(openPR) Der BAYERNenergie e.V. unterstützt das Statement des GIH-Vorsitzenden Fred Weigl zur Sperrung der Mittel für das MAP (Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien):
Das Potenzial an regenerativen Energiequellen reicht aus, um den Strombedarf in Deutschland und Europa vollständig zu decken. Das ist das Ergebnis der neuesten veröffentlichten Studie, welche das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) erarbeitet hat. Voraussetzung dafür, so die Studie weiter, sind „klare politische Botschaften. Die Politik muss die Zielrichtung eindeutig vorgeben.“
Die Entscheidung der Bundesregierung, das MAP einzustellen, ist eine alarmierende politische Botschaft. Ein erfolgreiches Förderprogramm, das sich über die damit ausgelösten Investitionen sogar selbst finanziert, wird beendet. Die Förderung nach MAP hat viele Bauherren dazu geführt, sich besonders in der Sanierung für erneuerbare Energien und hocheffiziente Gebäudestandards zu entscheiden. Das Vertrauen in die Zuverlässigkeit von politischen Rahmenbedingungen wird zerstört. Viele Verbraucher werden sich bei Sanierungen und Modernisierungen wieder für „einfache und bewährte“ Systeme auf der Basis fossiler Energieträger mit wesentlich geringerem Investitionsbedarf entscheiden. Mehrinvestitionen für höhere Effizienzstandards werden ohne den Anreiz staatlicher Förderung nicht getätigt.
Die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko belegt eindrucksvoll, dass sich weitere Öl- und Gasreserven nicht so leicht technisch und wirtschaftlich erschließen lassen, wie die Mineralölwirtschaft dies propagiert. Eine ausreichende Versorgung mit fossilen Brennstoffen ist in Zukunft auch wegen der großen Importabhängigkeit unsicher, Vorkommen und Transportwege erstrecken sich über politisch instabile Regionen. Äußerst fraglich ist auch, wie vor diesem Hintergrund die Klimaschutzziele erreicht werden sollen.
Fazit: Durch den Förderstopp des MAP wird ein großes politisches Ziel geopfert, um kurzfristig Haushaltslöcher zu stopfen. Ein rückwärts gewandtes Signal mit weit reichenden Folgen: Verbraucher verlieren das Vertrauen in eine nachhaltige Klimapolitik. Bleibt zu hoffen, dass diese Fehlentscheidung einmalig ist, umgehend revidiert wird und nicht die Umkehr von der Energiewende einläutet.
link zur. Studie:
(http://www.umweltrat.de/cln_104/SharedDocs/Downloads/DE/04_Stellungnahmen/2010_05_Stellung
_15_erneuerbareStromversorgung.html)











