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Lebensmittel + Medikament: Zu Risiken und Nebenwirkungen …

10.06.201008:16 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Lebensmittel + Medikament: Zu Risiken und Nebenwirkungen …
FET e.V.
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(openPR) Aachen (fet) - Lebensmittel und Medikamente können sich ebenso in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen, wie Arzneimittel untereinander. Dies kann sowohl zu veränderten therapeutischen Effekten des Medikaments als auch zur verminderten Aufnahme bestimmter Nährstoffe führen.



Oral aufgenommene Medikamente benutzen häufig die gleichen Transportwege im Darm wie Nährstoffe und werden teilweise über die selben Enzymsysteme abgebaut. Da verwundert es nicht, dass sich diese bei gleichzeitiger Aufnahme stark beeinflussen können. Die Anweisung im Beipackzettel „mit ausreichend Flüssigkeit“ einnehmen schließt beispielsweise nicht jedes Getränk ein. Das Bier am Abend oder andere alkoholische Getränke sind sichtlich ungeeignet, in seltenen Fällen gefährlich. Während die Leberenzyme mit dem Alkoholabbau beschäftigt sind, entfalten die Medikamente ihre Wirkung in unbeabsichtigtem Maß weiter. Dies hat den gleichen Effekt wie eine Überdosierung. Ein ähnliches Risiko birgt auch das als gesund geltende Glas Grapefruitsaft. Die Vitamin C-reiche Frucht blockiert ebenso abbauende Enzymsysteme und führt zu einer unerwünscht hohen Konzentration an bestimmten Antiallergika, Blutdrucksenkern oder Statinen.

Wer bestimmte Antibiotika wie Tetracycline oder Gyrasehemmer zu sich nimmt, sollte mit dem Verzehr kalziumreicher Nahrungsmittel wie Milch, Käse, Joghurt aber auch von sehr kalziumreichen Mineralwasser einige Stunden warten. Das Mineral bildet mit den antibiotischen Mitteln Komplexe, die der Körper nicht aufnehmen kann und beeinträchtigt damit die keimhemmende Wirkung. Ähnliches gilt beispielsweise auch für die Einnahme von Schilddrüsenhormonen, deren Wirkung durch Eisen-, Magnesium- oder Kalziumpräparate ebenso vermindert wird.

Im Gegenzug können auch Medikamente zur Unterversorgung von wichtigen Nährstoffen führen. Hydrokortison beispielsweise blockiert die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und fördert dessen Ausscheidung. Um das Defizit auszugleichen, holt sich der Körper das nötige Kalzium aus den Knochen. Bei längerer Einnahmedauer kann sich hierdurch eine Osteoporose entwickeln. Während der Hydrokortisontherapie ist auf eine ausreichende Kalzium- und Vitamin D-Versorgung zu achten.

Patienten, die häufige an Sodbrennen, Magen-Darmgeschwüren oder einer Helicobacter pylori-Infektion leiden, erhalten oft Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol verschrieben. Bei Dauergebrauch verursachen diese eine schlechte Versorgung mit Vitamin B12, das für die Gefäßgesundheit und Nervenleistung eine wichtige Rolle spielt. Um Durchblutungsstörungen und Einbußen der Gedächtnisleistung zu vermeiden, ist eine erhöhte Zufuhr aus tierischen oder milchsauer vergorenen Nahrungsmitteln empfehlenswert. Gleiches gilt übrigens auch für das Diabetesmedikament Metformin.

Was bei der Einnahme von Medikamenten noch zu beachten ist, steht in den meisten Fällen in der Packungsbeilage. Auch wenn der Umfang häufig abschrecken mag, lohnt sich ein genauer Blick. Im Zweifelsfall gilt der bekannte Leitspruch: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“.

Redaktion: Christine Langer

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