(openPR) Die Aufarbeitung der DDR – Geschichte auf der Theaterbühne hat gerade erst begonnen. Das Ensemble DramaVision erzählt in „Grüne Grenze“ die wahre Geschichte des Wolfgang Riedel, der mehrfach illegal versuchte die DDR zu verlassen und auf abenteuerlichen Wegen endlich sein Vorhaben verwirklichte. Grundlage dieser Inszenierung sind die Erinnerungen von Wolfgang Riedel, seine Stasi-Akten und Gerichtsurteile. Der dreiteilige Theaterabend erzählt die Ereignisse zwischen 1964 und 1977. Die Atmosphäre jener Zeit wird heraufbeschworen und erscheint plötzlich wieder zum Greifen nah. Die entschlossenen, manchmal wahnwitzigen Fluchtversuche werden nach ihren tiefsten Motiven und auf ihre Folgen hin untersucht. Grüne Grenze beschreibt den Übergang zwischen individueller Erinnerung und deutsch – deutscher Geschichte.
Erarbeitet und geprobt wurde das Theaterstück seit Herbst 2009 im Soziokulturellem Zentrum „Die VILLA“. Hier konnten die Ensemblemitglieder mit dem Flüchtling Riedel in Kontakt treten und persönliche Bezüge zur Vergangenheit finden. Unter der Leitung des Dramaturgen und Theaterpädagogen Matthias Schluttig entwickeln arbeitslose Jugendliche Texte, Bühnenbilder und Inszenierungen. Die intensiven Bemühungen und Erfolge sind für die Theaterenthusiasten ein guter Grund das Projekt fortzusetzen. „Ein so unmittelbares Erfolgserlebnis, wie es die Bühne ermöglicht, fördert das Selbstvertrauen“ so Matthias Schluttig.
Zu sehen sind Schauspieler ab dem 28. Juni täglich ab 19:00 Uhr im Freizeitpark Rabet in der Eisenbahnstraße. Die letzte Vorstellung findet am 10. Juli statt.









