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PET/CT: Hightech-Gerät spürt Tumore auf

07.07.201008:04 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Kassel. Das präzise Aufspüren von Tumoren und Metastasen ermöglicht ein neues, in Nordhessen einmaliges Großgerät im Zentrum für medizinische Versorgung (ZMV) des Klinikum Kassel: Ein PET/CT, eine Kombination aus Positronen-Emissions-Tomograph (PET) und Computertomograph (CT). Damit steht am Klinikum Kassel eines der modernsten Diagnoseverfahren in der Onkologie zu Verfügung.



Mit der Positronen-Emissions-Tomographie, einem nuklearmedizinischen Verfahren, lässt sich der Stoffwechsel von Zellen darstellen. Kranke Zellen, beispielsweise von Tumoren und Metastasen, haben einen erhöhten Stoffwechsel und unterscheiden sich deutlich von gesundem Gewebe. „Mit einer Untersuchung im PET können wir Tumoren und Metastasen bereits ab vier Millimetern Durchmesser erkennen“, erläutert Dr. Knut Liepe, ärztlicher Leiter des Bereichs Nuklearmedizin im ZMV. „Es verbessert deutlich die Unterscheidung zwischen gesundem Gewebe, Narben nach Therapie und Tumorgewebe – ohne Gewebeproben entnehmen zu müssen.“ Die Untersuchung im Computertomographen liefert hingegen Aussagen über die Lage und die Größe eines Tumors oder eines anderen Krankheitsherdes. Mit der Kombination von PET und CT können also kranke Zellen in nur einer Untersuchung sowohl erkannt als auch genau lokalisiert werden.

„Für das Klinikum Kassel und das hier angesiedelte Tumorzentrum stellt der PET/CT eine wichtige Ergänzung der diagnostischen Möglichkeiten dar“, so Liepe. Insbesondere bei Patienten mit Tumoren in Lunge, Brust, Darm oder im HNO-Bereich sowie Lymphom- und Melanom-Patienten könne eine PET/CT sinnvoll sein. Zum einen geht es darum, bei Tumorpatienten einen Lymphknotenbefall sowie Metastasen auszuschließen, um die Therapie zu optimieren und Operationen zu vermeiden. Zum anderen lässt sich mit einem PET/CT die Wirkung einer Chemo- oder Strahlentherapie sehr gut kontrollieren. Liepe: „Es zeigt sich bereits nach zwei Wochen, ob ein Tumor auf die Therapie anspricht. Bei der ansonsten üblichen Computertomographie entdeckt man eine Verkleinerung erst nach drei Monaten.“

Neben den onkologischen Fragen dient das PET/CT auch zur Abklärung von unklaren Fiebererkrankungen sowie zur Diagnose von kardiologischen und neurologischen Erkrankungen.

Die Untersuchung im PET/CT dauert 20-30 Minuten, einschließlich Vorbereitung etwa zwei Stunden. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Untersuchung bei Lungenkrebspatienten, ansonsten ist die Kostenübernahme gesondert zu beantragen.

Die Bereitstellung des über eine Million Euro teuren PET/CT erfolgte im Rahmen der 2008 begründeten Technologiepartnerschaft zwischen der Gesundheit Nordhessen (GNH) und GE Healthcare. Dabei wurde GE Healthcare beauftragt, die radiologischen Systeme in allen GNH-Kliniken zur Verfügung zu stellen und zu bewirtschaften. In Umbauten für das PET/CT wurden zudem fast 600.000 Euro investiert.

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