(openPR) Mit dem Anfang April gestarteten Baubeginn der Nord Stream Pipeline zwischen Russland und Deutschland sind alle Zweifel am Zustandekommen des technisch anspruchsvollen Projektes endgültig beseitigt. Dr Werner Rott, stellvertretender technischer Direktor der Nord Stream, wies in seinem Vortrag auf der 5. Pipeline Technology Conference in Hannover darauf hin, dass die Nord Stream mit einer Transportkapazität von 55 Mrd. m³ Erdgas pro Jahr zwar etwa 50 Kohlekraftwerke mittlerer Größe ersetzen kann, bis 2030 aber nur ein Viertel der dann erwarteten Gasversorgungslücke für Europa decken wird. Die dann noch nicht gedeckten 149 Mrd. m³/Jahr müssen anderweitig beschafft werden.
Weitere Projekte zum Transport von Erdgas aus Zentralasien (z.B. Nabucco, South Stream) und auch aus Nordafrika (z.B. Galsi) sind zwingend erforderlich. Auch der Zukauf von Flüssigerdgas (LNG) wird weiter an Bedeutung gewinnen. Das von E.ON Ruhrgas im Rahmen der Konferenz vorgestellte „Offshore LNG Toscana Project“ kann dabei eine interessante Alternative zu bestehenden Regasifikations-Terminals an Land sein.
Neben der Darstellung aktueller Großprojekte standen auf der 5. Pipeline Technology Conference im Rahmen der HANNOVER MESSE vom 19.-20. April 2010 erneut die Diskussion neuester Technologien in den Bereichen Bau, Betrieb und Instandsetzung von Erdöl-, Erdgas- und Wasserpipelines im Vordergrund. Der traditionell große Ausländeranteil von mehr als 50% der 200 gemeldeten Teilnehmer konnte auch in 2010 gehalten werden.
Die kommende Pipeline Technology Conference wird im Zeitraum 4.-6. April 2011 stattfinden. Themenvorschläge für Vorträge können bereits eingeschickt werden.
Das soeben durchgeführte Programm und weitere Informationen finden Sie unter www.ptc2010.com.
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