(openPR) Das Projekt „MedMobil“ bietet den Menschen in Stuttgart medizinische Grundversorgung ohne bürokratische Hürden. Es feiert diesen Monat einjähriges Bestehen. In dieser Zeit war das MedMobil über 197 Mal im Einsatz. Es wurden knapp 370 Menschen behandelt, davon 39% Frauen und 61% Männer. Insgesamt wurden über 2800 medizinische und präventive Maßnahmen geleistet.
Das Projekt MedMobil bietet kostenlos medizinische Versorgung und soziale Beratung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. In einem Behandlungsbus suchen medizinische und sozialpädagogische Fachkräfte bis zu neun Mal in der Woche Tagesstätten für wohnungslose Menschen sowie öffentliche Plätze auf, wo sich Menschen in prekären Lebenssituationen aufhalten. Auch vier Tagesstätten mit speziellen Angeboten für Frauen und junge Menschen unter 25 Jahren, arme und wohnungslose Menschen werden angefahren. Ziel ist es, unbürokratisch zu helfen, die gesundheitliche Versorgung zu verbessern und den Zugang ins reguläre Hilfesystem zu vermitteln
Die Maßnahmen bestanden in den letzten 12 Monaten hauptsächlich aus medizinischen Leistungen wie Untersuchungen, Wundversorgungen und die Vermittlungen an Fachärztinnen und -ärzte und Krankenhäuser sowie präventiven Maßnahmen wie Beratung, Kondomvergabe oder Ausgabe von Infomaterialien. Daneben besteht das Angebot für soziale Beratung und Orientierungshilfe bei schwierigen Problemen und Fragestellungen. Das medizinische Team besteht aus sieben ehrenamtlich arbeitenden Ärztinnen und Ärzten und acht Krankenschwestern und -pflegern sowie zwei Sozialarbeiterinnen von Ärzte der Welt und von der Ambulanten Hilfe Stuttgart e.V.
Iris Scherrenbacher, Projektkoordinatorin von Ärzte der Welt, ist stolz über den Erfolg und erklärt: „Die Zahlen sprechen für sich - das MedMobil ist für die medizinische Versorgung von armen und wohnungslosen Menschen in Stuttgart und besonders für Menschen ohne Versicherungsschutz eine wichtige Anlaufstelle.“, und führt weiter aus „MedMobil ist eine unmittelbare Dienstleistung, aus der die Patientinnen und Patienten sofort Nutzen ziehen können. Denn oft werden während der medizinischen Betreuung auch andere Probleme, wie z.B. Sucht, drohende Wohnungslosigkeit oder Schulden von den Menschen angesprochen. Darauf kann dann auch gleich reagiert werden, indem bei Bedarf an eine andere Hilfseinrichtung weitervermittelt wird.“
Das Projekt MedMobil ist eine Kooperation von Ärzte der Welt, der Ambulanten Hilfe, der Landeshauptstadt Stuttgart, dem Caritasverband Stuttgart, der Evangelischen Gesellschaft, der Sozialberatung Stuttgart und dem Sozialdienst katholischer Frauen.
Mehr Informationen findet man unter www.aerztederwelt.org/projekte/medmobil-stuttgart.html und www.ambulantehilfestuttgart.de









