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Brennpunkt G 685

22.06.201013:19 UhrIT, New Media & Software
Bild: Brennpunkt G 685
Klaus Nitschke, Bereichsleiter IS-U/CRM bei der cormeta ag:
Klaus Nitschke, Bereichsleiter IS-U/CRM bei der cormeta ag: "Unsere G 685-Software zeigt, dass wir die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Versorgungsunternehmen verstehen."

(openPR) Ettlingen, 22. Juni 2010 - Die cormeta ag erweitert ihr mittelstandsgerechtes IT-Angebot für Versorgungsunternehmen (EVU): Ab sofort bietet der erfahrene SAP-Partner eine Software zur thermischen Erdgasabrechnung nach G 685 an. Die Lösung berücksichtigt die Anforderungen sowohl der Netzbetreiber als auch der Lieferanten. Konkret heißt das: Der Netzbetreiber erfasst für einen bestimmten Zeitraum die Zählerstände, ermittelt die dazugehörigen Brennwerte und Zustandszahlen des Erdgases und sendet sie zusammen mit dem Ableseergebnis im Edifact-Format (MSCONS) an den jeweiligen Lieferanten. Dort werden die Daten aus der MSCONS-Nachricht automatisch in das Abrechnungssystem (IS-U) übernommen und der jeweiligen Zeitscheibe zugeordnet. Die Lösung berücksichtigt Zwischenablesungen und Turnusablesungen, die entsprechenden Ablesezeiträume werden klar abgegrenzt.



Zum Verständnis: Die Verordnung G 685 des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) schreibt vor, dass die in Kubikmeter abgelesene Gasverbrauchsmenge umgerechnet wird in die entsprechende thermische Energiemenge, angegeben in Kilowattstunden. Gleichzeitig verpflichtet sie die Netzbetreiber, die für die Abrechnung notwendigen Daten (Verbrauchsvolumen, Zustandszahl und Brennwert) vor der endgültigen Rechnungsstellung an den Endverbraucher an alle Lieferanten zu übermitteln, immer bezogen auf eine bestimmte Ableseperiode. Auf diese Weise soll eine transparente und einheitliche Berechnungsgrundlage geschaffen werden, damit die Energiemengenermittlung beim Lieferanten und beim Netzbetreiber zu identischen Ergebnissen führt. Außerdem sind Brennwert und Zustandszahl über die sogenannten OBIS-Zahlen zu kennzeichnen. G 685 ändert den gesamten Prozess der Rechnungslegung, denn vor der Abrechnung gegenüber dem Endkunden hat die Verbrauchsermittlung und Umwertung zu erfolgen, anschließend müssen die Gasdaten dem jeweiligen Ablesezeitraum zugeordnet und gespeichert werden.

Fehlende Brennwerte werden ergänzt

Die G 685-Lösung der cormeta ag lässt sich nahtlos in SAP IS-U integrieren, benötigt nur wenige Anpassungen und ist dadurch schnell zu implementieren; durchschnittlich zehn Tage dauert die Einführung, wenn beide Rollen abgedeckt werden sollen. Das Produkt wird als Pflegevertrag immer für zwei Jahre angeboten. Darin eingeschlossen ist die Anpassung an neue, von der Bundesnetzagentur geforderte MSCONS-Versionen; ebenso Änderungen innerhalb der G 685. Versorgungsunternehmen profitieren dadurch von einer langfristigen Planungssicherheit.

Ein weiterer Vorteil: Die cormeta-Lösung berücksichtigt bei der Brennwertermittlung auch verzögerte Meldungen des Einspeisebrennwertes, bezogen auf das Ablesedatum gemäß G 685. Hintergrund ist, dass der Brennwert zu einem bestimmten Stichtag und Zählwerk nicht sofort ermittelt werden kann, weil beispielsweise der Einspeisebrennwert des Vorlieferanten zum Zeitpunkt der Zählerstandserfassung noch nicht vorliegt. Der Netzbetreiber darf aber nur vollständige Daten versenden, sodass ein Nachversand der fehlenden Brennwerte nötig ist. Generell ist die Ermittlung des richtigen Abrechnungsbrennwertes äußerst komplex, da sie zählpunktscharf in Abhängigkeit zur vorherigen Ablesung zu erfolgen hat. Die cormeta-Lösung ermittelt die fehlenden Brennwerte, indem sie die Zeitspanne für die Ermittlung des Abrechnungsbrennwertes gemäß der technischen Regeln des Arbeitsblatt des DVGW G685 berücksichtigt. "Das neue Angebot zeigt, dass wir die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Versorgungsunternehmen verstehen. Sie benötigen schlanke, praxistaugliche Lösungen, die sofort einsetzbar sind und mit denen sich die komplexen Auflagen in der Versorgungswirtschaft kostengünstig umsetzen lassen", erläutert Klaus Nitschke, Bereichsleiter Geschäftsbereich IS-U/CRM bei der cormeta ag.

Hintergrund:

Energieversorgungsunternehmen sind dazu verpflichtet, ihre Gasabrechnung nach den Regelungen des Arbeitsblattes G 685 umzusetzen. Danach muss die in Kubikmeter gemessene Verbrauchsmenge (Vb) umgerechnet werden in die entsprechende thermische Energiemenge (E) einheitlich nach einer festgelegten Formel: Betriebsvolumen (Vb) x Zustandszahl (Z) x Brennwert (Hs) - siehe dazu auch Glossar. Ziel ist eine transparente und einheitliche Berechnungsgrundlage unter Berücksichtigung der starken Druck- und Temperaturabhängigkeit des Gasvolumens, der Messung in Betriebsvolumen und der Abrechnung in thermischer Energiemenge.

Die G 685-Regelungen nehmen vor allem die Verteilnetzbetreiber in die Pflicht: Sie haben seit 1. Januar 2010 an alle Lieferanten Zustandszahl, Brennwert und Ableseergebnis, bezogen auf die jeweilige Ableseperiode, zu senden und zu speichern.

Glossar:

Erdgasverbrauch
Ein geeichter Gaszähler misst das Betriebsvolumen (Vb) des durchfließenden Erdgases in Kubikmeter für eine bestimmte Abrechnungsperiode (in der Regel ein Jahr). Für die Abrechnung relevant sind jedoch die verbrauchten Kilowattstunden. Für die Umrechnung wird die Anzahl der Kubikmeter mit der Zustandszahl und dem Brennwert des Erdgases multipliziert (Ermittlung der thermischen Energiemenge).

Zustandszahl
Beim Erdgas wird zwischen dem Normzustand und dem Betriebszustand unterschieden. Letzterer ist der Zustand des Erdgases im Zähler, abhängig von Druck und Temperatur des Gases. Zur Abrechnung der verbrauchten Erdgasmengen muss daher der Betriebszustand des Erdgases auf den Normzustand umgerechnet werden. Dieser beträgt 0 Grad Celsius (Normtemperatur) und 1.013,25 Millibar (Normdruck). Die Zustandszahl (Z) beschreibt das Verhältnis vom abrechnungsrelevanten Normvolumen (Vn) zum gemessenen Betriebsvolumen (Vb) des Erdgases und wird immer kundenspezifisch ermittelt. Grundsätzlich wurde deutschlandweit eine Abrechnungstemperatur von 15 Grad Celsius für Gaszähler ohne Temperaturumwertung festgelegt, sofern der übergebene Druck beim Kunden kleiner als 1.000 Millibar ist und die stündliche Menge von 400 Kubikmetern nicht übersteigt. Maßgebend für den zu verwendenden mittleren Luftdruck ist die geodätische Höhe des installierten Zählers beim Kunden.

Abrechnungsbrennwert
Da Erdgas ein Naturprodukt ist, unterliegt es je nach Förderquelle leichten Schwankungen in der Zusammensetzung und damit auch im Energiegehalt (Brennwert). Der Brennwert des gelieferten Erdgases wird mit geeichten Brennwertmessgeräten an der jeweiligen Übergabestelle in das Erdgasverteilungsnetz ermittelt. Die Gasbeschaffenheit ist damit unabhängig vom gewählten Lieferanten des Kunden. Der Brennwert von Erdgas kann zwischen 8,4 und 13,1 kWh pro Kubikmeter schwanken.

Der Brennwert (Hs) ist die Wärmemenge, die bei vollständiger Verbrennung eines bestimmten Gasvolumens frei werden würde, wobei der Druck konstant bleibt. Der Brennwert für den jeweiligen Abrechnungszeitraum wird aktuell und verbraucherspezifisch ermittelt. Daher gibt es keinen einheitlichen Brennwert für alle Kunden.

Sowohl Zustandszahl als auch Brennwert zählen immer rückwirkend. Wenn beispielsweise für den Zeitraum vom 1. Januar bis 1. April abgerechnet wird, dann werden die am Stichtag 1.4. gültigen Werte der Rechnung zu Grunde gelegt. Analog gelten für den Nachfolgezeitraum 1.4. bis 31.12. Brennwert und Zustandszahl, die am Jahresultimo ermittelt wurden.

OBIS-Kennzahlen
Zur eindeutigen Identifizierung von Messwerten (Energiemengen, Zählerstände) verwenden Energieversorger das sogenannte OBIS-System (Object Identification System). Die Kennzahlen werden in verschiedenen Edifact-Nachrichten wie MSCONS (Lastgang- und Zählerdaten) und UTILMD (Stammdaten der Verbraucher) verwendet. Edifact ist ein von der Bundesnetzagentur festgelegtes standardisiertes Format für den elektronischen Datenaustausch zwischen Energieversorgern (Lieferanten, Netzbetreiber).

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