mehr als eine Vision, aber in den letzten Jahren hat sich viel getan. Das kompostierbare Shirt ist nun Realität. Wir wollten zeigen, was in Deutschland auf diesem Gebiet bereits möglich ist“, so Baum.
Hilfreicher Partner bei der Umsetzung des Konzepts war das deutsche Unternehmen Trigema. Schließlich benötige Alexandra Baum einen Produzenten, der die knapp 800 Shirts für die Mitarbeiter im deutschen Pavillon liefert. Nach ersten Gesprächen entwickelte sich eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, denn während novanex den Generalauftrag für dieses EXPO-Projekt im Deutschen Pavillon erhielt, hatte Trigema eine langjährige Erfahrung in der Produktion und sah in dem Projekt auch eine Chance. „Ich denke, dass die Firma Trigema sich noch gar nicht bewusst ist, was für einen Schatz sie mit so einem Shirt in den Händen hält. Ich sehe dort ein riesiges Potential, mit denen auch an der Fortentwicklung weiterzuarbeiten.“
Nach der Theorie und verschiedenen Test im Vorfeld wird sich dann auch ganz praktisch zeigen, wie die 240 Mitarbeiter mit ihren Outfits in Shanghai zurechtkommen. Für Alexandra Baum ist es schon jetzt toll, erlebt zu haben, wie aus der Idee einer Diplomarbeit Realität wird. Noch schöner wäre es für sie, wenn sich die Textilindustrie animiert fühlt, sich wirklich einmal tiefgründig mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Wir reden bei der
Ökologie und Nachhaltigkeit nicht über eine Eintagsfliege. Wir müssen Produkte schaffen, die intelligent sind. Nicht weil sie leuchten oder atmungsaktiv sind, sondern weil sie keinen Müll erzeugen, weil sie kreislauffähig sind.“
Text und Foto: Jens Haentzschel | greengrass media
Kontakt zur Firma novanex
novanex
Alexandra Baum
Lange Brücke 21
99084 Erfurt
Tel: 0361 – 215 76 87
www.nova-nex.com











