(openPR) Studie zeigt: Einem Drittel der mit Breitband unterversorgten Gemeinden stehen Fördermittel zu
Der Anschluss an die Breitbandinfrastruktur ist heute ein wichtiger Standortfaktor und entscheidend für die Attraktivität des ländlichen Raumes. Laut einer aktuellen Studie der Managementberatung Mücke, Sturm & Company haben etwa vier bis sechs Millionen Haushalte in Deutschland keinen Zugang zu Breitbandinternet – das sind 15 Prozent der Gesamtbevölkerung. Dabei sind rund ein Drittel der unterversorgten Gemeinden förderungswürdig und könnten mit den Subventionierungsprogrammen von Bund und Ländern ihre Bürger ausreichend für den heutigen Breitbandbedarf ausstatten. „Obwohl etwa 90 Prozent der unterversorgten Gemeinden eine Breitbandförderung bis 2015 planen, haben bisher weniger als fünf Prozent Pilotprojekte gestartet. Dabei lässt sich die flächendeckende Erschließung sehr zeitnah durchführen – sobald die Finanzierung durch Fördermittel gesichert ist“, erklärt Patrick Sturm, Geschäftsführer der Münchner Managementberatung. Die Studie „Breitband im ländlichen Raum“ basiert auf einer Umfrage unter 250 Gemeindevertretern.
Gemeinden unter Druck: Die Breitbandnachfrage steigt stetig an
Eine schnelle Internetverbindung ist vor allem für private Haushalte beim Surfen und für Gewerbebetriebe beim Austausch großer Datenpakete von essentieller Bedeutung. Derzeit liegt der Anteil der Breitbandpenetration bei 57 Prozent. Bis 2015 lässt sich ein Anstieg der Breitbandnachfrage bei den deutschen Haushalten um weitere 16 Prozentpunkte prognostizieren. Mit den geplanten Ausgaben der Gemeinden sind heute nur 17 Prozent, bis 2015 nur 26 Prozent der Haushalte erreichbar – die Breitbandlücke wird also weiter wachsen.
Die Gemeinden haben die Dringlichkeit des Breitbandausbaus erkannt. Ohne das Angebot einer schnellen Internetverbindung drohen ihnen unter Umständen Abwanderung, Arbeitsplatzschwund und damit wirtschaftliche Schwierigkeiten. So ist für drei Viertel der befragten Gemeinden der Standortwettbewerb ausschlaggebend für ihr Interesse am Breitbandausbau.
Ein Drittel der befragten Gemeinden wäre sogar zur eigenfinanzierten Anbindung wirtschaftlich nicht rentabler Gebiete bereit. Trotz allem guten Willen und Engagement sind die Gemeinden ohne Fördermaßnahmen nicht in der Lage, alle Haushalte mit Breitband zu versorgen. Subventionierungsprogramme von Bund und Ländern unterstützen die Gemeinden in ihrem Engagement mit maximal 500.000 Euro pro Einzelvorhaben. Die Gemeinden müssen dazu einen Nachweis der Förderwürdigkeit erbringen. In Betrachtung aller Bedingungen erweist sich fast ein Viertel der Gemeinden als sofort förderungswürdig.
Über die Hälfte der Gemeinden können bis zu 100.000 Euro für die Erschließung aufbringen. Kommen die möglichen Subventionszuschüsse dazu, so würden bei vielen Gemeinden die vollständigen Erschließungskosten abgedeckt werden. „Unter Verwendung der Breitbandtechnik und mit Hilfe der Fördermöglichkeiten durch die Regierung kann demnach nahezu eine Garantie für flächendeckende Breitbandanbindung gegeben werden“, macht Patrick Sturm deutlich.
EWE TEL – ein Beispiel, das zeigt was möglich ist
Das regionale Telekommunikationsunternehmen EWE TEL (Oldenburg) hat den Zuschlag für den Breitbandausbau im Cluster „Nordwestniedersachsen und Küste“ erhalten. Das Gebiet umfasst insgesamt neun Kreise, für die das Land gebündelt eine Fördersumme in Höhe von insgesamt zwölf Millionen Euro erhält. Damit sollen unterversorgte Gebiete besser an das Internet angeschlossen werden. EWE TEL wird in den Ausbau über 24 Millionen Euro investieren. Bis Ende 2011 sollen über 40.000 bisher nicht ausreichend versorgte Haushalte mit mindestens zwei Mbit/s versorgt werden. Die Erfahrung von EWE TEL in bereits ausgebauten Gebieten zeigt: Für die Mehrheit der Kunden wird dieser Wert um ein Vielfaches übertroffen – mehr als 80 Prozent surfen mit mehr als 16 Mbits/s – der heute schnellsten DSL-Verbindung.















