(openPR) Schalker Keeper als Schüler auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges
Erster Weltkrieg, Ypern, Giftgas – diesen noch heute schrecklichen Dreiklang lernte Nationalspieler Manuel Neuer (24) auf einer Jugendreise des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge kennen. „Wir hatten das Thema Erster Weltkrieg in der Schule durchgenommen und besuchten auch die Kriegsgräberstätte in Ypern“, erklärt Manuel Neuer. Der damals 18-jährige Schüler besuchte gemeinsam mit Klassenkameraden der bekannten Fußballschule Berger Feld aus Gelsenkirchen die Schlachtfelder und Kriegsgräberstätten in der westbelgischen Provinz Flandern.
Die Verbindung von Manuel Neuer zum Volksbund ist auch nach der Reise nach Flandern nicht abgebrochen. Zusammen mit anderen Prominenten aus Politik, Kultur und Sport engagiert er sich bei der Aktion „Prominente Stimmen für den Frieden“. Prominente wie Alt-Kanzler Gerhard Schröder, Sänger Gunter Emmerlich oder Speerwerferin Steffi Nerius rufen gemeinsam in einer Aktion des Volksbundes zu Spenden für die Jugendarbeit des Volksbundes auf. Insbesondere die Jugendbegegnungsstätte im französischen Niederbronn-les-Bains soll gefördert werden. Auf ihr liegt auch der Bruder des ehemaligen Bundesfinanzministers Theo Waigel, der diese Aktion ebenfalls unterstützt.
„Das Thema Erster Weltkrieg war für uns völlig neu. Wir schauten uns Museen an und sprachen mit Menschen, die selbst Angehörige verloren hatten. Vor Ort erfährt man viel mehr, denn natürlich ist auf einer Kriegsgräberstätte eine ganz andere Atmosphäre als im Klassenzimmer,“ beschreibt Neuer seine Eindrücke. „Privat hätte ich das vielleicht nicht gemacht, aber so konnte ich den Bezug entwickeln und habe es als sehr sinnvoll empfunden.“
In Ypern wurde am 22. April 1915 von den deutschen Truppen zum ersten Mal Giftgas eingesetzt. Das Chlorgas wurde als Auftakt zur 2. Flandernschlacht aus Stahlflaschen abgelassen und tötete über 5 000 französische Soldaten, etwa 10 000 wurden verwundert.
Fünfmaliger Deutscher Meister aus Schalke liegt auf Kriegsgräberstätte in Russland
Einen besonderen Bezug zur Arbeit des Volksbundes hat Neuers Verein Schalke 04. Denn Adolf „Ala“ Urban, mit Schalke fünfmaliger Deutscher Meister und 21-facher Nationalspieler hat auf der Kriegsgräberstätte Korpowo in Russland seine letzte Ruhestätte gefunden. Das Mitglied des berühmten „Schalker Kreisels“ war als 29-jähriger Unteroffizier am 23. Mai 1943 in Staraja Russa gefallen – 250 Kilometer südwestlich von Leningrad, dem heutigen St. Petersburg.













