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Mikrofinanzierung – „Eine Chance, aber kein Geschenk“

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(openPR) Am Donnerstag, 24. Juni 2010, kamen im Rahmen der BEST EXCELLENCE-Veranstaltung „Mikrofinanzierung – Neue Finanzierungswege zum Unternehmensstart“ in der Fachhochschule Frankfurt am Main Experten der Frankfurt School of Finance & Management, der Wirtschaftsförderung Frankfurt und des KIZ Offenbach mit Jungunternehmern zusammen, um sich über die Möglichkeiten der Mikrofinanzierung in Deutschland, darunter insbesondere den Frankfurter Gründerfonds, auszutauschen. Die Kernbotschaft der Referenten: Mikrokredite sind ein attraktives Finanzinstrument und stellen für viele Gründer die letzte Chance dar, ein Geschenk sind sie jedoch nicht!


Mit dem Mikrokreditfonds Deutschland haben Bund und EU eine attraktive Finanzierungshilfe für Gründer und junge Unternehmer geschaffen. Ursprünglich als Finanzinstrument in der Entwicklungspolitik konzipiert, hat die Idee der Mikrokreditvergabe inzwischen auch die deutsche Unternehmenslandschaft erreicht. Vielen Gründern hierzulande würde ein Startkapital von wenigen tausend Euro ausreichen, um ihr eigenes Unternehmen auf den Weg zu bringen. Doch die Banken zeigen sich in diesem Segment aufgrund der niedrigen Leihbeträge und entsprechend geringen Renditen zurückhaltend. Der im Januar 2010 aufgelegte Mikrokreditfonds mit einem Gesamtvolumen von rund 100 Millionen Euro und einem Netz von Mikrofinanzinstituten vor Ort soll diese Bedarfslücke schließen.
Speziell für den Raum Frankfurt hat die Wirtschaftsförderung Frankfurt in Zusammenarbeit mit der ConCap Connective Capital GmbH, einer Tochtergesellschaft der Frankfurt School of Finance & Management, sowie der Bürgschaftsbank Hessen und weiteren Partnerbanken zum 15. Juni 2010 den Frankfurter Gründerfonds gestartet. Ausgestattet mit einem Gesamtvolumen von zunächst je 750.000 Euro für die Jahre 2010 und 2011 soll er Gründungsunternehmen mit Sitz in Frankfurt durch Bürgschaften den Zugang zu Bankkrediten bis 50.000 Euro erleichtern.
Susanne Feser, Projektkoordinatorin des International Advisory Services der Frankfurt School of Finance & Management gGmbH, gab in ihrem Einführungsvortrag einen Überblick über die Entwicklung der Mikrofinanzierung in Deutschland und erläuterte das Kreditvergabe-Verfahren des Deutschen Mikrofinanzfonds. Im Auftrag der Wirtschaftsförderung hatte die Frankfurt School im Jahr 2009 die „Mikrofinanzstudie Frankfurt“ durchgeführt, die den Bedarf nach einem ergänzenden Finanzierungsangebot für Kleingründer ermittelte. Basierend auf den Ergebnissen der Bedarfsanalyse wurde der „Frankfurter Gründerfonds“ entwickelt.
Dieser wurde im Anschluss von Doris Brelowski, Leiterin Existenzgründungsprojekte der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, ausführlich vorgestellt. Sie unterstrich den neuartigen Ansatz des Frankfurter Gründerfonds, bei dem die Unterlagen der Kreditinteressenten vor der Weiterleitung an die kreditvergebende Bank durch ConCap und die Bürgschaftsbank Hessen geprüft werden und im Folgenden eine regelmäßige quartalsweise Überprüfung der Geschäftszahlen stattfindet. Hiervon profitierten sowohl die Banken, da ihnen keine Prüfkosten entstünden, als auch die Gründer, da sie auf diesem Weg Zugang zu Bankkrediten erhielten.
Als Vertreterin eines Mikrofinanzinstituts, die erste Anlaufstelle für Gründer bei einer Förderung durch den Mikrokreditfonds, stellte Elisabeth Neumann, Geschäftsleiterin Mikrofinanzierung im KIZ Offenbach, die Struktur der Mikrofinanzdienstleister in Deutschland dar und zeigte relevante Kriterien und Anforderungen an Gründer für eine Kreditvergabe auf. Hierbei hob sie die Bedeutung der Unternehmerpersönlichkeit sowie die Notwendigkeit einer intensiven und ehrlichen Kommunikation mit dem Mikrofinanzinstitut hervor. „Selbst ein Schufa-Eintrag ist kein K.O.-Kriterium, wenn er begründet werden kann und der Kunde nachweist, dass er seine Verbindlichkeiten zuverlässig bedient.“
Abgerundet wurde der Abend durch einen Praxisvortrag des Unternehmensgründers Max Schaubert. Der lizensierte RE/MAX-Immobilienmakler aus Bad Soden hatte Anfang 2010 über das KIZ Offenbach einen Mikrokredit erhalten, um zum Start in die Selbständigkeit mit dem notwendigen Büro- und Marketingmaterial ausgestattet zu sein. Mittlerweile hat er in der Branche Fuß gefasst und kann den Kredit problemlos tilgen.
Partner der Veranstaltung waren die Fachhochschule Frankfurt am Main/Institut für Entrepreneurship, die KfW-Mittelstandsbank, die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und die Wirtschaftsjunioren Frankfurt am Main.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zu BEST EXCELLENCE erhalten Sie bei Simone Kuczynski, BEST EXCELLENCE im F.A.Z.-Institut, Innovationsprojekte, Mainzer Landstraße 199, 60326 Frankfurt am Main, Telefon: (0 69) 75 91-15 64, Fax: -23 01, E-Mail: E-Mail, Internet: www.best-excellence.de.

Anmerkung: Die Gründungsinitiative BEST EXCELLENCE im F.A.Z.-Institut, Innovationsprojekte bietet ganzheitliche Betreuung für Unternehmensgründer aus den Bereichen schnell wachsende Technologien und Dienstleistungen. Hauptsponsoren sind das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Kofinanziert durch: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Projektträger ist das F.A.Z.-Institut, Innovationsprojekte.

Juni 2010

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