(openPR) Oppenheim/Rhein (mxp) - Nun kommt er also, der Frühling - so wie wir es letzte Woche bereits angekündigt hatten. Und das nicht ganz sachte, sondern mit Siebenmeilenstiefeln - verglichen mit der Witterung der letzten Wochen.
Ursache ist die großräumige Umstellung der Wetterlage und die damit für unseren Raum maßgebende Strömung. Diese dreht heute zwischen einem umfangreichen Tief mit Zentrum über dem mittleren Atlantik und Hoch "Georgia" über Süd- und Südosteuropa auf südwestliche Richtungen und drängt mit milden Luftmassen subtropischen Ursprungs die bei uns lagernde kalte Meeresluft nach Nordosten ab. So werden momentan bereits vereinzelt im Südwesten - wie in Karlsruhe und Lahr im Oberrheintal - 11 Grad erreicht.
Aber Vorsicht: Die Nächte bleiben zunächst noch kühl; bei Aufklaren besteht Bodenfrostgefahr mit der Bildung von Reifglätte auf der Straße und örtlichen Nebelfeldern. Da sollten am frühen Morgen oder am späten Abend Mantel und Mütze nicht gleich zuhause gelassen werden. Sonst ist der nächste Infekt ganz nah.
Leider müssen wir uns einen Teil der Wärme in großen Teilen unseres Landes mit reichlich Feuchtigkeit erkaufen, denn in der Nacht zum Donnerstag werden - mit Ausnahme des Südens - die Regenfälle im äußersten Norden auf weite Landesteile in Form zeitweiliger, teils gewittriger oder schauerartig verstärkter Regenfälle übergreifen. Erst im Lauf des Freitags ziehen diese langsam in den Nordosten ab. Damit gelangt am Donnerstag anfangs vorübergehend etwas kühlere Luft aus Westen, später warme Meeresluft aus Südwesten zu uns, die in der Südhälfte am Wochenende die Temperaturen auf Höchstwerte um 20 Grad steigen lassen könnte. Und auch nächste Woche ist nur wenig Abkühlung in Sicht.
Wer aber jetzt glaubt, der Winter sei völlig ad acta zu legen, der dürfte sich zum Monatswechsel und in der ersten Aprilhälfte sehr wahrscheinlich eines Besseren belehrt sehen, denn ein Wintereinbruch mit Schnee bis in die Täler im Schutz der Nacht und leichte Nachtfröste sind allemal noch möglich. Und wer in den kommenden Wochen in die Mittelgebirge will, der sollte die Winterreifen jetzt noch nicht abziehen.
Doch wie so Vieles im Leben hat auch der nun einsetzende krasse Witterungswechsel seine Schattenseite. In Sachsen werden bereits fleißig Sandsäcke gefüllt - aus Angst vor der nächsten großen Elbeflut, genährt von den nun rasch schmelzenden Schneemassen, die sich in den letzten Wochen in den östlichen Mittelgebirgen angesammelt haben.
Autor Udo Baum, Meteorologe von "Der Wetterbote" (http://www.wetterbote.de) wünscht Ihnen einen frühlingshaften restlichen März.
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