(openPR) Jammernde Räuber und jauchzende Kinder
Ronja Räubertochter feiert begeisternde Premiere
bei den Clingenburg Festspielen
Mit einem gewaltigen Getöse beginnt die Premierenvorstellung am Donnerstag, 10. Juni 2010, bei den Clingenburg Festspielen in Klingenberg am Main. Es kracht, raucht und donnert, als just zur Geburt von „Ronja Räubertochter“ der Blitz in die Mattisburg einschlägt und diese in zwei Hälften teilt. Damit beginnt eine spannende Geschichte um Freundschaft und die Schwierigkeiten, Erwachsen zu werden.
Die Geschichte von „Ronja Räubertochter“ basiert auf dem gleich-namigen Buch von Astrid Lindgren. „Wir haben das Schauspiel stark verdichtet“ so Regisseur Hans Hirschmüller, „und wollen die Räuber durch Maske und Kostüme nicht böse, sondern in einem gewissen Sinn gutmütig und lustig wirken lassen. Man sieht zum Beispiel jammernde Räuber in langen Unterhosen. Die Kinder merken sofort, dass sich hinter den vermeintlich starken Räubern wahre ‚Hosenschisser‘ verbergen.“
Die eigentliche Handlung beginnt schnell: Nachdem Lovis (Tanja Arenberg) mit ihrem Gesang und Mattis (Daniel Kersten) mit seinem Gepolter für Ruhe unter den Kinder und Räubern sorgen, wird Ronja (Monika Sobetzko) in jener Gewitternacht geboren. Nach einem Zeitsprung von zwölf Jahren geht die Geschichte so richtig los. Rumpelwichte, Graugnomen und Grausedruden haben es auf „das Menschlein“ abgesehen. Dazwischen erscheinen immer wieder die schimpfenden, fluchenden Räuber und singen ihre Räuberlieder, bei denen ordentlich „gefurzt und gerülpst“ werden darf – zum Vergnügen der kleinen Zuschauer.
Dann kommt Birk auf die Bühne – modern mit roter Punkfrisur, selbstbewusst und keck verkörpert Johannes Schedl sehr überzeu-gend den Teenager, der dabei ist, sich von seinen Eltern abzuna-beln. Auch Ronja emanzipiert sich von ihrem Vater. Anfangs himmelt sie ihn noch an, im Laufe des Stückes begreift sie, dass er als Räuber anderen Menschen etwas wegnimmt, was ihm nicht gehört.
Dieser Konflikt führt dazu, dass die beiden Kinder schließlich ausziehen und in einer Höhle alleine leben wollen. Wie Birk sagt: „Ich kann in der Borkafeste nicht mehr leben, sie verstehen mich dort nicht mehr“, so geht es auch Ronja, deren Vater sie verleugnet. In der Höhle erwarten die Kinder neue Abenteuer und Konflikte, seien es niedliche Fabelwesen oder bedrohliche Druden, immer wieder helfen sich Birk und Ronja gegenseitig aus der Patsche.
Der Wandel zur gegenseitigen Akzeptanz und sogar Freundschaft der beiden bisher verfeindeten Räuberclans kommt schnell. Mattis erkennt seine Fehler und ist bereit, Birk als Ronjas Freund zu res-pektieren. Ein Höhepunkt für die Kinder ist schließlich der Zweikampf der beiden Räuberhauptmänner um die Vorherrschaft – pantomimisch in Zeitlupe gespielt von Daniel Kersten und Michael Kleiber. Beim Schlusslied „Mattisburg und Eisen bricht, aber Undis Liebe nicht“ dürfen die Zuschauer nach 70-minütigem Stillsitzen singen, tanzen, trampeln und Beifall klatschen.
Begeisterte Kindergesichter und lauter Jubel von allen Rängen be-weisen, dass es den Kindern gefallen hat. Sie verlangen lautstark nach einer Zugabe und dürfen noch einmal mit Ronja, Birk und den Räuberbanden das Räuberlied anstimmen. Auch Regisseur Hans Hirschmüller zeigt sich zufrieden mit der Premiere und lobte das Team und dessen professionelle Arbeit.
Anschließend ziehen gut gelaunte Kinderscharen zurück durch den Räuberwald, durch Klingenberg und in ihren Alltag, in dem Fürze, Flüche und Räubersprüche eher verpönt sind.
Eintrittskarten für die Clingenburg Festspiele gibt es in der Tourist-Information der Stadt Klingenberg, Hauptstraße 26a, 63911 Klingen-berg am Main, Telefon 09372 3040 und 921259, Telefax 09372 12354. Die Tourist-Information ist Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr und Samstag von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet. Eintrittskarten sind auch online unter www.clingenburg-festspiele.de und bei Ticket Online in den bekannten Vorverkaufsstellen oder unter www.ticketonline.com er-hältlich.
Weitere Informationen zum Gesamtprogramm der Clingenburg Festspiele finden Sie im Internet auf der neuen Homepage unter www.clingenburg-festspiele.de.
Klingenberg, 10. Juni 2010
Abdruck honorarfrei.













