(openPR) Die Bundesbegegnung Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis in Bingen war ein voller Erfolg
„Und das Schönste war, dass wirklich alle etwas gewonnen haben“, konstatierte der Leiter der Big Band des Albert Einstein Gymnasiums aus Böblingen, Johannes Stephan, nach der Preisverleihung. Die Öffnung der „Bundesbegegnung Jugend jazzt“ auch für die großen Jazzorchester, die durch die gemeinsame Verleihung mit dem Škoda Jazzpreis und damit der Unterstützung des Autobauers möglich geworden war, war nicht nur deshalb ein voller Erfolg.
Aus 14 Bundesländern waren die besten Jugendbigbands nach Bingen an den Rhein gekommen, die sich gegen insgesamt ca. 200 Wettbewerber bundesweit durchgesetzt hatten. Sie präsentierten vor einer kompetenten Jury aus Hochschulprofessoren, Jazzmusikern und -journalisten neuneinhalb Stunden lang im Stefan George-Gymnasium ihre Spielkunst und -freude. Im steten Wechsel zwischen zwei voll besetzten Sälen in zwei Gebäuden spielten die Bands trotz der sommerlichen Hitze ein frisches hochwertiges Programm zwischen „Standards“ und Werken zeitgenössischer Komponisten. Ganz im Sinne der vom Deutschen Musikrat initiierten „Bundesbegegnung“ bestand ein Großteil der Zuhörerschaft aus den aufmerksamen Mitgliedern der teilnehmenden Jazzorchester, die jedes Solo und jedes Stück mit viel Applaus bedachten.
Vom Niveau der sechs Finalisten, die aus Gymnasien, Musikgymnasien, Musikschulen oder Musikvereinen kamen, war nicht nur Juror Tom Gäbel beeindruckt. Im fast restlos gefüllten großen Saal des Rheintal Kongress-Zentrums feierte das Publikum begeistert die jungen Musiker. Schließlich wurden bei der Preisverleihung dann alle teilnehmenden Big Bands für ihren Einsatz belohnt. Die Leiter der drei besten Bands erhielten aus den Händen von Tom Gäbel, Till Brönner und Gisela Herbolzheimer, die im Namen ihres erst kürzlich verstorbenen Mannes ergriffen erklärte, dass Till Brönner ein würdiger Nachfolger für den Peter Herbolzheimer Workshop sei, den Škoda Jazzpreis. Die strahlenden Sieger des Yellow Tone Orchestras aus Montabaur (Rheinland Pfalz), des Gymnasiums Berenbostel (Niedersachsen) und der IKS Swing Kids aus Rüsselsheim (Hessen) fielen sich laut jubelnd um den Hals.
Auch die Musiker der anderen Bands freuten sich über ihre Förderpreise, die die LAG Jazz Rheinland Pfalz, das Land Rheinland-Pfalz, die Deutsche Jazz Föderation, die Stadt Bingen und der Deutsche Musikrat verliehen. Dr. Christoph Ludewig von Škoda stiftete darüber hinaus spontan einen Sonderpreis an die Band „JayJayBeCe“ aus Berlin für die Interpretation ausschließlich zeitgenössischer Musik. Hinzu kam für alle Bands ein mit 150 Euro dotierter Notenpreis, gefördert vom Kurt Maas Notenversand. Besonders aber strahlte der Bassposaunist Maximilian Schrag aus Wertingen (Bayern), der ein Stipendium für das Bundesjazzorchester gewann.
„Jugend Big Bands haben in der heutigen Zeit mit der Zunahme der Ganztagsschulen eine immer größere Bedeutung. Sie vermitteln in besonderer Weise eine ursprüngliche Lebensfreude. Die Bundesbegegnung Jugend jazzt wird hoffentlich motivierend auf die schätzungsweise 20.000 Schüler wirken, die in Deutschland in Jazzorchestern musizieren“, so Martin Maria Krüger, der Präsident des Deutschen Musikrates. Der von der Bühne ausgesprochene Dank mehrerer Big Band Leiter und natürlich die Begeisterung der jungen teilnehmenden Musiker bestätigen die Einschätzung, wie wichtig die musikalische Jugendarbeit an dieser Stelle ist. Und auch Till Brönner, der von 1988 bis 1991 im Bundesjazzorchester spielte, betonte in einem Kurzinterview in der Umbaupause, „ohne Institutionen wie diese wäre ich heute nicht da, wo ich bin“.
Vom 22. bis 26. Juni 2011 messen sich wieder Jazzensembles im Wettstreit der „Bundesbegegnung Jugend jazzt“, diesmal in Dortmund. In 2012 folgt dann erneut „Jugend jazzt für Jazzorchester mit dem Škoda Jazzpreis“.
Finanziell ermöglicht wird diese für die junge Jazzszene sehr bedeutsame Veranstaltung im Wesentlichen durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den Deutschlandfunk und durch die Škoda Auto Deutschland GmbH.
Mehr Informationen zu Jugend jazzt 2010, den Preisen und Preisträgern, den Juroren, den Bands sowie Bildmaterial finden Sie unter www.jugendjazzt.de.













