(openPR) Bereits Mitte Mai hat die Generaldirektion für Budget, Rechnungswesen und Statistik bekannt gegeben, dass Taiwans Bruttosozialprodukt im ersten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 13,27 Prozent zulegen konnte. Der Grund dafür war vor allem die weltwirtschaftliche Erholung, außerdem wurde der kräftige Schub durch einen starken Export in Richtung China und anderer aufstrebender Staaten in Asien befördert, und auch die Markteinführung von neuen Hightech-Produkten sorgten für Aufschwung.
Der prozentuale Zuwachs des Bruttosozialproduktes lag laut der Generaldirektion für Budget, Rechnungswesen und Statistik um 4,03 Prozentpunkte höher als der im Februar geschätzte Wert von 9,24 Prozent. Als Ganzes gesehen befindet sich Taiwans Wirtschaft nach dem Abschwung im letzten Jahr auf Erholungskurs. Insgesamt wird für das laufende Jahr ein moderates Wachstum von 6,14 Prozent vorhergesagt. Schätzungen zufolge soll das Bruttosozialprodukt für 2010 einen Umfang von 13 559 Billionen NT$, umgerechnet ca. 322,6 Milliarden € erreichen, was einem Bruttosozialprodukt pro Kopf von umgerechnet ca. 14 897 € entspricht.
Weiter gab die Generaldirektion für Budget, Rechnungswesen und Statistik am 24. Mai bekannt, dass im April 2010 insgesamt 1,5 Millionen Menschen in Taiwan arbeitslos waren. Damit ist die Arbeitslosenrate im April auf 5,39 Prozent gefallen, nachdem sie im März 5,67 Prozent betragen hatte. Dies ist der geringste Wert seit Januar 2009. Mit der kontinuierlichen Abnahme der Arbeitslosenrate rückt das Ziel der Regierung, die Arbeitslosenrate bis Jahresende unter 5 Prozent zu senken, in greifbare Nähe.
In der Zwischenzeit hat das schweizerische International Institute for Management Development (IMD) sein World Competitiveness Yearbook für 2010 mit dem internationalen Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften herausgegeben. Zum ersten Mal seit 1994 sind die USA von ihrem ersten Platz durch Singapur und Hongkong verdrängt worden. Taiwan konnte sein Ranking von 2009 um 15 Plätze auf Rang 8 verbessern, ein einzigartiger Fortschritt unter den 58 bewerteten Volkswirtschaften.
Taiwan hat sich in den vier wichtigsten Kategorien enorm verbessert. Was die Effizienz der Regierung und die Wettbewerbsfähigkeit der Großunternehmen angeht, konnte Taiwan seine bislang besten Ergebnisse überhaupt erreichen – eine Verbesserung um 12, beziehungsweise um 19 Plätze, auf die Ränge sechs und drei.
Hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit verbesserte sich Taiwan um 11 Plätze und bei der Bewertung seiner Infrastruktur um sechs Plätze. Die stellvertretende Direktorin des IMD World Competitiveness Center, Suzanne Rosselet, erklärte dazu, Taiwans Fortschritte in den Bewertungen seien unglaublich. Rosselets Analysen der Finanzkrise vom letzten Jahr zeigen, dass besonders exportorientierte Länder davon betroffen waren. Infolgedessen fiel Taiwan beim Ranking im Jahr 2009 um 10 Plätze zurück. Doch die Länder, die zuerst von der Krise betroffen waren, sind nun auch die ersten, die wieder aufholen.
In seiner Stellungnahme schrieb Präsident Ma Ying-jeou Taiwans herausragende Leistungen vor allem der hart arbeitenden Bevölkerung zu. Außerdem sagte er, das gute Abschneiden Taiwans sei ein Zeichen dafür, dass die Politik seiner Administration in den letzten zwei Jahren in die richtige Richtung gegangen sei. Mit Blick in die Zukunft werde seine Regierung mit der Bevölkerung Hand in Hand arbeiten, um dem Land zu neuer Größe zu verhelfen.


