(openPR) Oldenburg, 9. Juni 2010 - Auf der Suche nach Informationen zum Berufsbild des Hörgeräteakustikers stoßen interessierte Berufsanwärter häufig auf Definitionen wie: „Sie stellen Hörgeräte her und passen diese an“. Doch was vor wenigen Jahren noch zutreffend war, reicht heute längst nicht mehr aus, um diesen Beruf hinreichend zu charakterisieren. Hörgeräteakustiker leisten weitaus mehr als die reine Versorgung mit Hörsystemen. „Es gibt nur wenige Berufe, die so vielseitig sind, wie der des Hörgeräteakustikers“, weiß auch Annika Reske, Ausbildungsbeauftragte beim Hörgesundheits-Unternehmen Hören mit Fiebing und Standortleiterin in Lingen. Eine profunde und umfassende Ausbildung der zukünftigen Firmenmitglieder liegt dem Spezialisten für Hörgesundheit aus Oldenburg daher besonders am Herzen.
Neben der Durchführung von Hörtests, der Anfertigung von Ohrpassstücken für Hörsysteme oder Gehörschutz, der Montage von Hörsystemen und deren individueller Einstellung nehmen Kundenorientierung, Beratung und Betreuung einen hohen Stellenwert bei der täglichen Arbeit der Auszubildenden ein. „Im Umgang mit unseren Kunden ist Einfühlungsvermögen und Empathie oberstes Gebot“, erklärt Annika Reske weiter. „Nicht hören und verstehen zu können, bedeutet vom Leben und den Menschen um uns herum abgeschnitten und isoliert zu sein.“ Wer eine Ausbildung zum Hörgeräteakustiker absolvieren möchte, sollte demnach nicht nur über technisches und handwerkliches Geschick verfügen sowie Interesse an medizinischen Sachverhalten und Präzisionsarbeit haben, sondern auch psychologisches Gespür mitbringen. Grund genug, warum die Auszubildenden bei Hören mit Fiebing neben internen Audiologie-Schulungen auch Betriebsunterricht in Psychologie erhalten. Je mehr der Hörgeräteakustiker über den Kunden erfährt, desto gezielter kann diesem geholfen werden.
Grundgedanke bei Hören mit Fiebing ist es, die Gesamtheit der Hörgesundheit zu betrachten. „Wir wollen unsere Kunden dahingehend sensibilisieren, sich schon vor Eintritt einer möglichen Hörminderung um ihr Gehör zu kümmern. Hörgesundheit fängt nicht erst bei der Versorgung mit Hörsystemen an, sie schließt bereits die Vorsorge mit ein. Das lernen schon unsere Azubis“, sagt Marketing- und Vertriebsleiter Dr. Dieter Ilge von Hören mit Fiebing. Im laufenden Ausbildungsjahr beschäftigt das Unternehmen 20 Auszubildende. Ziel bei der Einstellung angehender Hörgeräteakustiker ist es, den jungen Menschen eine langfristige berufliche Perspektive zu bieten und im Unternehmen auch nach der Gesellenprüfung zu integrieren. Durch die qualitativ hochwertige Ausbildung investiert das Hörgesundheits-Unternehmen nicht nur direkt ins Know-how der Firmenmitglieder sondern indirekt auch in den Erfolg des Familienunternehmens.
Die Ausbildung zum Hörgeräteakustiker dauert in der Regel drei Jahre und findet in dualer Form statt, das heißt sowohl in der Ausbildungsstätte als auch in der Berufsschule. Diese befindet sich für alle Auszubildende in Lübeck und erfolgt im Blockunterricht. Auf dem Lehrplan stehen Anatomie und Akustik, Mathematik und Physik, aber auch Verkauf und Kommunikation. Potenzielle Bewerber müssen über keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung verfügen. Wer sich für den Beruf des Hörgeräteakustikers entscheidet, sollte sich jedoch auf lebenslanges Lernen einstellen. Einerseits macht die rasante technologische Weiterentwicklung der Hörsysteme es erforderlich, sich immer wieder mit neuen Funktionsweisen und Programmen vertraut zu machen. Andererseits bietet das Berufsbild die Möglichkeit sich beispielsweise zum Hörgeräteakustikmeister oder Pädakustiker fortbilden zu lassen.
Während sich die Arbeitsmarktchancen in anderen Branchen aufgrund der allgemeinen Wirtschaftskrise in den letzten Jahren verschlechtert haben, sind Hörgeräteakustiker gefragt wie nie. Die Bevölkerung wird aufgrund der allgemein gestiegenen Lebenserwartung zunehmend älter und die Altersschwerhörigkeit nimmt stetig zu. Und auch unter jüngeren Menschen erhöht sich das Auftreten von Hörminderungen, denn unsere Umwelt wird immer lauter und unser Gehör ist mehr und mehr überfordert. Ein weiterer positiver Einflussfaktor auf die Nachfrage nach Hörgesundheit und -versorgung ist die verbesserte Ästhetik der neuen Hörsysteme. Durch ihr unauffälliges und modernes Design fallen die Minicomputer beim Tragen kaum mehr auf, geben ihren Trägern jedoch binnen kürzester Zeit deutlich mehr Lebensfreude und Lebensqualität zurück.
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