(openPR) Pressemitteilung der DTG zu Gesundheitsrisiken und Prophylaxe für WM-Reisende nach Südafrika
München, 7. Mai 2010 +++ Südafrika als Austragungsland der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft ist ein Reiseland mit besonderer Aktualität. Derzeit grassiert dort eine Masernepidemie, die schon zu Ansteckungen bei deutschen Reisenden und zur Weiterverbreitung nach Rückkehr geführt hat. Allen Südafrika-Reisenden wird daher dringend empfohlen ihren eigenen Impf- oder Immunstatus überprüfen und sich bei fehlendem Schutz unbedingt impfen zu lassen. +++
Neben fälligen Auffrischimpfungen gegen Wundstarrkrampf, Diphtherie, Kinderlähmung und Keuchhusten ist für alle Reisende auf jeden Fall die Impfung gegen Hepatitis A empfehlenswert, auch wenn sie nur die Spiele in den großen Städten besuchen. Sehr sinnvoll ist auch ein Impfschutz gegen Meningokokken-Meningitis, Hepatitis B und die Grippe, deren Saison in der Südhalbkugel gerade zu dieser Zeit stattfindet. Bei Reisen über Land kann zudem eine Impfung gegen Typhus und Tollwut sinnvoll sein.
Derzeit tritt in Südafrika das gefährliche Rifttal-Fieber auf. Das Ansteckungsrisiko ist jedoch weitgehend begrenzt auf Aufenthalte in ländlichen Gebieten und den direkten Kontakt zu infizierten Weidetieren (Ziegen, Schafe, Kühe). Zur Vorbeugung gehören Mückenschutzmassnahmen, die auch gegen das in Südafrika vorkommende West-Nil-Fieber und die Malaria wirksam sind.
Ein Malariarisiko besteht derzeit in der Limpopo und Mpumalanga Provinz, in KwaZulu-Natal und dem Krüger Nationalpark. Dies ist im Juni/Juli während des dortigen Winterhalbjahres jedoch relativ gering. Die Austragungsstätten der WM selbst liegen alle in Malaria-freien Städten.
Vor allem bei Tierparkbesuchen sind Schutzmassnahmen gegen Zecken anzuraten, da diese das in Südafrika sehr häufige Zeckenbissfieber übertragen können.
Beim Auftreten von Fieber oder anderen schweren Krankheitssymptomen nach Rückkehr sollte unverzüglich ein Tropenmediziner aufgesucht werden. Eine aktuelle Liste ist über www.dtg.org abrufbar.
Aktuelle Informationen finden Sie ebenfalls unter: http//www.dtg.org
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