(openPR) Wochenrückblick KW 18/ 2010
Die Griechenlandkrise beeinflusste weiter die Märkte. Am vergangenen Wochenende wurde ein Notfallplan für Griechenland geschmiedet. Beteiligt sind der Internationale Währungsfonds (IWF), die Europäische Zentralbank (EZB) und die Europäische Union (EU). Das zwischen diesen Institutionen und der griechischen Regierung ausgehandelte Paket hat als Ziel eine Entschuldung des griechischen Staatshaushalts bis Ende 2012. Des Weiteren gilt dieses Paket als wichtiges Signal und vertrauensbildende Maßnahme für den EU Mitgliedsstaat und selbstverständlich auch für die Gemeinschaftswährung. Gegenwärtig ist eine Summe von 125 Mrd. Euro im Gespräch um dieses Ziel zu erreichen, Deutschland würde etwa 25 Mrd. Euro davon als Kredite bereitstellen. Nachdem bereits Griechenland auf „Junk-Niveau“ heruntergestuft wurde, wurde auch die Kreditwürdigkeit von Portugal auf A- herabgestuft.
Am Donnerstagabend kam es dann an den amerikanischen Märkten kurzfristig zu einem panikartigen Abverkauf, in dessen Spitze der Dow Jones mit knapp 1.000 Punkten seinen größten punktemäßigen Verlust jemals hinnehmen musste. Auch wenn es im Laufe des Handelstages wieder zu einer Gegenbewegung kam, zeigte dieses Ereignis, dass Märkte in den vergangenen Wochen und Monaten zu schnell und zu weit gelaufen sind. Dazu kam noch eine Nervosität aufgrund vieler externer Faktoren und das führte dann zu diesem enormen Ausverkauf bei dem viele Milliarden Dollar an Wert vernichtet wurden. Der S&P 500 Index befindet sich nun wieder in etwa auf dem Niveau von Anfang 2010, das bedeutet, dass binnen vier Handelstagen, beinahe der gesamte Jahresgewinn des Index verpufft ist.
Wie bereits einige Male erwähnt, zeigten viele Risikoindikatoren auf einen überkauften Marktzustand hin und aus charttechnischer Sicht sind etliche Widerstände auf einem Niveau von ca. 1.200-1.250 Punkten, bei denen der Index nun Schwierigkeiten bekommen hat und auch weiterhin bekommen könnte.
Der Euro im Vergleich zum US Dollar fiel im Laufe der Woche signifikant, im Tief lag die Gemeinschaftswährung bei 1,25. Positiv war in der vergangenen Woche der US amerikanische Arbeitsmarktbericht für den Monat April, es wurden 290.000 Stellen geschaffen, auch wenn dies erst der Anfang sein kann, da im Laufe der Rezession Millionen Arbeitsplätze abgebaut wurden.
Wochenvorschau KW 19/ 2010
Nach der ereignisreichen Woche wird es interessant sein zu sehen, ob sich die Indizes wie auch die Währungen wieder beruhigen oder ob es weiter zu einer Abwärtsbewegung kommt. In der kommenden Woche werden u.a. folgende Wirtschaftsdaten veröffentlicht:?
Am Mittwoch die Handelsbilanz
Am Donnerstag die Unemployment Claims
Am Freitag die Retail Sales
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