(openPR) In der Navigation geht es stärker als je zuvor um Effizienzsteigerungen, um Arbeitserleichterungen und um die Wirtschaftlichkeit des Schiffsbetriebes. Die Anforderungen werden erfüllt, wenn alle benötigten Funktionen intelligent und flexibel in ein Brückensystem integriert werden können. Raytheon Anschütz bringt deshalb eine neue, intelligente Generation der Integrierten Brücke auf den Markt. Durch eine neue Integrationsplattform und intelligente Multifunktionsdisplays werden sowohl die Einfachheit in der Bedienung als auch der Integrationsgrad auf der Brücke erhöht.
Multifunktionsdisplays vereinigen bereits heute die nautischen Funktionen von Radar, Chart Radar, ECDIS und Conning auf einem Bildschirm. Alle Funktionen nutzen einheitliche Bedienoberflächen, die Umschaltung von Farbpaletten und die Dimmung über alle Bildschirme auf der Brücke können zentral von jedem Multifunktionsdisplay aus vorgenommen werden.
Für die neue Brücke hat Raytheon Anschütz jetzt eine moderne Integrationsplattform entwickelt, die durch eine intelligente Integration von Funktionen sowohl den nautischen als auch den wirtschaftlichen Betrieb des Schiffes weiter verbessert. Die neue Plattform ermöglicht nicht nur die Integration von Dritt-Applikationen wie zum Beispiel die Anzeige von Automationsdaten, CCTV, DP System oder Ladungs- und Ballastrechner, sondern auch die volle Skalierbarkeit und zukünftige Erweiterbarkeit des Brückensystems. Intelligente Multifunktionsdisplays stellen dem Schiffsführer dann zum richtigen Zeitpunkt die optimale nautische Task und auch weitere Schiffskontrollfunktionen an jedem beliebigen Arbeitsplatz zur Verfügung.
Durch die Integrationsplattform kann Raytheon Anschütz dabei Lösungen verschiedenster Partner flexibel und mit einer hohen Integrationstiefe anbieten. Der Einsatz standardisierter Hardware und Software erleichtert die Konzeption individueller Brückensysteme und verringert die Kosten für Einbau und Ersatzteillogistik. Basierend auf diesem Konzept sind modulare Systemlösungen möglich, vom Tanker oder Container-Feederschiff über den Offshore-Versorger und die Megayacht bis zum Flugzeugträger und Kreuzfahrtschiff.
Die Betriebssicherheit wird durch eine neu entwickelte Verteilung der Navigationsdaten und Systemskonfiguration innerhalb des Brückensystems deutlich erhöht. Das neue „Consistent Common Reference System“ (CCRS) überprüft die an Bord vorhandenen Sensordaten kontinuierlich im Hinblick auf Gültigkeit, Beständigkeit und Genauigkeit, und versieht die Daten mit einem Qualitätsindikator. Aus den Informationen wird ein Satz der besten Sensordaten erstellt, der in der Integrierten Brücke verteilt wird. Das neue „Health Monitoring“ kontrolliert zusätzlich den Status jeder einzelnen Konsole und regelt im Bedarfsfall die Übernahme der navigatorischen Task an einem anderen Arbeitsplatz der Integrierten Brücke oder aber den Neustart der Konsole selbst. Dadurch wird die höchste Verfügbarkeit von Daten und Funktionen auf der Brücke sichergestellt.
Um der hohen Stressbelastung an Bord zu begegnen, hat Raytheon Anschütz die Integrierte Brücke mit einem intelligenten Alarm-Management ausgestattet. Im Rahmen eines deutschen Forschungsprojekts wurde ein Ansatz vorangetrieben, dem die Klassifizierung von Alarmen mit Blick auf deren Relevanz im Gesamtsystem zugrunde liegt. Diese Studie wurde weiter verfeinert, optimiert und bildet nun den Kern eines intelligenten Alarm-Managements in der neuen Brückengeneration.
Anhand der Systemkonfiguration und des Status der angeschlossenen Sensoren wird dort geprüft, ob der Fehler eines einzelnen Sensors hinreichend kritisch ist, um einen Alarm auszulösen, oder ob der Fehler nur informativ dem wachhabenden Offizier angezeigt werden muss. Die Belastung der Schiffsführung wird durch entsprechend weniger blinkende Anzeigen oder Dauertöne reduziert, die Konzentration auf tatsächlich wichtige Alarme hingegen wird geschärft.
Die Bedienoberfläche des Alarm-Managements wird bei Raytheon Anschütz im neuen und erweiterten Conning integriert und kann durch die Nutzung von Multifunktionsdisplays an jedem Arbeitsplatz bedient werden. Das Conning bildet ebenfalls die Bedienoberfläche für das neue CCRS und zeigt die Qualität der Sensoren sowie den aktiven Sensordatensatz an. Alternativ zur automatischen Sensorauswahl bleibt auch eine manuelle Sensorumschaltung möglich, um dem Nautiker die Sensorauswahl zu überlassen. Die zentrale Präsentation der Alarme, der Sensorqualität und aller Navigationsdaten auf jedem Multifunktionsdisplay macht die Integrierte Navigation übersichtlich und vereinfacht Bedienung und Überwachung.
Das neue Brückensystem setzt auf der bewährten Produktlinie von Anschütz BridgeControl® auf. Neben den intelligenten Multifunktionsdisplays, die um zusätzliche Funktionen für Radar und ECDIS erweitert werden, gehören eine neue Bus-Steuerung und der neue adaptive Trackpilot NP5000 zur neuen Generation. Raytheon Anschütz präsentiert damit ein Konzept, welches das Know-How aus einer breiten Palette an einzelnen Navigationsprodukten in einem einheitlich entwickelten Brückensystem zusammenfasst.
Raytheon Anschütz wird die neue Generation der Integrierten Brücke unter einem neuen Markennamen erstmals zur SMM 2010 in Hamburg der Öffentlichkeit vorstellen.












