openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Feuchteschäden auf der Spur – mit der neuen WUFI®-Software

26.07.201016:27 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Produktpalette von WUFI © Fraunhofer IBP
Produktpalette von WUFI © Fraunhofer IBP

(openPR) Moderne Dämmstoffe und Wandaufbauten gewährleisten höhere Energieeinsparungen. Die Kehrseite der Medallie ist dafür ein größeres Risiko für Feuchteschäden an Gebäuden. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP hat bereits vor 20 Jahren auf diese Problematik reagiert und begonnen, die Softwarefamilie WUFI® zu entwickeln. In der aktuellen Version WUFI® Pro 5.0 steht nun auch erstmals ein Infiltrationsmodell zur Verfügung. Damit können die Gefahren der Tauwasseransammlung innerhalb von Konstruktionen sowohl im Vorfeld als auch im Sanierungsfall simuliert und abgeschätzt werden. Die Folgen sind konkrete Aussagen bezüglich Trocknungsreserven und ein frühzeitiges Verhindern von Feuchteschäden.



Die aktuelle Version WUFI® Pro 5.0 wirkt den Gefahren der unkontrollierten Tauwasseransammlung innerhalb von Konstruktionen entgegen. Mit Hilfe der Software zeigen sich die Auswirkungen von Fehlstellen der Dampfbremse beziehungsweise der Luftdichtheitsebene auf den Feuchteschutz von Gebäuden. Außerdem werden konkrete Aussagen darüber getroffen, ob die Konstruktion genügend große „Trocknungsreserven“ besitzt, um die Tauwasseransammlungen und die daraus entstehenden Feuchteschäden zu vermeiden. So stellte sich heraus, dass beidseitig dampfdichte Dachkonstruktionen zum Beispiel bei einer nicht 100-prozentig korrekten Bauausführung Feuchte ansammeln können und entsprechende Feuchteschäden daraus entstehen.

Langjährige Materialtests unter Realbedingungen am IBP-Standort Holzkirchen, dem weltweit größten bauphysikalischen Freilandversuchsgelände, bilden die Basis für das validierte WUFI®-Programm, das sich besonders zur Beurteilung hygrothermischen Verhaltens von Außenbauteile im Regelquerschnitt unter realen instationären Bedingungen eignet. Diese hygrothermischen Berechnungsmodelle haben sich im Laufe der letzten Jahre etabliert und als Standard erwiesen, da sie – im Gegensatz zum mittlerweile in die Jahre gekommenen Glaserverfahren beispielsweise – viele wichtige physikalische Effekte berücksichtigen. Neben den allgemein üblichen Kenndaten wie der Wärmeleitfähigkeit oder dem Diffusionswiderstand werden unter anderem auch die Schlagregenbelastung, anfängliche Baufeuchte, Undichtigkeiten in der Konstruktion oder kurz- und langwellige Strahlungsabsorption erfasst. Darüber hinaus ist die Simulation von weiteren Eigenschaften eines Bauteils wie zum Beispiel eine integrierte Wandheizung (Quelle) oder belüftete Luftschichten, die sich im Austausch mit Außenluft befinden (typischerweise Senke), möglich. Durch den ständigen Vergleich zwischen gemessenen und berechneten Daten entstand ein zuverlässiges Verfahren zur Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit von Außenwandkonstruktionen. Dieser aktuelle Stand der Technik wird auch durch die derzeitig verfügbaren Normen DIN 4108-3, DIN EN 15026, ANSI/ASHRAE Standard 160 sowie dem WTA-Merkblatt 6-2-01 belegt.

Hintergrundinformationen
Mit derzeit weit über 10.000 Nutzern weltweit und zirka 20 täglichen Downloads der kostenlosen Testversion WUFI® Light 5.0 spricht WUFI® einen umfangreichen Benutzerkreis an – vom Student bis zum erfahrenen Planer oder Gutachter. Diese einschlägig interessierte Zielgruppe arbeitet aktiv mit den, in der WUFI®-Datenbank hinterlegten Materialien, die neben generischen auch kommerzielle Produkte enthält und ständig erweitert wird. Über zehn internationale Kooperationspartner des Fraunhofer IBP, zum Beispiel in Süd- und Osteuropa, Skandinavien oder den USA sorgen für eine Übersetzung der Benutzeroberfläche, sowie für die adäquate Anwendung der Software, entsprechend den nationalen Gegebenheiten wie Architektur, Bauvorschriften, Gesetze oder Normen der einzelnen Länder.

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IBP
Dipl.-Ing. Manfred Kehrer
Tel.: +49(0) 8024/ 643-278, Fax: +49(0) 8024/ 643 - 366
E-Mail: E-Mail

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 451370
 886

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Feuchteschäden auf der Spur – mit der neuen WUFI®-Software“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP

Bild: Neue Version der Fraunhofer IBP-Software WUFI Pro® kommt auf den MarktBild: Neue Version der Fraunhofer IBP-Software WUFI Pro® kommt auf den Markt
Neue Version der Fraunhofer IBP-Software WUFI Pro® kommt auf den Markt
Die am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP entwickelte Berechnungssoftware WUFI® Pro hat sich längst als Standardwerkzeug für die Beurteilung des Feuchteschutzes der Gebäudehülle am Markt etabliert. Am 19. April erscheint die neue Version 6.0 mit vielen optischen und funktionalen Verbesserungen. Mit WUFI® Pro erfolgt die eindimensionale Berechnung des hygrothermischen Verhaltens von Bauteilen im Regelquerschnitt, unter anderem unter Berücksichtigung von Baufeuchte, Schlagregen, solarer Einstrahlung, langwelliger Abstrahlung, Kapillartranspo…
Bild: Neue Personalien am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBPBild: Neue Personalien am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Neue Personalien am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Innerhalb der letzten Wochen hat es am Fraunhofer IBP personelle Veränderungen gegeben. Seit März 2016 ist Prof. Dr. Gunnar Grün neuer stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IBP. Prof. Dr. Hartwig Künzel erhielt am 8. April eine Honorarprofessur an der Universität Stuttgart. Honorarprofessur für Dr. Hartwig M. Künzel Die Universität Stuttgart hat einen neuen Honorarprofessor in ihren Reihen begrüßt. Am 8. April nahm Dr. Hartwig M. Künzel die Ernennungsurkunde von Prof. Dr. Wolfram Ressel, Rektor der Universität, entgegen. Künzel bri…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Planung nach DIN 1946-6Bild: Planung nach DIN 1946-6
Planung nach DIN 1946-6
Aufgrund der heute sehr dichten Gebäudehüllen kann häufig bei üblichem Lüftungsverhalten nicht genügend Frischluft nachströmen. Die Folgen, wie Feuchteschäden, Schimmelbefall und Schadstoffanreicherungen in der Raumluft, sind hinreichend bekannt und stellen inzwischen den größten Schadensposten für die Wohnungswirtschaft dar. Aus diesem Grunde ist die …
Bild: Energiewende an der Fassade
Energiewende an der Fassade
Innovativer Histobran®®-Aerogel-Hochleistungs-Dämmputz ermöglicht energetische Sanierung von Gebäuden unter Denkmalschutz. Vortragsreihe im Februar 2020 ------------------------------ Die jährliche Sanierungsquote im Gebäudebestand stagniert in Deutschland nach wie vor bei einem Prozent. Was aber lässt sich konkret tun, um Millionen ungedämmte Quadratmeter Fassadenfläche in möglichst kurzer Zeit auf Klimaschutzniveau zu bringen? Planer, Techniker und Wissenschaftler setzten sich mit dieser Herausforderung in Fachvorträgen auseinander, zu den…
Bild: Passivhäuser der Zukunft planenBild: Passivhäuser der Zukunft planen
Passivhäuser der Zukunft planen
Passivhäuser sind rund um den Globus auf dem Vormarsch. Dabei muss das Klima der entsprechenden Länder bei dieser speziellen Bauweise berücksichtigt werden. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP hat jetzt in Kooperation mit dem Passive House Institute US (PHIUS) die Planungssoftware WUFI® Passive für Passivhäuser in Nordamerika entwickelt. Grundlage dafür war das am Fraunhofer IBP entwickelte hygrothermische Gebäudesimulationsprogramm WUFI® Plus. Passivhäuser zeichnen sich durch einen extrem niedrigen Energiebedarf aus. Strenge Zertifizi…
Neue Seminartermine zu Themen rund um die Gebäudesanierung
Neue Seminartermine zu Themen rund um die Gebäudesanierung
… informieren. Los geht es am 24. Januar 2012 mit "Nachträglicher Wärmedämmung". Es folgen Schulungen zur Schimmelpilzsanierung, Gebäudeabdichtung und der korrekten Sanierung von Feuchteschäden. Die Schulungen sind eindeutig praktisch orientiert und geben einen ersten Überblick über mögliche Schadensbilder und Sanierungsverfahren. Um Anmeldung unter Tel. 030 …
Aktuelle Studie zeigt: Belästigung durch Trittschall sinkt durch Flächendrainagen spürbar
Aktuelle Studie zeigt: Belästigung durch Trittschall sinkt durch Flächendrainagen spürbar
… Geschäftsführer Walter Gutjahr. Die „eigentliche“ Aufgabe der Flächendrainagen von Gutjahr ist die schnelle und effektive Entwässerung von Belägen. Damit werden Frost- und Feuchteschäden sowie Kalkauslaugungen verhindert, und die Beläge bleiben zeitlos schön. Bis zu +25dB Trittschallverbesserung bei loser Verlegung mit AquaDrain® T+ Der Studie zufolge ist …
Bild: Neue Version der Fraunhofer IBP-Software WUFI Pro® kommt auf den MarktBild: Neue Version der Fraunhofer IBP-Software WUFI Pro® kommt auf den Markt
Neue Version der Fraunhofer IBP-Software WUFI Pro® kommt auf den Markt
Die am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP entwickelte Berechnungssoftware WUFI® Pro hat sich längst als Standardwerkzeug für die Beurteilung des Feuchteschutzes der Gebäudehülle am Markt etabliert. Am 19. April erscheint die neue Version 6.0 mit vielen optischen und funktionalen Verbesserungen. Mit WUFI® Pro erfolgt die eindimensionale Berechnung des hygrothermischen Verhaltens von Bauteilen im Regelquerschnitt, unter anderem unter Berücksichtigung von Baufeuchte, Schlagregen, solarer Einstrahlung, langwelliger Abstrahlung, Kapillartranspo…
»Software im Bau« - Neuheiten aus den digitalen Innovationsschmieden der Fraunhofer-Allianz Bau
»Software im Bau« - Neuheiten aus den digitalen Innovationsschmieden der Fraunhofer-Allianz Bau
München, 08. März 2012. Zu Beginn des 21.Jahrhunderts steht die Bauindustrie vor großen Herausforderungen. Durch die stetig steigenden Ansprüche bei Sicherheit und Nachhaltigkeit und die rasanten technologischen Entwicklungen in der Bauwirtschaft, ist ein effizientes Reagieren auf diese Anforderungen ohne intelligente Softwaresysteme nicht mehr möglich. Daher widmen sich innerhalb der Fraunhofer-Allianz Bau insgesamt sechs Institute den Innovationen im Bereich »Software im Bau«. Spannende Fraunhofer-Themen sind die Softwarefamilie »WUFI« des …
Bild: Mit umfassender Qualifikation gegen 70-80% der BauschädenBild: Mit umfassender Qualifikation gegen 70-80% der Bauschäden
Mit umfassender Qualifikation gegen 70-80% der Bauschäden
Das Öko-Zentrum NRW und die BZB Akademie setzen mit dem Lehrgang „Fachkraft für Sanierung von Feuchteschäden und Schimmel“ einen ganzheitlichen Standard Putzabplatzungen, verminderte Wärmedämmung, Schimmelpilzbefall – nur eine kleine Auswahl von Schäden durch mangelhaften Feuchteschutz, die in der Bauschadensstatistik ganz oben stehen und eine Flut von …
GTÜ: Nutzerfehlverhalten ist für ein Drittel der Schimmelschäden verantwortlich
GTÜ: Nutzerfehlverhalten ist für ein Drittel der Schimmelschäden verantwortlich
… die befragten Sachverständigen. Laut der Untersuchung ist eine wesentliche Ursache eine unzureichende bzw. bereits eine durchschnittliche Fensterlüftung. Weitere Einflussparameter für Feuchteschäden sind bauliche Mängel und Haustierhaltung, aber auch sozioökonomische Variablen. Ist die Wohnung kein Eigentum und der Zimmer-Kopf-Index niedrig, so steigt …
Bild: Fraunhofer Allianz Bau unterstützt den Vizeweltmeister des „Solar Decathlon 2010“
Fraunhofer Allianz Bau unterstützt den Vizeweltmeister des „Solar Decathlon 2010“
Als eines von vier deutschen Teams sicherte sich die Hochschule Rosenheim die Teilnahme am „Solar Decathlon Europe 2010“ in Madrid und belegte dort mit fachlicher Unterstützung der Fraunhofer-Allianz Bau als beste europäische Mannschaft den zweiten Platz. „Wir freuen uns sehr über das gute Abschneiden und möchten das Team um Projektleiter Marcus Wehner beglückwünschen“, sagt Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Bau und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP. Seit dem 24. Juli 2010 ist das Plus-Energie-Haus der…
Sie lesen gerade: Feuchteschäden auf der Spur – mit der neuen WUFI®-Software