(openPR) Thema: Rüstungsexport / China / Bundeskanzler
Datum: 02. 04. 2005
Tödliche Normalisierung
Bundeskanzler Schröder will das Waffen-Embargo gegen China aufheben, notfalls am Parlament vorbei. Dazu erklärt Petra Pau, PDS im Bundestag:
Der Kanzler droht. Das ist nicht neu. Das tut er immer, wenn es eng wird. Als es um den Balkan-Krieg ging, drohte er mit Rücktritt. Nun geht es um Rüstungs-Profite und er droht mit Stursinn.
Einige Grüne begehren auf: Das sei schlechter Stil. Stimmt. Aber der Kanzler reizt lediglich die demokratischen Spielregeln aus. Und bislang haben die Grünen noch immer mitgespielt.
Zur Sache: Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck unterstützt Kanzler Schröder. Auch er plädiert für Waffenlieferungen in die Volksrepublik China. Das wäre ein „Prozess der Normalisierung“, so Platzeck.
Das ist der eigentliche Punkt: Die weltweiten Waffen- und Rüstungsexporte Deutschlands wurden in den letzten Jahren verdreifacht. Selbst Krisenregionen werden beliefert. Das ist rot-grüne Normalität und die Rüstungslobby fordert mehr. Das Geschäft mit dem Tode boomt und Deutschland will dabei sein.









