(openPR) Energieberater kritisieren MAP-Stopp für erneuerbare Energien –
Umwelt, Häuslebauer, Industrie und Handwerk werden im Stich gelassen
München, 06.05.2010. Der Europäische Verband der Energie- und Umweltschutzberater (EVEU) kritisiert die nun endgültig verhängte Haushaltssperre beim Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien. Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit am Montag offiziell bestätigte, hat die Haushaltssperre die Einstellung der Förderung für Solarkollektoren, Biomasseheizungen und Wärmepumpen zur Folge. Das Bundesumweltministerium hatte sich nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen intensiv um eine Aufhebung der Haushaltssperre bemüht und einen entsprechenden Antrag beim Bundesfinanzministerium gestellt. Die Weiterleitung dieses Antrags an den Haushaltsausschuss wurde vom Bundesfinanzministerium jetzt aber abgelehnt. „Dem Klimaschutz wird der Hahn zugedreht“, zeigt sich EVEU-Geschäftsführer Franz Sedlmeier enttäuscht über die Maßnahme und fügt hinzu: „Die Aussagen und Zielsetzungen der Klimakanzlerin und ihrer Regierung verkommen damit immer mehr zu Lippenbekenntnissen.“
Konkret bedeutet das Aus für das MAP, dass ab sofort für Solarkollektoren, Biomasseheizungen und Wärmepumpen keine Investitionszuschüsse mehr gewährt werden. Mit den Förderanträgen, die in diesem Jahr bereits beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen sind, sind die für 2010 noch zur Verfügung stehenden Fördermittel bereits aufgebraucht. Ab sofort können daher auch keine neuen Förderanträge mehr entgegengenommen werden.
Verärgert zeigen sich die Energieberater auch über den Zeitpunkt des Fördermittelstopps. „Milliarden-Hilfen für Griechenland oder deutsche Großbanken sind kein Problem, aber für effiziente Klimaschutzprogramme ist kein Geld vorhanden“, kritisiert Franz Sedlmeier. Für die Bürger, den Mittelstand und die heimischen Handwerker sei diese Politik nur schwer nachzuvollziehen, sagt der EVEU-Geschäftsführer. „Denn neben der Umwelt sind doch vor allem das heimische Handwerk und die mittelständische Industrie von der Streichung der Fördergelder betroffen“, so Sedlmeier. Zum wiederholten Male hätte sich die Bundesregierung mit dieser Entscheidung für die großen Konzerne und Banken und gegen den Mittelstand entschieden.
Der Europäische Verband der Energie- und Umweltschutzberater hofft nun, dass der Umbau der Wärmeversorgung in Deutschland auf moderne, umweltschonende und energieeffiziente Technologien trotz des Fördermittelstopps aus Berlin fortgeführt wird. „Aufhalten wird diese Entscheidung den Siegeszug der erneuerbaren Energien in der Wärmeversorgung glücklicherweise nicht“, ist sich Franz Sedlmeier sicher. „Aber wir werden empfindlich zurückgeworfen und unnötig gebremst“, befürchtet der EVEU-Geschäftsführer.









