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Forschungsprojekt easyCare will pflegende Angehörige entlasten

17.05.201016:21 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Forschungsprojekt easyCare will pflegende Angehörige entlasten
easyCare
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(openPR) München, 17. Mai 2010 – Rund zwei Drittel der pflegebedürftigen Menschen, die zu Hause leben, werden von Familienangehörigen betreut. Diese pflegenden Angehörigen zu unterstützen und damit indirekt älteren Menschen einen längeren Verbleib in ihrer eigenen Wohnung zu ermöglichen, ist Ziel von easyCare. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von vier Verbundpartnern aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft sowie dem Altenhilfebereich durchgeführt.



Die Familie ist Deutschlands größter und wichtigster ‚Pflegedienst’. Dabei sind pflegende Angehörige, oftmals selbst in fortgeschrittenem Alter, erheblichen Belastungen ausgesetzt. Welche Unterstützung sie genau benötigen, ist von Familie zu Familie unterschiedlich. Zwar gibt es viele Angebote, doch sind diese häufig nur punktuell und pflegende Angehörige müssen von vielen verschiedenen Seiten Unterstützung einholen. Fehlende Kenntnis, wo es welche Hilfe gibt, die man sich zu alledem noch selbst organisieren muss, kann in prekären Situationen schnell das Gefühl einer Überforderung auslösen - erst recht, wenn es an Anleitung, Organisationshilfen und Austausch fehlt. Das Projekt easyCare stellt sich der Aufgabe, moderne Technik und bedarfsorientierte Dienstleistungen zu kombinieren und so pflegenden Angehörigen passgenaue Hilfe zukommen zu lassen.

Das Projekt nutzt die Möglichkeiten der neuesten technologischen Entwicklung: Eine zentrale Internet-Plattform soll pflegenden Angehörigen bedarfsgerechte Informationen geben und durch Anleitung die Pflegearbeit deutlich erleichtern. Daneben bietet die Internet-Plattform die Möglichkeit, sich mit anderen pflegenden Angehörigen auszutauschen und mit Hilfe von Web 2.0 Technologien nutzergenerierte Inhalte zur Verfügung zu stellen. Persönliche Beratung soll in einer Modellregion auch direkt im Pflegehaushalt geleistet und gezielte Unterstützung durch Betreuungs- und Pflegedienstleister vermittelt werden. Ein weiteres Element von easyCare ist, in den Pflegehaushalten Unterstützungspotenziale durch ‚häusliche Assistenzsysteme’ aufzudecken: Wo es angebracht ist und gewünscht wird, soll mit dem Einsatz von Sensorik- oder Aktorik-Technologien das Leben zu Hause erleichtert werden, etwa durch Erinnerungsfunktionen oder besondere kommunikative Lösungen.

Im Projektverlauf sollen konkrete Erfahrungen gesammelt werden, welche Unterstützungsleistung pflegende Angehörige besonders nachfragen, für welche eine Preisakzeptanz gefunden werden könnte, und welche Ko-Finanzierer gefunden werden könnten. Denn eines der Forschungsinteressen liegt in der Frage, welche Geschäftsmodelle umsetzbar sind, die sich auch dauerhaft tragen.


Projekthintergrund und -beteiligte

easyCare ist eines der 18 Forschungsprojekte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die seit 2008 unter dem Titel ‚Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben’ (AAL) mit einer Gesamtsumme von 45 Millionen Euro gefördert werden. easyCare ist Ende 2009 gestartet und sieht eine Laufzeit von drei Jahren vor. Insgesamt stehen dem Projekt 2,7 Millionen Euro mit einem BMBF-Förderanteil in Höhe von 50 Prozent zur Verfügung.

easyCare ist ein sogenanntes Verbundprojekt, das insgesamt vier Verbundpartner aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft sowie dem Altenhilfebereich zusammenführt: Das Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe, das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg in Stuttgart, die Vitanet GmbH in München und die Karlsruher RaumComputer GmbH. Die Projektkoordination liegt in der Verantwortung des FZI.


Gesellschaftlicher Kontext

In Deutschland vollzieht sich ein dramatischer demografischer Wandel. Das Statistische Bundesamt geht in seiner „12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung“ davon aus, dass die Zahl der über 80-Jährigen in den nächsten zehn Jahren um gut 70 Prozent steigen wird. Prognosen für 2035 sind noch deutlicher, denn dann soll Deutschland weltweit eine der ältesten Bevölkerungen haben. Mehr als die Hälfte der Menschen wird dann über 50, jeder Dritte älter als 60 Jahre sein. Eine Entwicklung, die schon heute eine große Herausforderung für Wissenschaft, Gesellschaft und Politik ist.

Insbesondere beim Thema Pflege werden gravierende Veränderungen erwartet, die einen enormen Bedarf an Unterstützung für die zu pflegenden Menschen und deren Helfer anzeigen. Dies betrifft nicht nur die Situation in Deutschlands Pflegeeinrichtungen, sondern vor allem in der häuslichen Pflege, die an Bedeutung weiter zunehmen wird. Mit dem Verbundprojekt easyCare soll die wichtige Zielgruppe der pflegenden Angehörigen unterstützt werden.

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