openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Bund fördert Elite auf Kosten Aller

21.04.201017:02 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) 21.04.2010: Der studentische Dachverband fordert die Bundesregierung auf, den Gesetzesentwurf zum Nationalen Stipendienprogramm abzulehnen

(fzs) Berlin. Am Mittwoch den 21. April 2010 wird sich die Bundesregierung in ihrer Kabinettssitzung nicht nur mit der geplanten BAföG-Novellierung auseinandersetzen, sondern auch mit dem Gesetz zur Einführung eines nationalen Stipendienprogramms (NaStipG) beschäftigen. Die Bundesregierung plant für 8% aller StudentInnen 300 Millionen Euro direkter Zuwendungen für das neue Stipendienprogramm auszugeben. Der studentische Dachverband lehnt die Schaffung eines nationalen Stipendienprogramms ab und spricht sich stattdessen für eine Reform des BAföGs , im Sinne einer Umgestaltung des BAföGs hin zu einer bedarfsdeckenden, eltern- und herkunftsunabhängigen als Vollzuschuss gestalteten Studienfinanzierung, aus.



"Der Ausbau jeglicher Stipendiensysteme stellt einen Ausbau der sozialen Selektion dar", stellt Florian Kaiser, Mitglied im Vorstand des freien zusammenschluss von studentInnenschaften, fest und erklärt: "Auch der aktuelle Gesetzesentwurf sieht keinen Rechtsanspruch auf Stipendien vor, so dass Stipendien keinen Anreiz für StudentInnen darstellen. Durch Stipendien wird der Konkurrenzdruck unter den StudentInnen gefördert. Der aktuelle Gesetzesentwurf beinhaltet keinerlei soziale Kriterien und ist somit ein reines Förderungsinstrument für die Elite."

"Das NaStipG konterkariert geradezudie Ziele des Bolognaprozesses", bemerkt Juliane Knörr, ebenfalls Vorstandsmitglied im studentischen Dachverband, und erläutert: "Die geplanten Stipendien sind ortsgebunden und stellen somit eine weitere Mobilitätshürde dar. Auch über eine Berücksichtigung von Bewerberinnen neben den im Gesetz genannten Bewerbern sollte die Bundesregierung noch ein mal nachdenken."

"Der Gesetzesentwurf sieht eine Steigerung des Einflusses der privaten Wirtschaft vor, obwohl davon auszugehen ist, dass diese lediglich ein viertel tatsächlich finanzieren wird", berichtet Kaiser und ergänzt: "Es werden so lediglich Anreize für direkt zu Kapital verwertbare Studiengänge geschaffen. Unter demokratie- und staatstheoretischen Aspekten ist es bedenklich, dass in der Tendenz nicht mehr der Souverän die Entscheidungen trifft, sondern diese Befugnis dem Kapital überträgt."

"In der derzeitigen Fassung existiert eine unverbindliche Möglichkeit zur Schaffung eines Beirates. Diese Möglichkeit muss obligatorisch werden und auch die Zusammensetzung des Beirates muss durch die Gesetzgebung verbindlich geregelt werden", verlangt Knörr und verdeutlicht: "Die Schaffung keines bzw. eines Beirates ohne studentische Beteiligung liefert den Beweis dafür, dass dieses Gesetzesvorhaben nicht an den Interessen der StudentInnen, sondern an den Interessen der GeldgeberInnen ausgerichtet ist."

"Allen Beteiligten sollte bewusst sein, dass durch dieses Gesetz Ziele diverser Bundesregierungen, wie die Öffnung der Hochschulen, weiterhin verhindert werden", macht Florian Kaiser deutlich und zieht das Fazit: "Die Schaffung und Finanzierung des Stipendienprogrammes geht zu Lasten aller StudentInnen, welche schon durch die gegebenen Möglichkeiten der Studienfinanzierung nicht ausreichend gefördert werden. Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften empfiehlt zum Wohle der Gesamtheit aller StudentInnen in der BRD dringlichst, von diesem Gesetzesvorhaben abzulassen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 420491
 920

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Bund fördert Elite auf Kosten Aller“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs)

Bayerischer Ministerpräsident hängt sein Fähnlein nach dem Winde
Bayerischer Ministerpräsident hängt sein Fähnlein nach dem Winde
fzs fordert Mut zur Gebührenabschaffung von Bayerischer Landesregierung Berlin (fzs). In den vergangenen beiden Tagen sorgten Äußerungen zum Thema Studiengebühren der bayerischen Landesregierung und der regierungstragenden Parteien für Aufruhr. So sprach der Ministerpräsident von einem Prüfauftrag und die FDP-Generalsekretärin Miriam Gruß von dem Ziel, die Gebühren noch in dieser Legislatur abzuschaffen. Der fzs fordert, die Abschaffung der Gebühren unmittelbar nach der Sommerpause zu beschließen. Hierzu erklät Florian Pranghe, Mitglied des…
Bild: fzs verurteilt Überlegungen des Präsidiums der Uni Potsdam zur Einführung von StudiengebührenBild: fzs verurteilt Überlegungen des Präsidiums der Uni Potsdam zur Einführung von Studiengebühren
fzs verurteilt Überlegungen des Präsidiums der Uni Potsdam zur Einführung von Studiengebühren
Berlin (fzs). Der studentische Dachverband verurteilt die Überlegungen des kommissarischen Präsidenten der Universität Potsdam Thomas Grünewald zur Einführung von Studiengebühren in Brandenburg. Er schlägt in einem Interview mit den Potsdamer Neuesten Nachrichten vor, ein sogenanntes „intelligentes Modell“, ähnlich dem rheinland-pfälzischen Studienkontenmodell, einzuführen. Der fzs meint: Studiengebühren waren und sind sozial selektiv, egal welches Modell der Erhebung angewandt wird. „Es ist verständlich, dass die Hochschulen in Brandenburg …

Das könnte Sie auch interessieren:

Kletterer auf dem Rad
Kletterer auf dem Rad
… Rennradfahrer am 12. und 13. Mai 2007 in Ramsau am Fuße des Watzmann aus. Auf dem einzigartigen Rundkurs und in fünf Rennen messen sich die besten nationalen Damen (Elite) und Herren (Bundesliga U23, Elite), sowie die Juniorinnen und Junioren (U19 weiblich und männlich). Die Zuschauer dürfen sich schon jetzt auf hochinteressanten und spannenden Sport im Kampf …
Bild: „Deutschland-Stipendium“ ist nach wie vor der falsche Ansatz!Bild: „Deutschland-Stipendium“ ist nach wie vor der falsche Ansatz!
„Deutschland-Stipendium“ ist nach wie vor der falsche Ansatz!
… Anfang an starke Bedenken geäußert – diese haben sich auch bestätigt!“ Problematisch sei auch, so Christian Toth, dass die durch das Deutschland-Stipendium der JGU zusätzlich entstandenen Kosten etwa bei der Einwerbung der Stipendien oder bei der Verwaltung nur zu etwa 10 bis 15 Prozent gedeckt sind. „Bundesbildungsministerin Schavan hat hier etwas durchgesetzt, …
Bild: Juso-Hochschulgruppen RLP treffen sich zum LandeskoordinierungstreffenBild: Juso-Hochschulgruppen RLP treffen sich zum Landeskoordinierungstreffen
Juso-Hochschulgruppen RLP treffen sich zum Landeskoordinierungstreffen
… besten 8 % aller Studierenden ein Stipendium in Höhe von 300 Euro einführen möchte. „Nicht nur Schwarz-Gelb im Bund, sondern auch die rheinland-pfälzische CDU will diese Elite-Stipendien einführen und die soziale Spaltung an den Hochschulen verstärken“, so Erik Donner, „wir müssen aber unbedingt dafür sorgen, dass das BAföG weiter ausgebaut wird.“ Die …
Bundesrat beschließt deutlichen Ausbau der sozialen Selektion
Bundesrat beschließt deutlichen Ausbau der sozialen Selektion
… studentInnenschaften, und ergänzt: „Anstatt mehr Menschen, unabhängig von ihrem sozialen und ökonomischen Status, den Zugang zur Bildung zu öffnen, wird eine kleine Elite auf Kosten der breiten Masse gefördert.“ Im Kommuniqué von London 2008 hat die Bundesrepublik Deutschland einem Abbau der sozio-okönomischen Barrieren zugestimmt. Mit der Entscheidung, das …
Bild: Die Villacherin Daniela Olsacher, Roberto Cavalli und ihr Traumjob ModelBild: Die Villacherin Daniela Olsacher, Roberto Cavalli und ihr Traumjob Model
Die Villacherin Daniela Olsacher, Roberto Cavalli und ihr Traumjob Model
15 jährige Kärnterin fliegt zum Weltfinale des berühmten Elite Model Look. Die Szene war für Sie perfekt: Elite Model Look Austria Finalgala in Wien, eine Björn Borg und eine Roberto Cavalli Fashionshow von Couture 39 und nicht zuletzt das traumhafte Ambiente des dots-Brunnerhof, der von Eventprofi Christian Temper gekonnt in eine in weiß getauchte …
Günstig wohnen, elitär studieren: Berlin besonders preiswert
Günstig wohnen, elitär studieren: Berlin besonders preiswert
Seit letzter Woche gibt es in Deutschland neun Elite-Unis in acht Städten. Doch das Leben in einer offiziellen Elite-Universitätsstadt muss nicht zwangsläufig teuer sein: Am günstigsten wohnt es sich in Berlin, in München muss man für die Miete am tiefsten in die Tasche greifen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Immowelt.de, einem …
Aller und Leine bald nur noch Restwasserstraßen?
Aller und Leine bald nur noch Restwasserstraßen?
… gebaut..Alles auch im Hinblick auf den Status Bundeswasserstrasse. Auch in anderen Kommunen wie Celle und Verden werden daher jetzt Bedenken gegen die Herabstufung geäußert und Informationen eingefordert. Dies ist auch deshalb wichtig, damit die örtliche Gemeinschaft nicht zum Schluss auf Kosten sitzenbleibt, wenn der Bund sich seiner Aufgaben entledigt.
Bild: Studium und Steuer - Erhöhte Studienkosten durch die Corona-KriseBild: Studium und Steuer - Erhöhte Studienkosten durch die Corona-Krise
Studium und Steuer - Erhöhte Studienkosten durch die Corona-Krise
… Studium können steuerlich abgesetzt werden. Zu den steuerlich abzugsfähigen Posten zählen beispielsweise Ausgaben für Bücher, Schreibwaren, Computer-Hard- und Software, die Kosten für ein Repetitorium usw. erläutert BdSt-Bezirksverbandsvorsitzender Hans-Peter Küchenmeister. Dabei gilt grundsätzlich, dass nur der Studierende selbst die Kosten für seine …
Bild: FluiDyna erhält Elite Solution Provider Status im NVIDIA Partnernetz (NPN)Bild: FluiDyna erhält Elite Solution Provider Status im NVIDIA Partnernetz (NPN)
FluiDyna erhält Elite Solution Provider Status im NVIDIA Partnernetz (NPN)
… und bei anderen Veranstaltungen vorgestellt. FluiDyna bietet eine Reihe von NVIDIA GPU-Beschleunigern an, die Kunden dabei helfen, ihre Arbeit schneller zu erledigen und gleichzeitig Kosten zu sparen. „Diese Anerkennung von NVIDIA verdeutlicht, dass Altair in das richtige Unternehmen investiert hat“, sagte Dr. Pietro Cervellera, Country Manager Altair …
Bild: Bundesregierung entlastet den Haushalt von Bochum weiter.Bild: Bundesregierung entlastet den Haushalt von Bochum weiter.
Bundesregierung entlastet den Haushalt von Bochum weiter.
Hohe Steigerungsraten mussten die Kommunen bisher im Bereich "Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung" verkraften – in Zukunft übernimmt der Bund diese Kosten inklusive aller Steigerungen und Verwaltungskosten. "Für uns in Bochum bedeutet dies eine große Entlastung", freut sich Felix Haltt, Sprecher der FDP im Rat. "Damit gewinnt die Stadt Bochum …
Sie lesen gerade: Bund fördert Elite auf Kosten Aller