(openPR) Eine gelungene Aufführung von Peter Pan, ein historisches Potpourri und jede Menge Ehrengäste krönten den 36. Bezirkstag des Verbandes Bayerischer Amateurtheater, der vom 11. bis 13. Juni 2010 in Bad Endorf stattfand.
Vorstände und Spieler befreundeter Bühnen besuchten am Freitagabend die Aufführung des religiösen Schauspiels „Mutter Teresa – Engel der Armen“, das von Verbandspräsi-dent Horst Rankl für die gastgebende Theatergesellschaft Bad Endorf geschrieben wurde. Von der Möglichkeit hinter die Kulissen des drittältesten Theater Bayerns zu blicken und dazu Häppchen und ein Gläschen Sekt zu genießen, wurde eifrig Gebrauch gemacht. Der Samstag begann im Kultursaal der Chiemgau-Thermen mit den Grußworten von Markus Mädler, Vorstand der Theatergesellschaft Bad Endorf und Bad Endorfs Bürgermeisterin Gudrun Unverdorben. Sepp Käser, Bezirksvorsitzender des Verbandes Bayerischer Amateurtheater führte anschließend durch die zwölf Tagesordnungspunkte der Bezirksversammlung. Neben üblichen Dingen wie Kassenbericht und Bericht der Vorstandschaft stand auch die Bestimmung neuer Vorstandsmitglieder auf dem Programm. Berta Bergmaier von den Kieferer Wichtln wurde als Bezirksjugendleiterin gewählt, Beate Schlachter von der Kleinen Bühne München übernimmt das Amt der Bezirksschriftführerin. Beide Kandidatinnen wurden einstimmig gewählt.
Um 15 Uhr hob sich vor einem voll besetzten Kultursaal der Vorhang für das liebevoll inszenierte Märchen „Peter Pan“, aufgeführt von den Kieferer Wichtln. Toni Bleier meisterte die Rolle des Jungen, der niemals erwachsen werden will bravourös. Sein Gegenspieler, der finstere Piratenkapitän Hook, gespielt von Anderl Fuchs, bewies gegenüber den kleinsten Zuschauern viel Feingefühl. Er wirkte unheimlich, wie es die Rolle verlangt, lockerte den Charakter aber gleichzeitig auf, so dass kein Kind Albträume befürchten musste. Ein weiteres Theaterstück präsentierten die Bad Endorfer Spieler um 19:30 Uhr. In einem historischen Potpourri zeigten sie Ausschnitte aus 220 Jahren Bad Endorfer Theatergeschichte. Dieses Schauspiel diente einem guten Zweck. Statt Eintrittsgeld nahmen die Bad Endorfer eine freiwillige Spende entgegen durch die einem Jungen aus der Ukraine eine notwendige medizinische Behandlung ermöglicht werden soll. Chronologisch richtig begann der szenische Rückblick mit dem zuletzt 1790 aufgeführten Stück „Thraurige Vorstellung des Erschrecklichen Jingsten Gerichts“. Hierbei handelt es sich um das erste in Bad Endorf aufgeführte Theaterstück. Weiter ging der Reigen mit Szenen aus religiösen Klassikern wie „Der ägyptische Josef“, „Der verlorene Sohn“, „Ben Hur“ und „Moses“. Stellvertretend für das lustige Sommerspiel stand eine skurrile Ritterszene aus „Im weißblauen Schimmel“ auf dem Programm. Musikalisch umrahmt wurden die Spielszenen von der Musikkapelle Bad Endorf, die für die Benefizveranstaltung auf ihre Gage verzichtete. Nach einem Auszug aus dem bisher erfolgreichsten Stück der Bad Endorfer, „Pater Rupert Mayer“ endete das Potpourri mit einem Ausblick auf das Jahr 2011. Hildegard von Bingen wird nächstes Jahr auf der Bühne des Bad Endorfer Volkstheaters stehen. Regie wird erstmals Josef Kößlinger führen, der auch das Potpourri in Szene setzte. Wer den historischen Rückblick noch einmal sehen möchte, hat am 30. Juni um 19 Uhr auf der Landesgartenschau in Rosenheim Gelegenheit dazu. Auch bei dieser Veranstaltung wird für den schwerkranken Jungen aus der Ukraine gesammelt. Der Betrag wird den am Samstag eingenommenen 1.000 Euro hinzugefügt.
Mit einem Theatergottesdienst und einem anschließenden Frühschoppen im Kurfer Hof endete der Bezirkstag des Verbandes Bayerischer Amateurtheater am Sonntag. Allerdings nur für die Gäste, denn die Bad Endorfer führten um 14 Uhr erneut Mutter Teresa auf. Dieses Stück können Besucher noch bis 25. Juni erleben. Aufführungen finden jeweils sonntags um 14 Uhr und freitags um 20 Uhr statt. Karten erhalten Sie über die Telefonnummer 08053/3743, Fax: 08053/795091 und im Internet auf der Seite www.theater-endorf.de.














