(openPR) Mehrfamilienhäuser profitieren doppelt -
23.06.2010, Münster (LBS). Bis Ende März wurden in Nordrhein-Westfalen 7.994 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt. Das sind gut zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings profitieren von dieser Erholung vor allem Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. LBS-Immobilienexperte Dr. Christian Schröder: „Anleger investieren vor allem in den Zentren, dort wo auch viele Selbstnutzer eine Eigentumswohnung suchen.“
Die Baugenehmigungen für Etagenwohnungen legten im Frühjahr um über 36 Prozent zu. Insbesondere die Anleger haben die solide Rendite der vermieteten Wohnimmobilie wiederentdeckt. Zunächst wurde der Markt für gute gebrauchte Mehrfamilienhäuser so gut wie leergekauft. Jetzt wird in kleinere Neubauanlagen in zentrumsnaher Lage investiert. Im vergangenen Jahr wurden in NRW nur noch 15.000 Etagenwohnungen neu gebaut, der Nachholbedarf ist groß.
Häufig handelt es sich dabei auch um Ersatz für schlecht isolierte, dunkle Nachkriegswohnungen. Weil Grundstücke in den Zentren rar und teuer sind, werden häufig auch Dachgeschosse ausgebaut oder Gewerbebauten umgenutzt. Das zeige, dass Nachhaltigkeit statt schneller Rendite gefragt sei, so Schröder.
Der Trend zur Etagenwohnung spiegelt den Wunsch vor allem jüngerer Singles und Paare wider, in Ortskernen mit guter Infrastruktur zu leben. Hier ziehen die Mieten bereits deutlich an.
Familien suchen deshalb häufig bezahlbare Einfamilienhäuser in ruhigeren Lagen. Durch Erbfälle und Generationswechsel finden sie ein großes Angebot auf dem Gebrauchtmarkt. Jahr für Jahr wechseln 80.000 Eigenheime den Besitzer. Ein Neubau ist bis zu 25 Prozent teurer als ein Haus aus zweiter Hand – Renovierungskosten bereits eingerechnet. Die Folge: Im vergangenen Jahr wurden in NRW nur noch 17.000 Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern gebaut, vor 5 Jahren waren es noch mehr als doppelt so viele.











