(openPR) Seit Mitte April ist die Frauenklinik am Klinikum Niederberg operativer Standort des Uni-Brustzentrums Essen (UBZE). Das UBZE besteht seit 2003 und ist ein Zusammenschluss des Universitätsklinikums Essen mit den Kliniken Essen Nord, Kliniken Essen Süd und dem Marienhospital in Bottrop. Die Idee hinter dieser Kooperation ist es, ein regionales Brustkrebszentrum für umfassende Diagnostik und Therapie zu schaffen.
Professor Dr. med. Rainer Kimmig, Direktor der Universitätsfrauenklinik und Direktor des Uni-Brustzentrums Essen, sowie Dr. Gerd Degoutrie, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde am Klinikum Niederberg, stellten jetzt auf einer gemeinsamen Pressekonferenz die Grundzüge der neuen Kooperation vor.
„Hinter der Zusammenarbeit verbirgt sich die Idee, neueste Therapiestrategien in Form von Studien direkt dem Patienten zugänglich zu machen. Das übergeordnete Ziel ist, die Patientenbehandlung durch neueste Impulse aus der Forschung auf qualitativ hohem Niveau zu halten“, erklärt Professor Dr. Rainer Kimmig.
Für das Klinikum Niederberg ist der Anschluss an das Uni-Brustzentrum ein großer Gewinn. „Durch die Zusammenarbeit haben unsere Patientinnen einen direkten Zugang zu aktuellen Therapiestrategien in Form von Studien. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Brustkrebserkrankte, die in einer Studie behandelt wurden, deutlich höhere Überlebensraten hatten“, sagt Dr. Degoutrie. Besonders erfreut war er über die Verhandlungen im Vorfeld. „Die Vorbesprechungen waren unkompliziert und zielorientiert. Nach 30 Minuten waren wir uns über die Inhalte unserer Zusammenarbeit einig.“ Vom Anschluss an das Uni-Brustzentrum erhofft sich Degoutrie auch eine größere Akzeptanz im regionalen Einzugsgebiet. „Wir versprechen uns einen Zuwachs an Brustkrebspatientinnen.“
650 primäre Mammakarzinom-Patienten behandelt das Uni-Brustzentrum jährlich. Zusammen mit dem Klinikum Niederberg will man mittelfristig auf 750 bis 800 Patientinnen jährlich kommen.
Eine wichtige Grundvoraussetzung für die effektive und vernetzte Zusammenarbeit der Kliniken sind gute Kommunikationsstrukturen. Das Universitätsklinikum Essen koordiniert im UBZE die Kommunikation der Kliniken untereinander. Jede Woche kommen die Vertreter der Kliniken in einer Tumorkonferenz zusammen, besprechen gemeinsam Befunde und informieren sich über aktuelle Studien. Durch die so mögliche Mehrfachbefundung und den gemeinsamen Austausch der Experten werden sowohl die Diagnostik als auch die Qualität der Behandlung verbessert.
Für das Klinikum Niederberg ist die erweiterte Zusammenarbeit nicht nur eine Bestätigung der bisherigen Arbeit im Bereich Brustkrebs, sondern auch Aufwertung, die den regionalen Stellenwert der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum verdeutlicht. „Wir hoffen, durch diesen Zusammenschluss noch mehr Patienten in der Region eine optimale Behandlung gewährleisten zu können“, wünscht sich Degoutrie.











